Pessimistische Prognosen

Nun, wo sich das Jahr gen Ende neigt und die Messe in Nürnberg schon bald beginnen wird, in Form vorabveröffentlichter PDFfe und hochglanzbedruckten Papiers Jubelmeldungen und verfrühte Diskussionen um die Qualitäten des Dargestellten zu generieren, gestattet mir bitte meine üblichen Prognosen. {Ihre Richtigkeit (oder auch nicht) trage ich bei Bekanntwerden in dieser Schrift nach. Am Ende wird man dann sehen, ob das Rot (ich hatte leider recht) oder das Grün (ich war zu pessimistisch) überwiegt.}

  • Wieder wird niemand eins der drei am schmerzlichsten fehlenden Autos der 50er Jahre — VW 1200, Mercedes-Benz 170 V, Borgward Hansa 1500/1800 — als zeitgemäße Neukonstruktion bringen. {So ist es.}
  • Und auch Büssing-Lastwagen dieser Epoche, ob mittelschwere Haubenwagen 4500..7500, leichte Unterflurwagen 4000..4500 U oder schwere Unterflurwagen 7500 U bzw. LU 7/LU 11, werden uns auch weiterhin abgehen. {Die genannten Typen glänzen mit Abwesenheit. Aber Brekina bringt immerhin den 12000er nun auch als Bus, aber dazu s.u. nochmal.}
  • Außer den aus mehreren Gründen unbefriedigenden Modellen von „Exact“-Train wird es weder vom Gms 30 (Oppeln) mit Handbremse noch vom Omm 37 (Duisburg) oder Omm 34 (Klagenfurt) neue Modelle geben. {Doch, der Handbrems-Oppeln kommt von Brawa. Doch schon. Vom Klagenfurt/Duisburg jedoch keine Spur.}
  • Auch in diesem Jahr wird Preiser vielleicht einen formneuen, aber ganz sicher keine Wiederauflage eines seit Jahrzehnten vergriffenen Last- oder Feuerwehrwagen-Bausatzes vorstellen.  Und ausliefern werden sie keines der im letzten Jahrzehnt angekündigten und bisher noch nicht gelieferten Automodelle. {Preiser kündigt gar keine Autos an, und auch sonst nichts aus der Epoche 3.}
  • Falls Brawa oder Fleischmann neue preußische Fernbahn-Abteilwagen bringen sollten, werden es auch weiterhin solche Vorbilder sein, die es von Roco schon seit Jahrzehnten gibt, keinesfalls aber gemischtklassige etwa oder solche der frühen Bauformen mit mehreren Aborten auf einer Seite. {Trifft zu: es gibt gleich gar keine.}
  • Auch zu dieser Messe wird Auhagen keine neuen Bauteile des famosen Fabrikbaukastens vorstellen. {Da lag ich erfreulicherweise voll daneben, sehr schön!}
  • Neue PKW älterer Vorbilder von Herpa werden nur dann was taugen, wenn sie nach Ost-Vorbildern gestaltet sind; bei Brekina ist es umgekehrt, da wird man wenn, dann nur West-Vorbilder brauchbar hinkriegen. Was beide freilich nicht davon abhalten wird, sich an dem, was sie erwiesenermaßen nicht (mehr) können, zu versuchen. {Brekina kündigt vorsichtshalber schon gar keine Ost-PKW mehr an.}
  • Fleischmann wird sich auch weiterhin beharrlich weigern, seinem typisch DR-Ost-mäßig verstrebten Pwg pr 14 ein entsprechendes West-Modell oder gar einen Pwg pr 12 als Formvariante zur Seite zu stellen. {Trifft leider zu.} {Der Pwg 14 mit A-Streben kommt aber von Brawa.}
  • Das Wiking-Neuheitenprogramm wird auch im kommenden Jahr zu mindestens 60% aus Doppelentwicklungen bestehen. {Das war noch zu optimistisch!}
  • Neu vorgestellte schwere Transporter oder leichte LKW von Brekina werden genau wie neue Wiking-PKW auch weiterhin viel zu kleine Felgendurchmesser haben. {Bei Brekina ist dazu keine Aussage möglich, da keine neuentwickelten Fahrgestelle dabei.} Neue Wiking-LKW älterer Vorbilder hingegen werden wie schon seit den 60er Jahren die unseligen Einheitsräder tragen. {Da kommen bis jetzt nur Magirus-Varianten, bei denen das natürlich zutrifft.}
  • Auf alle neuen Lastwagen der 50er Jahre wird mindestens eins der folgenden Attribute zutreffen: 1. ausländisches Vorbild, 2. schwerste Baureihe ihres jeweiligen Herstellers, 3. untypische Chassis-, Kabinen- oder Aufbauvariante. {Trifft beim Brekina-Büssing 12000T, Modell eines Einzelstücks aus einer „Serie“ von acht Wagen in sechs Varianten, definitiv zu — außer daß es ein Bus ist und kein Lastwagen. Weiterer Zu-Treffer, allerdings aus den 60ern: Scania LB 76 von VK, überdies eine Doppelentwicklung.}
  • Niemand hat die Absicht, gute Fertigmodelle typischer Kräder der 50er Jahre zu bauen. {Bei Roco kommt immerhin eine Puch SG 250 mit Paket-Seitenwagen der österreichischen Post, das war’s dann aber auch.}

Soweit meine Glaskugel.  Daß ich mich arg freuen würde, ausnahmsweise mal danebenzuliegen, muß ich glaube ich nicht extra erwähnen …

Bescherung!

Modellbahnfrokler wünscht allen Lesern und Autoren, je nach Geschmack, frohe, besinnliche, gemütliche, fröhliche, actiongeladene, entspannende, frokellaunige, geschenkgeladene Feiertage …

linz-xmas

… und uns allen im neuen Jahr mehr Modelle wie dieses, soeben mit den 2016er Neuheiten angekündigt von Roco, denen man sowas gar nicht mehr zugetraut hätte: ein formneuer Güterwagen zuvor nie realisierten Vorbildes der Epochen 2 bis 4, anscheinend ganz gut ausfallend und mit UVP um die 25 Euro für heutige Verhältnisse schon fast auffallend preiswert.  Das neue Jahr fängt schon mal gut an!

Exact Train: Reden wir mal nicht über Geld

Etwas zu früh hatte ich die diesjährigen Messeneuheiten als für mich uninteressant abgehakt, denn dann kam Exact Train mit der Ankündigung von gleich je nach Zählweise vier bis drölf formneuen Güterwagen, von denen die meisten nicht nur meine Neuheitenwunschlisten seit langem zieren und die ich alle gut gebrauchen könnte.  Zu den bereits bekannten bzw. bekanntermaßen angekündigten Offs 55, Otmm 52 und Gms Oppeln (Gms 30) gesellen sich laut Broschüre: Omm Klagenfurt und Duisburg (Omm 34, 37 und 29), Linz (Omm 32), Villach (Omm 33) und Gm/Gms Bremen der tschechischen Bauart (Gm/Gms 39).

Ansich doch ein Anlaß zur Freude?  Nein, eigentlich wäre das ein Anlaß zur Begeisterung.

Wenn ich nicht schon einen Exact-Train-Offs 55 hätte.  Denn der, so muß ich leider sagen, überzeugt mich so ziemlich gar nicht.

Optisch ist er auf den ersten Blick nicht soo schlecht (sonst hätte ich ja keinen gekauft), aber sowohl die Verarbeitungsqualität (besonders im Bereich Lackierung des Fahrwerks und Montage der Geländer) als auch und vor allem die Konstruktion des Gelenks über der Mittelachse sind für den Preis indiskutabel.  Mehr dazu ein andermal, wenn ich mich mal mit der Verbesserung des letzteren befaßt habe.

Ja.  Und nun kommen die also und kündigen zu recht selbstbewußten Kursen von über 30 (für die Omm) bis über 40 Euro (für die Gms) echte Habenwoll-, nein, eigentlich Habenmuß-Modelle an: Massenwagen nämlich, die in jedem Zug vorkamen damals.  Gut, über Preise soll ich nicht meckern, sagen meine Leser, also ignoriere ich mal die Tatsache, daß ich die paar hundert Euro nicht habe, die ich bräuchte, um meinen Bestand an Frokelvorrats-Oppeln, -Klagenfurt und -Duisburg durch Exact-Train-Modelle zu ersetzen (auch wenn ich nicht glaube, daß ich da ein Einzelschicksal bin), und konzentriere mich auf die Qualität.

Und da bin ich nicht überzeugt davon, daß man da dann so viel weniger dran zu frokeln hätte. Der Offs und auch der (mir nur von Bildern bekannte) Otmm zeigen jedenfalls deutlichen Handlungsbedarf.   Okay, an Omm und Gms gibt es kein Mittelgelenk zu fehlkonstruieren und deutlich weniger Griffstangen schief anzusetzen — aber wenn ich mir die klobigen Rangierertritte, schiefen Bremsbacken, mit sichtbaren Kleberbatzen in zu große Löcher schief eingeklebten Griffstangen und sichtbaren Grate an den Schiebetürlaufschienen der Oppeln- und Nordhausen-Handmuster so ansehe, stimmt mich das nicht gerade optimistisch.  („Aber das sind doch Handmuster!“, werden jetzt manche von Euch sagen.  Ja — aber wenn ich ein Handmuster baue, um es mit dem Slogan von der „Spur-0-Qualität“ groß in Prospekten abzubilden, dann baue ich es doch erst recht sorgfältig zusammen!)

Für den Preis müssen die Modelle mindestens perfekt sein, das war mein Credo, als Brawa mit superdetaillierten Güterwagen älterer Vorbilder anfing.  Brawa seine sind es dann auch geworden, zumindest annähernd; entsprechend finden sich davon inzwischen auch einige in meinen Beständen, trotz meines ständigen Gemeckers über ihre Preise.  (Konsequenz war noch nie meine Stärke.)  Am gleichen Maß wird sich auch Exact-Train messen lassen müssen.

Denn zusammengepfuschte Modelle dieser Vorbilder kann ich auch aus den alten Roco-Duisburg, Klein-Modellbahn-Klagenfurt und -Oppeln und Liliput-Linz und -Villach bauen.  Vielleicht mit etwas mehr Aufwand, aber sicher auch mit mehr Spaß daran — denn wie ich schon beim Gm 39 schrieb: „Irgendwie macht das Verbessern so alter Modelle viel mehr Laune als bei neuen. Denn zum einen kann man nicht viel an Werten zerstören, wenn mal was danebengeht; zum zweiten sind die alten Dinger gröber gemacht, also kann man auch selber mal gröber werden und etwas mehr pfuschen, ohne daß es gleich auffällt; und zum dritten sieht man immer gleich eine gigantische Verbesserung gegenüber vorher.“ Hinzu kommt, daß es zumindest mir mehr Spaß macht, altersbedingte Fehler an Modellen aus meiner Jugend zu korrigieren als (Konstruktions- oder Montage-)Pfusch an Modellen von heute.

Und außerdem spart es Geld.  Auch wenn ich darüber nicht reden soll.  ;-)

Der Messebericht

Ein neues Jahr, eine neue Messe. Wir sind hier zwar bekanntlich alles andere als konsumgläubig, aber herrjeh, man kuckt dann doch immer wieder in die PDFfe, oder? Und wie in jedem Jahr gibt es auch diesmal wieder ein paar hübsche neue Dinge, die der Frokler Interesse wecken.

Wir haben ja über die Jahre, die dieses Blog inzwischen alt ist, schon einige Formate für den Messebericht ausprobiert. Ich weiß nicht, wie es Euch ging, aber ich fand den von 2011 am besten gelungen: jeder notiert halt, was er interessant findet, und alles kommt in dieselbe, alphabetisch nach Herstellern sortierte Liste. Das machen wir, so beschließe ich jetzt einfach mal, dieses Jahr wieder.

Und ich fange an — hoffentlich bleibe ich nicht der einzige, der diesen Artikel mit Bekanntwerden von Neuem (oder von mir Übersehenem oder nicht als berichtenswert Erachtetem) aktualisiert! (Ja, das war ein freundschaftlicher Anstupser für meine geschätzten Mitautoren hier. Schwingt die Tasten, Jungs! :-) )

Es sei noch mal ausdrücklich darauf hingewiesen, daß dieser Bericht weder vollständig noch alleinseligmachend sein soll, sondern nur die (wenigen) Dinge aufzählt, die die Autoren hier wirklich freuen! Ergänzungen bitte gern als Mail oder Kommentar, sie werden wohlwollend geprüft ;-)

A.C.M.E. macht seinem Namen, der ja schon viel länger, als es diese Firma gibt, bekanntlich für „A Company Making Everything“ steht, zunehmend Ehre. Oder vielleicht sollte man eher A.C.A.E. sagen, mit dem zweiten A für „announcing“, denn die Lieferzeiten …  Die beiden bemerkenswerten Neuankündigungen, den DB-Schweröl-Dienstkesselwagen (Nr. 40199) und den EVA-Gaskesselwagen (Nr. 45029 im Zweierset), sollen jedenfalls auch letztes Jahr schon angekündigt gewesen sein. Interessanter fand ich aber eh, was es da inzwischen alles an FS-Satteldachwagen gibt: hölzerne F, wie wir sie von Piko kennen (Nr. 40130), aber auch mit Bremserhaus (Nr. 40140); hölzerne Kühlwagen Hg mit Bremserhaus (Nr. 40071); blecherne Kühlwagen, auch mit kurzem Achsstand und mit Bremserhaus (Nr. 45021 im Dreierset); blecherne Pwg, Entschuldigung, Dm (Nr. 40151) und einen anscheinend aus Blech-F umgebauten Behelfspostwagen UF (Nr. 40121). Sicher, braucht man nicht alles in Deutschland — aber für Satteldachwagen gibts auf dieser Seite ja traditionell eine gewisse Affinität. (ermel)

Artitec leitet aus seinem letztjährig angekündigten, aber noch nicht ausgelieferten SSy 45 nun auch die Nachkriegsserie SSy 55 mit anders geformtem Langträger und neuen Drehgestellen ab, stellt ihm außerdem den dreiachsigen SSym 46 zur Seite und kündigt alles in etlichen Varianten an. Und Ermel ist hin-und-hergerissen zwischen modelloptikbedingtem Ärger und kontostandsbedingter Freude, daß das Material für seinen Panzerzug von Roco und Liliput schon seit Jahrzehnten hier herumliegt … Die gedeckten Güterwagen CHHP und CHKP der NS, Gl-Wagen quasi, sind hübsch, aber anscheinend nicht im EUROP-Park gewesen. Und vom wunderbaren DAF-Lastwagen der 50er und frühen 60er Jahre gibt es gerade mal eine neue Variante — schade, die Ursprungsversion der Baujahre ’50 bis ’54 hatte ich erhofft … na, vielleicht kommt sie ja noch mal. Beim Zubehör ist der deutsche Gelenkwasserkran vielleicht endlich mal ein würdiger Nachfolger des legendären Bochmann & Kochendörfer-Modells. (ermel)

Auhagen ist ja seit der Genesis des Fabrikbaukastens einer der wenigen mit Spannung erwarteten Neuheitenprospekte hier. Und erwartungsgemäß kommen auch die letztes Jahr an der Halbrelief-Lagerhalle zu sehenden Wandteile für Laderampen nun einzeln, in sämtlichen Farb- und Formvarianten; bei genauem Hinsehen scheint allerdings die Rampenhöhe etwas üppig zu sein (danke für den Hinweis, Tobi), einfach so bauen und auf den ebenen Fabrikhof stellen wird da wohl nicht funktionieren. Auf jeden Fall brauchbar sind aber die Wandteile unten ohne und oben mit Fenstern; sie gibt es sowohl mit vollwertigen als auch mit den kleinen, die über dem Rampendach liegen. Bemerkenswert auch die Blechtore, die man einfach davorsetzen kann.
An neuen Gestaltungsteilen ist natürlich das Dampfhammer-Set zu nennen. Aber auch der Gabelstapler und die Schwerlastanhänger wirken schön altertümlich, und die Transportkisten und -rahmen kann man eh immer gebrauchen — schöne Kleinigkeiten mit, auch das sei erwähnt, akzeptabler Preisgestaltung!
Abseits der Fabrik gibt es einen neuen, sehr filigran überdachten Bahnsteig, eine angenehm unauffällige, aber beim zweiten Hinsehen wunderschöne kurze Blechträgerbrücke, mobile Förderbänder und neue Schieferdachplatten.
Insgesamt also mal wieder viel Schönes und Nützliches bei Auhagen. Wieso bin ich dann enttäuscht? Weil erstmals, seit es den Fabrikbaukasten gibt, keine neuen Gebäude auf dieser Basis mit neuen Wandteilen im Prospekt sind. Hoffentlich ist das nicht der Anfang vom Ende des Ausbaus dieser Serie — da könnte man noch so viel Schönes mit machen! (ermel)

Brawa ist, soviel sei verraten, nicht nur alphabetisch, sondern auch programmatisch ;-) durchaus zu recht ganz weit vorn in diesem Bericht, auch wenn drei der Hauptneuheiten mich aus epochalen Gründen kaum bis gar nicht reizen. Dennoch: die Bilder der neuen V 100 taugen schon zur Begeisterung, und mit drehenden Lüfterrädern und einzeln schaltbaren Schlußleuchten zeigt sie auch sinnvollere digitale Gimmicks als ESU mit Kurvenquietschen und Schaltwerksblitz.
Dazu passend gibt es vierachsige Umbauwagen — hoffentlich passen die dann auch zu den 3yg von Fleischmann, dann können wir das Thema auch mal abhaken.
Güterwagen-Formneuheiten gibt es gleich drei. Während der Schiebewandwagen Hbis 299 eher die Freunde der Moderne begeistern wird, sind der fünfständige BTmms 58 und, vor allem, die dazugehörigen Behälter Ekrt 212 und Ddtkr 621 schon eine Versuchung wert, auch wenn der Wagen mir eigentlich zu neu ist. Schade, daß der auf den ersten Seiten des Prospektes zu sehende BTs 30 immer noch nur ein Spur-0-Modell ist, worauf übrigens nicht ich alleine reingefallen bin, gell Steffen :-)
Die dritte Güterwagen-Formneuheit zeigt einmal mehr Brawas Bedeutung als Frokelprojekt-Beeinflusser: der SSlma 44 ist, schon wegen seiner mindestens so netten Unteransicht, schon genauso lange auf unserer To-Do-Liste wie der Smr 35, wird aber wohl nun eher gekauft als gebaut werden; das Fehlen des erwarteten handgebremsten Gms 30 (Oppeln) bei den Brawa-Neuheiten hingegen bedeutet, daß der Umbau von Roco-ex-KMB-Oppeln in Handbremswagen jetzt wohl doch endlich mal ernsthaft angegangen werden muß.
Und, es sei verziehen, noch eine seit Jahren fehlende Variante sei angemerkt: der G 10 in der Version mit zurückgebauter Handbremse, hier erst neulich an Frokelvester Teil 4 zu sehen gewesen, ist und bleibt mehr als überfällig.
Fast hätte ich jetzt die neue Dampflok vergessen: die preußische G 10 (Baureihe 57.10) ist schon eine Versuchung, aber zumindest ich werde wohl doch eher irgendwann [TM] mal meine alte Roco-Lok mit Fleischmann-P8-Kessel weiterbauen …
Trotzdem ein tolles Neuheitenjahr bei Brawa; anscheinend ist man dort, meinem beständigen Gemäkel über stolze Preise und empfindliche Tritte zum Trotze, auf einem guten Weg. Und das ist in einer Zeit der eher durchwachsenen Branchennachrichten ja auch was Schönes. (ermel)

Brekina erfreut mit zwei Nutzfahrzeugen, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Das eine ist relativ neu, sehr klein und war zu seiner Zeit allgegenwärtig: der Renault R4 als Fourgonette, also als kleiner Kastenwagen (Nr. 14700 bis 14702).  Hoffentlich vergeigen sie ihn nicht so wie die Kastenente; aber selbst wenn, gibt es ja nach Tobis Methode neuerdings zwei brauchbare R4-Nasen zum Dranschwarten: eine alte von Wiking und eine neue von Herpa.
Das andere neue Nutzfahrzeug ist dagegen recht alt, ziemlich groß und sehr selten: vom Büssing 12.000 U wurden gerade mal 36 Stück gebaut, und heute existiert noch eines (dieses hier). Trotzdem ein tolles Vorbild; daß das Modell (Nr. 13003) anscheinend zunächst „unverglast“ im 50er-Jahre-Wikingauto-Look angekündigt ist, macht mir keine Bange, da kommt bestimmt auch nochmal ein top-dekoriertes nach. (ermel)
Und, ach ja: Brekina macht den VT 95-Prototyp. Hatte ich nicht mehr auf dem Schirm, als ich den Eintrag schrieb. Nicht meine Gegend. (ermel nach Leserkommentar von Edgar)

Busch hat in seinem eigenen Neuheitenprospekt (falls es denn schon der Messeprospekt ist) außer dem Vertrieb der Automodelle von Oxford Miniatures nix Interessantes, aber unter „Busch Mikroländer“ wird eine wunderschöne Lanz-Dreschmaschine von 1911 angekündigt. „Mikroländer“ ist eine Kooperation von Brekina, Busch, Faller, Preiser und Viessmann, die dieses Jahr gemeinsam Modelle zum Thema Lanz anbieten wollen. Man darf gespannt sein, auch wenn Buschs andere Angebote zum Thema vom steinalten ex-Praliné-DKW-Kastenwagen über ein für Lanz werbendes Segelflugzeug bis zum unvermeidlichen gelaserten Blechschuppen mich jetzt nicht grad vom Hocker reißen (und Viessmanns beleuchteter Kibri-Bulldog auch nicht, weswegen die auch in der Ignorier-Liste verbleiben).
Das war aber tatsächlich nur der Anfang von Buschs Neuheitenprogramm. Hauptneuheit ist eine als Papierfabrik firmierende mehrstöckige Halle mit rundlichen Dächern, deren Stahlfachwerk-Bauweise nicht nur sehr schön ist, sondern auch das Lasercut-typische Eckenproblem geschickt vermeidet. Die Aufzählung der diversen anderen Lasersachen würde den Rahmen dieses Artikels sprengen …
Die letztjährige Minol-Tankstelle kommt dieses Jahr für Wessis als BP (Nr. 1577) — das Grün-Gelb-Weiß mutet recht modern an, „gilt“ aber in dieser Form seit 1950 oder so (und mit dem verwendeten Logo bis ’58). Bemerkenswert, aber im Prospekt arg unauffällig: die Absperrung aus Metallpfosten und -kette (Nr. 1023) verdient sicher eine genauere Betrachtung.
Von den Autos möchte ich nur den Hanomag AL 28 mit Gerätekoffer erwähnen — eins der Standard-Katastrophenschutzautos der Republik und eine nach langer Zeit endlich geschlossene Marktlücke. (ermel)

Exact Train hat ja letztes Jahr schon reichlich Vorschußlorbeeren von uns bekommen für den immer noch nicht ausgelieferten Autotransporter Offs 55. Ich will da auch nicht drängeln, Hauptsache er wird dann auch so gut, wie die bekannten Bilder aussehen! Seitdem sind zwei Ankündigungen hinzugekommen: der Gm Nordhausen der DR (DDR) haut mich jetzt nicht so vom Hocker, gespannt bin ich nur auf seine Bretterfugen — aber der zur Messe angekündigte Otmm 52, das ist der mit dem gekröpften Langträger, ist fast genauso hochwillkommen wie der Offs. Endlich mal ein so richtig epoche-3-iger Neubau-Otmm! Die Otmm 61/64 von Piko und Otmm 70 von Roco sind ja eher versehentlich noch nicht computergenummerte Epoche-4-Wagen ;-)  (ermel)

Faller: Besonders hervorstechend ist für mich die Neuheit Schotterwerk samt den Zubehörbausätzen (Backenbrecher, Verladung…). Zwar selbstbewußte UVP, aber dennoch endlich mal was neues in realistischen Ausmaßen. Die alten Bausätze von Faller & Co. waren da ja doch recht verniedlicht und putzig klein.
Auch sehr schön sind die Hochhäuser / Plattenbauten nach DDR-Vorbild. Kann man meiner Meinung nach auch für Anlagen nach westdeutschem Vorbild verwenden, ggf. mit ein wenig Kitbashing. Sehr schön gelungen. Auch wenn ich selbst dafür bei meinen Planungen keine Verwendung finde, hoffe ich doch bald davon ein paar schöne Umsetzungen zu sehen. :-)
Sehr nett finde ich zudem die Läutewerke. Vielleicht nicht ganz so filigran wie vergleichbare Produkte aus dem Kleinserienbereich, aber auch hier kann man was daraus machen. (erik)
Was mir noch auffiel, war das Gebäude des Klempnermeisters Röhrig. Das Gebäude selbst ist ja schon sehr hübsch, aber die aufwändig bedruckten Wände mit Werbung, andersfarbigen Zier-Ziegeln und hellen Mauerfugen (!) machen richtig was her. Daß Klempnerutensilien, Anbauten etc. fehlen, finde ich verschmerzbar. (ermel)

Fleischmann war letztes Jahr ja enttäuschend: außer dem Jahrzehnte überfällig gewesenen Fahrwerk für den O 10 (Halle) ohne Hand-, aber mit Druckluftbremse fand ich da nix zu bejubeln. Machen wir es kurz: außer dem genauso lange überfällig gewesenen Fahrwerk für den Om 12 (Breslau/Essen) ohne Hand-, aber mit Druckluftbremse geht es mir dieses Jahr genauso, allerdings mit der erweiterten Härte, daß der so bestückte DB-Epoche-3-Om 12 (Nr. 521901) dann nicht mal EUROP-beschriftet ist. Denn genau wegen dieser Version war das Fahrwerk doch besonders überfällig, denn EUROP-Om 12 gab es schließlich nur mit Druckluft- und ohne Handbremse! Andererseits — wer wie ich noch ungebremste Fleischmann-EUROP-Om 12 aus der Sonderserie hat, braucht jetzt nur noch Aufbauten zu tauschen ;-)
Ernsthaft, sonst nix? Ernsthaft. Sonst nix. Zumindest nix, was mich auch nur zögerlich hinter dem Ofen hervorlocken könnte. Seufz. (ermel)

H0fine kündigt nun offiziell die Weichen- und Signalstellhebel an, mit denen sich ein vorbildorientiertes mechanisches Stellwerk bauen läßt — für die, bei denen Vorbildbezug nicht an der Anlagen- oder Modulkante endet. (ermel)

Märklin kommt dieses Jahr weniger knapp weg in diesem Bericht als meist — ich brauche tatsächlich mehrere Absätze! Das liegt hauptsächlich an einem Modell, das nichts mit Eisenbahn zu tun hat: als Insidermodell (Nr. 18970) gibt es ein Set aus zwei Pflug-Lokomobilen und einem Kipp-Pflug. Wem das jetzt nichts sagt: so ne Dampfmaschine ist viel zu schwer zum Übers-Feld-Fahren, also hat man den Pflug am Seil zwischen zwei Dampfmaschinen hin- und hergezogen. Tolles Motiv, wollte ich immer mal bauen. Den Pflug wird man auch immer noch selbst bauen müssen, der ist nämlich trotz solch Bewerbung im Prospekt alles, aber nicht filigran. Die Pfluglokomobile hingegen gabs schon mal als Ladegutmodell, die sind gar nicht mal schlecht. Na mal kucken, was das Set kosten soll, notfalls in ein paar Jahren in der Bucht, wie sonst sollte ich auch an Insider-Modelle kommen :-)
Stichwort Insider: der diesjährige „Jahreswagen“ (Nr. 48164), ein ex-Trix-Länderbahnkesselwagen im Dekor des hannoverschen Mineralölhändlers Bolte, ist, ob authentisch oder nicht, durchaus hübsch, wie ich finde. Danach kann man ruhig mal die Augen offenhalten, wenn es in die Bucht oder in die Gebrauchtramschregale poltert irgendwann.
Der Rest ist schnell abgehakt: 41 Altbau, schön, aber nicht von Mäh. VT 95, schön, aber lieber von GFN. Vielleicht noch etwas Hohn und Spott für uralte, zu kurze Sm 24, beladen mit deutlich zu wenigen Goggo-Transportern mit z.T. offenen Türen (?!) gefällig? Oder für genauso alte Omm 37 mit völlig falschem UIC-Fahrwerk, als SNCB-EUROP-Wagen verkleidet? Oder für neumodische Triebwagen mit LC-Displays zur Darstellung sich öffnender Türen (sieht auf Nachtanlagen bestimmt noch eigenartiger aus als so schon)? Nicht? Okay, ich hör ja schon auf.
Und dann ist da noch das Set 48816, in dem zwei Geh 20 zu finden sind, bayerische Milchwagen der Austauschbauart also. Das Fahrgestell sieht aber arg nach dem altbrauchbaren G-20-Fahrgestell aus — das wäre nicht nur zu grob, sondern auch zu kurz. Man gut, daß ich das Vorbild eh nicht brauche. (ermel)

Makette bringt dieses Jahr dann hoffentlich wirklich mal die Kastenente mit Wellblechmotorhaube und außerdem einen Citroen CX Prestige sowie diverse arg durchgeknallt wirkende, aber vorbildgerechte riesige Nutzfahrzeuge auf Basis der großen Citroen-Limousinen CX und XM. Bei den Güterwagen finde ich nur den (glaubich aber schon bekannten) vierachsigen Kesselwagen der Bauart TP interessant und vielleicht die niedlichen kleinen zweiachsigen Weinkesselwagen. (ermel)

Moebo ist mir eigentlich noch kein Begriff, aber ihre gelaserten Gebäude sehen zumindest auf den Prospektbildern toll aus. Hübsche geziegelte oder verputzte Häuser, jetzt auch mit „abfallendem Putz„, anscheinend auch ohne das Problem der klaffenden Spalte an den Gebäudeecken. Und auch diverse große und kleine Bretterbuden, die man in der Qualität selbstgeschnitzt auch erstmal zustandebringen muß. Und alles wohltuend „normale“ Vorbilder, die in jeder Gegend an jeder Ecke stehen könnten, ohne aufzufallen! Was u.U. einige Arbeit ersparen mag: auf Putz verlegte Stromleitungen als Ätzteile, mit Drehlichtschaltern. Schön. (ermel)

Piko ist ja schon seit Jahren eher für völlig leerdrehende Preisgestaltung bekannt als für tolle Formneuheiten. Da ich mich aber hier nicht aufregen will und auch keine E 41 brauche, sei nur das Dreierset OOru 47 (Nr. 58342) erwähnt: es enthält nämlich außer einem Blechwagen auch zwei Holzwagen mit großem Mitteltürpaar. Diese Variante ist im Gegensatz zum Holzwagen mit drei kleinen Mitteltürpaaren relativ selten geliefert worden, insofern vielleicht trotz Epoche-4-Beschriftung eine Überlegung wert, zumal das Dreierpack weniger kosten soll als ein Ot 03 (!) … und wenn man keinen Bock auf Umbeschriften hat: für immer noch faire 18 Euro gibt es den genannten Holzwagen auch einzeln in Epoche 3 (Nr. 57782).  (ermel)

Preiser macht endlich mal wieder neue Epoche-3-Figuren — zwei Packungen „Reisende“ (Nr. 10662 und 10664). Schön — Herren im Mantel sind ja sonst nicht leicht zu finden. Ebenfalls sehr Epoche 3: der Schuhputzer (Nr. 28184). Auch die Bauarbeiter beim Verputzen (Nr. 10654) gefallen mir gut, und das Zubehörset „Getränkemarkt“ mit Wasser- und Bierkästen (Nr. 17124) ist für jüngere Epochen auch prima — so ne Getränkekiste kann ja fast überall mal rumstehen, da braucht man gar keinen Getränkemarkt zu bauen, um die Packung unterzubringen. Auch Biertischgarnituren (Nr. 24707) sind in 1:87 genauso universell wie in 1:1. Nicht so universell, aber wunderschön: die Landhausmöbel (Nr. 17710). Fein fein — da vermißt man die Autos gar nicht so, aber den Ponton-Mercedes 220 dürft Ihr trotzdem gerne noch mal ausliefern nach all den Jahren! (ermel)

Rivarossi hat ein sehr DR (DDR)-lastiges Neuheitenprogamm.  Als interessant stechen für meine Augen da nur die Eals-Wagen mit den gebuckelten Blechwänden (ähnlich Omm 52) heraus, die es anscheinend schon länger gibt, die aber dieses Jahr neue oder vielmehr alte Drehgestelle der Bauart Niesky erhalten und so schon verdächtig nach Blech-OOru 47 aussehen. Welches Baujahr das nun genau ist bei Rivarossi, wird zu prüfen sein — aber da die Piko-Modelle (s.o.) ja gerade im Drehgestellbereich eher altbacken sind, eröffnen sich hier potentiell sehr nette Frokelmöglichkeiten, zumal der Rivarossi-Eals zumindest bisher auch eher freundlich bepreist zu sein scheint.
Das Drehgestell findet sich auch unter der Güterwagen-Formneuheit wieder: dem Selbstentladewagen OOtu 47 der DR. Interessiert mich jetzt weniger, freut aber die DR-Spezis vermutlich …
Sonst finde ich nur die Dampflok der Baureihe 58 (pr. G 12) erwähnenswert, von der es jetzt auch die vierdomige Variante gibt. Aber immerhin: Trotz der DR-Lastigkeit eins der interessanteren Neuheitenprogramme! (ermel)

Roco ist, wie sein Konzernbruder Fleischmann, einmal mehr enttäuschend. Die 50 mit ÜK-Kessel, ÜK-Führerhaus und Kabinentender (Nr. 62248), meinetwegen, wenn man sich Neulok leisten kann … Die S160 des USTC (Nr. 72150), also eine in Europa eingesetzte amerikanische Kriegslok, ist zwar sehr interessant, aber selbst für mich als Epoche-3a-Fan zu früh weggeschmissen worden beim Vorbild. Und auch nicht günstiger, natürlich.
Bei den Reisezugwagen fiel mir nur der 28er als F-Zug-Wagen (Nr. 64890 und, löblicherweise, mit anderer Wagennummer als 64891) auf, dem man vorbildentsprechend einen im Unterschied zu den D-Zug-Varianten blechverkleideten Langträger spendiert hat. Die bei Fleischmann angekündigten 35er F-Zug-Wagen habe ich dort nicht genannt, weil die diese Formvariante nicht nötig haben, erwähne sie aber dafür hier, weil sie gut zum Roco-28er passen (sollten).
Und bei den Güterwagen? Ein Klagenfurt (DB Omm 34) als grüner SNCB-EUROP-Wagen (Nr. 66868) ist eine Überlegung wert, so er denn wirklich aus der ex-Klein Modellbahn-Form kommt (bei Roco weiß man das ja nie so genau). Und die Wiederauflage des 80er-Jahre-Einfachmodells des Omm 37 (Duisburg) mit Bremserhaus (Nr. 67374) ist grundsätzlich nicht unerfreulich, aber m.E. mit den aufgerufenen knapp 16 Euro, auch wenn das heutzutage lächerlich billig klingt, deutlich zu teuer bezahlt. Alles andere kommt mir beim ersten Durchsehen aus vergangenen Messeberichten bekannt vor.
Insgesamt ist der Prospekt geradezu grotesk lokomotivlastig. Und wenn das so weitergeht, dauert es nicht mehr lange, und ich finde bei Märklin mehr spannende Neuheiten als bei Roco. Wenn mir das vor 10 Jahren einer prophezeit hätte … (ermel)

Tillig wäre fast (und verdientermaßen) unten in der Liste der ignorierten Firmen gelandet, aber auf die Wiederauflage des (3 mm zu langen, aber anderswo nun mal gar nicht realisierten) Vh 14 als DB-Wagen mit Endfeldverstrebungen (Nr. 76621) wollte ich denn doch mal hinweisen. Für diejenigen, die nicht so geizig sind wie ich. :-) (ermel)

Trix ist ja unter Märklin schon weitgehend abgehakt. Bis auf den horizontal außenverbretterten Tnfhs 38 (Nr. 24036), von dem ich nicht so ganz sicher bin, ob das eine Formneuheit ist oder nicht. Eine reizvolle Variante jedenfalls ist es, auch schön in Ep3-Seefische-Beschriftung (oder auch wahlweise in Ep4, Nr. 24035) — aber leider beide nur mit rotem Schlußlicht zu haben. Ach menno. Ist natürlich ne Preisfrage, klar, aber ich vermute mal, ich werd ihn nicht kaufen. Und auch sonst nix von Trix. (ermel)

Veit Modellbau kündigt, bis dato nur mit Vorbildfoto, eine hübsche Gleissperre „Steinbach“ (Nr. 78016) an. (ermel)

VK-Modellbau macht einen weiteren Epoche-3-Bus, den Setra S12, leider (aus meiner Sicht) in der letzten Bauform ab 1965. Außerdem gibt es den vergleichbar „modernen“ MAN-Metrobus jetzt auch als Krauss-Maffei-Version. Fast noch wichtiger: das lobenswerte Angebot an einzelnen Bus- bzw. LKW-Radsätzen wird ausgebaut, und es gibt jetzt auch Trolleybus-Stromabnehmer einzeln. (ermel)

Weinerts „Mein Gleis“ bekommt weitere Weichen, nämlich etwas verkürzte Versionen der Weichen. Es gibt 333 mm lange Weichen mit 8,6° Abzweigwinkel. Die kann man sicherlich insbesondere für Industrie-Anschlüsse brauchen, oder wenn man partout nicht den Platz für die langen Weichen aufbringen kann.
Sehr erfreut bin ich über die jetzt auch einzeln verfügbaren Schotterimitationen zur Abdeckung des Lochs für den Stelldraht unter der Stellschwelle. Nehm ich. ;-)
Auch der „Kleinkram“ bietet ein paar schöne Dinge: z.B. die Brückenlaufstege zum seitlichen Ansetzen. Und ein paar Bauteile, die es bei Weinert schon lange gibt, die aber nie einzeln erhältlich waren, etwa die runden Sanddome für die BR93. Die gibt es auch schon ewig von Reitz, aber Weinert hat sie ja seit über 15 Jahren an der (nicht mehr erhältlichen) 3-domigen 93.5 auch schon lange im Programm. Man ist aufgewacht …
Last but not least für mich das eigentliche Highlight der Weinert-Neuheiten: die bekannten Loklaternen aus Messing-Guss jetzt schon fertig mit Bohrung zum Einsetzen von LEDs. Klasse! Muß man nicht mehr selbst aufbohren. :-) (erik)
Da muß ich noch was ergänzen: zum einen den schon bekannten Büssing-NAG-Kipper, den es jetzt auch mit einem wunderschön filigranen Schneeräumschild gibt, und zum anderen den O&K-Autobagger mit nicht minder filigranem Gitterausleger, der endlich den für Epoche 3a zu modernen, im Modell dank Kibri allgegenwärtigen Fuchs 301 ablösen mag. (ermel)

Wiking ist auch in diesem Jahr mal wieder Doppelentwickungsmeister. Gut, den R4 Fourgonette darf man da nicht mitzählen, gleichzeitige Neuentwicklungen (hier mit Brekina) kommen leider immer mal vor. Auch der Citroen HY „Wellblechlieferwagen“ ist nur eine Fast-Doppelentwicklung, weil Wiking sich zum einen für die eckigen Hinterradkästen der letzten Serie entschieden hat und zum anderen auch einen Verkaufswagen macht. Aber Volvo F88/89 gibt’s doch schon seit Äonen, einst bei Albedo, heute bei RK-Modelle — wenn auch nicht passend zu den alten Wiking-Lastern, weswegen das neue Wiking-„Modell“ denn auch im „angenäherten H0-Maßstab“, also ca. 1:90, kommen wird. Man muß es nicht verstehen.
Gespannt sein darf man auf die neuen Trilex-Felgen für LKW — vielleicht endlich mal vorbildgerechte? Die alten aus den 60er Jahren, die damals schon schlechter waren als ihre einteiligen Vorgänger aus den 50ern, gehen ja gar nicht; schön, daß auch Wiking das mal merkt.
Auch spannend, wenn auch für die Modernfraktion: ein neuer, kippbarer Siloauflieger und ein 30-Fuß-Containerchassis mit neuem Tankcontainer. Sie können ja was bei Wiking, wenn sie dürfen — mal sehen, ob sie bei den neuen Aufliegern dürfen, wie sie können. Die „Silberling“-Messemuster sehen vielversprechend aus. Mal sehen, ob vielleicht auch noch eine passende moderne Zugmaschine kommt — Auswahl gibt’s beim Vorbild ja derzeit genug an Neuheiten. (ermel)

Das war’s wohl — Fortsetzung folgt vermutlich nicht mehr.

Versionsgeschichte dieses Beitrags

  • 16.1.: ermel legt vor mit Brekina, Exact Train, Märklin, Piko und Trix.
  • 16.1.: ermel ergänzt Fleischmann und Roco.
  • 18.1.: ermel hatte den Brekina-VT 95 vergessen.
  • 20.1.: ermel ergänzt Rivarossi (und fixt einen Typo bei Piko). Außerdem mehr Fettdruck.
  • 24.1.: ermel ergänzt Brawa (und zwar selber, trotz eines fertig zugesendeten Abschnitts von Steffen — sorry, aber ich hatte meinen Beitrag schon halbfertig, als Deine Mail kam)
  • 24.1.: ermel ergänzt Tillig.
  • 24.1.: Busch in die Ignorier-Liste zu tun war verfrüht, findet ermel.
  • 2.2.: erik ergänzt noch Faller und Weinert.
  • 8.2.: Endspurt von ermel: A.C.M.E., Artitec, Auhagen, der Rest von Busch, eine Ergänzung zu Faller, H0fine, Makette, Moebo, Preiser, Veit, VK-Modellbau, noch eine Ergänzung zu Weinert und Wiking.

Ignoriert, weil (bisher) niemand von den Autoren Begeisterung verspürte angesichts ihrer Neuheiten, haben wir in diesem Bericht folgende Hersteller: Busch hat nachgelegt, Jägerndorfer, Herpa, Hobbytrain, Kato, Kibri, Lemke, Lenz, L.S. Models, Mehano, MTH, Noch, PMT, Siku, Viessmann, Vitrains.

Jeder nur einen Wunsch

Wünsche hat man immer viele. Obwohl eine Wunschliste eigentlich ein arges Saure-Gurken-Thema ist, will ich aber trotzdem auch mal eine veröffentlichen. (Wobei ich gar nicht weiß, ob von den geschätzten Herstellern hier einer mitliest. Aber was soll’s.)

Allerdings werde ich mich bescheiden: jeder Hersteller bekommt von mir nur einen einzigen Wunsch. Auch wenn’s mitunter schwerfällt.

Ergänzung: In kursiver Schrift wird die Nicht-Erfüllung der Wünsche kundgetan, sobald sie bekannt wird. Die (seltene) Erfüllung zusätzlich im Fettdruck. Auch wenn sie von einem anderen als dem Adressaten erfüllt werden allerdings ;-)

Beginnen wir also, in alphabetischer Reihenfolge:

Auhagen. Das ist einfach: Euer Fabrikbaukasten ist geil, mehr davon! Am liebsten hätte ich mal was mit mehr als zwei Stockwerken; klar kann man das auch selber sägen, aber Fertigteile wären halt eleganter. Stattdessen kommen Teile für einstöckige Bauten und Anbauten. Auch fein.

Brawa. Ihr seid mir zu teuer, das habe ich mehrfach beklagt hier, deswegen werde ich mir von Euch ganz sicher keine Massenwagen wünschen. Sondern einen relativen Exoten, an dem Ihr Euch detaillierungsmäßig nach Herzenslust austoben könnt: den Otmm 52. Okay, ein vierachsiger Uerdinger Kesselwagen ist auch nicht schlecht. Allemal interessanter als der Oppeln ohne Handbremse und der Glt 23 — hab ich beides schon, brauch ich nicht von Brawa …

Brekina. Mein Lieblingsmodellautolieferant hat mich in all den Jahren nur selten enttäuscht. Eine dieser Enttäuschungen sähe ich gern wiedergutgemacht. Ihr habt auch schon die Formen für fast alle Teile davon herumliegen: Bodengruppe, Räder, Stoßstangen (in zwei Varianten) und Inneneinrichtung nämlich. Fehlt nur noch ne Karosserie (bitte ohne die Fehler, die die ’65er Karosserie hat, die Ihr bisher mit den oben genannten Teilen verbaut) und ne Verglasung, fertig ist der Ovalkäfer. Wenn Ihr Hilfe braucht, ich stehe gern zur Verfügung! Der Wunsch wird wohl ein frommer bleiben …

Dreika. Euer Goliath Express ist ja schon rattengeil, danke dafür! Und Ihr braucht sicherlich nicht mich, um auf die Idee zu kommen, einen Dreiradlieferwagen folgen zu lassen. Logischerweise, da es den Tempo schon bei Epoche gibt, auch einen Goliath: den GD 750, das nüchterne Vorläufermodell von Wikings niedlichem Goli. Tja, und statt bei Dreika kommt der GD 750 nun eben bei NPE, und als Zugabe dann auch noch gleich die Kastenwagen-Variante des Goli. Die (stolzen) Preise bewegen sich ebenfalls etwa auf Dreika-Niveau, aber sei’s drum, Epoche 3a ist bei Autos eben ein Nischenprodukt — wenn die Qualität stimmt, zahl ich das gern. Hier geht’s zum NPE-Katalog-PDF (Vorsicht: 80 Megabyte!)

Faller. Ihr habt da doch diesen Pola-Formenfundus. Nutzt ihn bitte noch etwas intensiver als bisher, danke.

Fleischmann. Ja, Ihr seid wohl nur noch ne Filiale von Roco, ich weiß. Sei’s drum, deswegen wünsch ich mir von Euch auch nur ne Variante: den Pwg 14 in der typischen DB-Version mit schrägen Streben beidseits der Tür, von der Türoberkante zu den Pufferbohlen abfallend. Ja, ich weiß, Euer DB-Pwg 14 ist nicht falsch, aber er ist eben auch nicht typisch. Gönnt Euch ne weitere Formvariante! Oh, und weil eine Variante, wie ich soeben beschlossen habe, nur ein halber Wunsch ist, wäre die andere Hälfte ein Om 12 der 2. Bauserie, optisch fast ein Om 21. Stirnwände, Fahrwerk und Bremserhaus habt Ihr ja schon, fehlen nur die Wagenkastenseitenwände. Kann doch nicht so schwer sein. Ist es anscheinend aber; stattdessen kommt der halbherzig überarbeitete G 10 nun auch in der Regelausführung mit 2 Lade-/Lüftungsöffnungen je Seite (also noch überflüssiger als der mit derer vier, erst recht ohne Endfeldverstrebungen) und, dies allerdings erfreulich: der O 10 (Halle) in der Version mit Druckluft-, aber ohne Handbremse. Hoffentlich kommt das Om 12-etc.-Fahrwerk auch bald mal in dieser häufigsten Ausführung!

Herpa. Auch wenn ich mit meinen Wünschen sonst in früheren Zeiten fest verortet bin: Von Euch, es tut mir leid, wünsch ich mir ganz bestimmt keinen Old- oder Youngtimer. Dazu habt Ihr in letzter Zeit viel zu viele davon in den Sand gesetzt. Also ein brandaktuelles Vorbild? Nix leichter als das: den neuen DAF XF bitte. Aber mit korrektem Achsstand bei der Zugmaschine — glaubt bloß nicht, ich hätte Eure verkürzten Krüppel-DAFs nicht bemerkt. (Gekauft habe ich sie trotzdem, klar. Man hat ja nie genug Umfrokelprojekte.) Bis jetzt ist er nicht angekündigt, aber das Jahr ist ja noch jung.

Kibri. Euch hab ich lange ignoriert , zugegeben, und seit der Farben-AG seligen Angedenkens habt Ihr auch kein Gebäudemodell gebracht, das mir in irgendeiner Weise aufgefallen wäre (aber immerhin, das sei Euch zugestanden, auch nicht negativ — im Gegensatz zu manch anderem Häuslebauer, der seinen Namen in dieser Liste darum auch vergeblich suchen wird). Aber neulich hab ich mal einen Lastwagen-Bausatz von Euch gekauft: den Mercedes L 6600 Kipper. Dessen ausführliche Besabberung kommt noch, aber hier nur soviel: in der Richtung dürft Ihr gerne mehr machen, ob mit zugekauften Kabinen wie dort oder auch ganz alleine. Nix war’s. Naja. *abhak*

Liliput. Bei Euch gab’s ja schon interessante Modelle zu interessanten Preisen in letzter Zeit, nur Bretterfugen sollte mein Wunschvorbild für Euch besser keine haben. Da hätt ich was: den einzigen für Epoche 3 fehlenden Doppelstock-Autotransporter, den Off 55, den hätt ich gerne von Euch. Für die Ovalkäfer von Brekina. ;-) Der Offs 55 kommt tatsächlich, aber nicht von Liliput, sondern von Exact Train. Nuja, wenn er taugt, soll’s mir egal sein, von wem er kommt, auch wenn er von Liliput sicher etwas günstiger geworden wäre — aber wohl auch etwas weniger gut. Liliput hat nix Neues angekündigt, aber die BTms 55 sollen dann 2014 endlich kommen, das wär ja auch schon mal schön.

Makette. Euer erstes Großserien-Automodell ist noch gar nicht da, und ich wünsch mir schon das nächste? Sei’s drum: Der Citroen BX ist es, und nicht nur, weil ich mittlerweile zwei von diesen wunderbaren Autos in 1:1 mein Eigen nenne. Aber, es sei zugegeben: Auch deswegen. Macht die Serie 2, allein schon um Euch von Miber, die dereinst die Serie 1 gemacht haben, abzusetzen. GTi-Front- und -Heckspoiler als Anklebteil dazu, schon sind etliche Varianten möglich … was Citroen damals konnte, könnt Ihr heute auch! Gut Ding will Weile haben.

Märklin/Trix. Hmmm. Schwierig. Ihr habt ja den einen oder anderen brauchbaren Wagen gebaut, aber von Euch ne Neuentwicklung? Fällt mir spontan nix ein, daher ein Variantenwunsch: Handbremsversionen vom Glr 22/Glt 23, R 20 und Tnohs 39. Ja, das ist nur ein Wunsch, denn das ist nur ein Fahrwerk :-) War nix. War klar. Stattdessen kommt aber auch sonst nix. War nicht ganz so klar.

Neo. Von Euch hab ich bis jetzt nur den Citroen CX gekauft, es sei zu meiner Schande gestanden. Aber darf ich mir trotzdem was wünschen? Klar darf ich, ist ja mein Blog hier. Einen VW-Rometsch Modell Beeskow, den hätt ich gerne von Euch. Kein Modell, das man unbedingt braucht, aber genauso luxuriös wie damals dieses Vorbild sind ja auch heute Eure Modelle, das paßt also ganz gut, finde ich. Angeblich steigt Neo aus dem H0-Markt aus — schade wär’s!

Piko. Hm. Naja. Die Güterwagen sind teuer oder Mist, und das ist nicht mal ein exklusives „oder“ … aber wenn Ihr Eure 26,4-m-Wagen der ersten Serie, die Ihr in Epoche 4a ja neulich ausgeliefert habt, mal in Epoche 3a brächtet, könnten wir ins Geschäft kommen. Sonst schafft Ihr das immer nur bei Ramschaktionen, ist doch eigentlich schade, oder? Sie kommen neu in ozeanblau/beige, was ich auch einsehe — darauf warten sicher mehr Leute als auf Epoche 3a.

Preiser. Ihr habt abseits Eures ohnehin unübertroffenen Figurenprogramms auch noch andere geniale Sachen gemacht — Eure Kataloge lagen immer auf meinem Nachttisch. Besonders klasse fand ich, wen wundert’s, immer Euer Last- und Feuerwehrwagenprogramm — macht doch bitte mal wieder mehr in der Richtung! Aus Eurem Formenfundus könnt man bis zum Jüngsten Tag mit wenig Neuentwicklungs-Aufwand klasse Modelle variieren. Macht doch mal. Ein neues Feuerwehrfahrzeug auf Magirus-Haubenwagen soll es geben, immerhin. Und die Magirus-Viererclub-Feuerwehren aus der Epoche 4, in Kooperation mit Rietze. Hoffentlich ist das der Anfang eines Comebacks … und wo bleibt eigentlich der Ponton-Mercedes 220 S?

RailTop. Das geht schnell: den „Zickzack-Schlafwagen“  WLB4üe-50 in der Ursprungsausführung mit Faltenbälgen und Görlitzer Drehgestellen habt Ihr ja schon mal angekündigt. Bitte macht den wirklich mal!

Rietze. Wo wir gerade bei roten Lastern mit blauen Lampen waren: Eure Feuerwehrwagen auf Mercedes MK’88/’94 als LF und TLF sind mein Highlight der letzten Zeit, macht doch mit denen bitte mal weiter. Ne Drehleiter vielleicht? Was ich auch geil fände, wäre sowas in neutraler Farbgebung, einfach RAL 3000 und gut. Stattdessen fängt Rietze, auch nicht schlecht, die nächste Serie 80er-Jahre-Feuerwehrautos an: Magirus-Viererclub-Fahrzeuge! Ich bin dabei. Nicht daß das Durchgestrichene nicht mehr gälte, aber den bei Mo87 aufgekommenen Wunsch nach einem Ford Transit FT 130, das ist die zweite Generation in der schweren Version mit Zwillingsbereifung und vorspringender Schnauze (der gelbe in diesem Bild) find ich so geil, daß ich mich da spontan angeschlossen habe. Rietze fragt ja sogar nach Wünschen derzeit — also Feuer!

Rivarossi. Eure UIC-Gs waren ja nett, wenn auch für mich zu neu. Wollt Ihr vielleicht auch mal ein älteres Vorbild machen in der Qualität und Preisregion? Wie wärs mit dem Vh 14? Das ist der meistgebaute Alt-Viehwagen, und bestimmt auch in ganz Europa verstreut gewesen nach den beiden Kriegen, die er miterlebt hat — und außer einem zu langen, etwas unbeholfenen und kaum zu bekommenen Sachsenmodelle/Tillig-Modell und einem Uralt-Gußklotz von Trix hat den auch noch keiner gemacht seltsamerweise. Und wenn der ein Erfolg wird, könnt Ihr ja gleich Achshalter und Bremserhaus weiternutzen und einen bezahlbaren G 10 … nein, ich red nicht weiter, ich darf ja nur einen Wunsch. Also: Vh 14 bitte, über alles andere reden wir dann später ;-) Stattdessen kommen gar keine neuen Güterwagen.

Roco. Hier fielen mir tausend (naja, nee, aber bestimmt ein Dutzend) Sachen ein, die Ihr als Varianten vorhandener Formen mal machen könntet. Wenn ich aber nur einen Wunsch äußern darf, dann ist es der nach einem Omm 37. Hattet Ihr schon mal, ich weiß, aber bitte laßt für den neuen den Konstrukteur ran, der Euch auch diese wunderbaren und preiswerten Gmhs 35 (Bremen), Tombereaux und SBB K3 gemacht hat! Und bitte mit und ohne Bremserhaus. Pfeift auf die KMB-Formen, die Ihr ja auch im Fundus habt — Omm 37 hatten eh andere Kastensäulen als Omm 34, das wäre also nicht mal ne wirkliche Doppelentwicklung. Aber wenn das Omm-37-Bremserhaus auch an den Omm 34 passen tät, wär ich sicher nicht böse deswegen. Roco enttäuscht mich dieses Jahr maßlos: außer KMB-Wiederauflagen gibt es nichts, wirklich gar nichts Interessantes. Halt, doch, Epoche-3a-Reisezugwagen — leider ausgerechnet die Eilzugwagen mit den zu kleinen Fenstern. Falscher Alarm also.

Starmada. Ja, das ist gemogelt, Ihr gehört zu Brekina, ich weiß. Aber ich hab da trotzdem einen Mercedes-Modellwunsch, den ich loswerden wollte: die mittlere Gewichtsklasse der kubischen Mercedes-Lastwagen! Wiking seiner ist gar nicht so schlecht, aber halt wie damals dort üblich in 1:90, und seitdem ist Funkstille. Jedes Jahr zwei Varianten, und Ihr habt auch 2050 noch zu tun … von Formvarianten wie dem Möbelwagen mal ganz zu schweigen. Bis jetzt ist noch nichts Neues von Starmada in Sicht … mal sehen, wie es da weitergeht.

VK-Modelle. Eure Oldtimerbusse — MAN Metrobus und Büssing-Ludewig Senator Anderthalbdecker — sind so ziemlich das Geilste, was mir je an Modellbussen begegnet ist. Der kommende Mercedes-Vettel O317 Gelenkbus wird dem sicher nicht nachstehen. Da gibt es selbstredend gefühlt tausend Vorbilder, die man in der Qualität auch gerne hätte. Aber ich darf ja nur eines, und dieses eine ist der Büssing BS 110, der direkte Vorläufer des VÖV-1-Standardbusses bei Büssing. Das kantige Urviech hat einfach was. Aber über einen Eindecker auf Basis des Senator … nein, halt, stop: Jeder nur einen Wunsch! :-) Der Vettel kommt wohl nicht, was verständlich ist — der Markt ist halt doch arg klein. Sonst kommt auch kein neuer älterer Bus, aber immerhin Formvarianten des Büssing und — fast genauso klasse — die wunderbaren Räder von Büssing und MAN auch einzeln! *freu*

Weinert. Rolf, mach einfach weiter mit Deinem „Mein Gleis“. Abseits von diesem vermögt Ihr mich schon immer mit netten Kleinigkeiten zu überraschen; damit dürft Ihr natürlich auch gerne weitermachen. Machen sie auch. Mit dem Gleis geht’s langsamer voran als erhofft, aber naja, ich will nicht meckern. Bis ich mal eine DKW brauche, gibt es die hoffentlich trotzdem :-)

Wiking. Gesunde Hausmannskost darf man von Euch erwarten, so richtig verkackt habt Ihr eigentlich nur Volkswagen in letzter Zeit. Daher wünsch ich mir von Euch mal lieber keinen solchen, sondern ein Modell, das Ihr erstaunlicherweise zumindest in verglaster Version nie im Programm hattet: den Mercedes 170 V. Vorkriegs- bzw. frühe Nachkriegsversion, bitte. Wenn Ihr das macht (und nicht versemmelt), nehm ich schon mal 10. (Brekina, nicht neidisch werden: wenn Ihr den Ovalkäfer macht, nehm ich 200.) Wiking hat zur Messe drei Modelle nach älterem Vorbild angekündigt: BMW 02, Renault R4 und VW T3 Doppelkabine. Das ist eine Doppelentwicklungsquote von 100% — Gratulation nach Lüdenscheid, Ihr mausert Euch zum Märklin der Modellautobauer :-(

So. Und wem dreh ich jetzt den Oppeln mit Bremserhaus an? Und den Mexicokäfer? Den K 25? Und die VW-T2-Doppelkabine? Naja, ich wollt ja noch ein paar Jahre Froklerblog schreiben. Man muß ja nicht alles auf einmal haben :-)

Und wieso ist da keine einzige Lok dabei? Ganz einfach: weil es Lok-Wunschlisten nun wirklich mehr als genug gibt in den einschlägigen Foren, und weil mir da eigentlich auch nix Konkretes wirklich fehlt. Was nicht heißt, daß ich einer OHE-Mak 1200D widerstehen könnte, wenn sie denn einer brächte.