Verstärkung!

Eins der größeren Probleme beim Umbau von Güterwagen ist ja, an passende Profilchen für die Kastensäulen und Verstärkungsstreben zu kommen.  Doch Glückes Geschick, tirili, da gibts jetzt was vom AW Lingen:

Packungsinhalt AW Lingen #300 und #301

U- und L-Profile in mehreren Breiten als Neusilber-Ätzblech!  Schon seit längerer Zeit die Variante mit den Nieten/Schraubköpfen, wo auch ein paar Knotenbleche und faltbare Ecksäulen beiliegen, und jetzt ganz neu auch ohne Nieten, wie man sie für Endfeldverstärkungen braucht.  Es gibt zwar auch schon seit längerem fertige Endfeldverstärkungen …

Endfeldverstrebungen für G 10 (AW Lingen #302) an einem Märklin-G 10

…, aber die passen halt nicht überall.  Nun kann man sich also für jeden Wagen was Passendes frokeln — und natürlich auch preußische Pwg damit aussteifen:

Seitenwandstützen geschweißt (AW Lingen #300) probeweise aufgelegt auf einen Brawa-Pwg pr 14

Und wir erkennen: die Dinger sind, im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten gefrästen Profilen, endlich mal richtig filigran und passen gut zu aktuellen Spitzenmodellen.  Für den Märklinwagen im zweiten Bild sind sie beinahe ein bißchen zu fein, aber dafür kann ja keiner was außer Märklin ;-)  Ich jedenfalls bin begeistert.

Auf der Website des AW Lingen gibt’s die Dinger bei Entstehen dieses Artikels noch nicht, aber wohl demnächst beim Wagenwerk, genau wie diverse andere schöne Sachen, die ich hier auch weiterhin in loser Folge vorstellen werde — auch fertig verbaut dann natürlich irgendwann™.  Und nein, das ist keine bezahlte Promotion, sondern pure Begeisterung für die Produkte, auch wenn ich im Interesse der Transparenz eine gegenseitige Sympathie mit ihrem Produzenten nicht verschweigen möchte.

Pwg 14: Die Brawa-Bremsen-Bastelei

Wie in der Modellkritik zum Pwg pr 14 von Brawa und GFN auf der Hauptseite bereits erwähnt, haben beide Hersteller die Kunze-Knorr-Güterzugbremse (Kkgbr) an die falsche Stelle am Wagenboden gesetzt.  Da ich nun auch stolzer Besitzer eines Brawa-Modells mit Kkgbr bin, nämlich von diesem hier:

Brawa Pwg pr 14 mit „A-Streben“, elektrischer Beleuchtung und (falsch angeordneter) Kkgbr für die Epoche 3b

…, habe ich das bei dem natürlich gleich mal gefixt.  Was dabei zu beachten ist, steht in der Modellkritik im neuen Anhang „Versetzen der Kkgbr“ — und mehr Bilder zum DB-verstrebten Pwg sind im vorhergehenden Anhang „Varianten der vorgestellten Modelle“ zu finden.

Zum Vergleich: oben mit falsch, unten mit richtig angeordneter Kkgbr.

Viel Spaß bei dieser kleinen Frokelei!

Pwg 14: Modellkritik GFN vs. Brawa

Schon wieder ein Update der Modellbahnfrokler-Hauptseite?  Nicht daß das zur Gewohnheit wird! ;-)

Pwg pr 14 von Fleischmann (links) und Brawa in Epoche 3a, von der Packmeisterseite gesehen

„Nur“ eine Modellkritik der preußischen Güterzugpackwagen von Fleischmann (GFN) und Brawa in meiner Lieblingsepoche 3a (die auch schon einige Zeit in der Mache war)?  Mitnichten: Wie das öfter so kommt, mußte ich natürlich auch gleich wieder mit Frokeltips und Links zu weiterführenden Seiten um mich werfen.  Und weil hier die Beschaffung weiterer Brawa-Pwg ansteht und ich deswegen sowieso am Varianten-Googlen war, habe ich auch gleich noch eine Tabelle sämtlicher bis dato gelieferter Brawa-Modelle dazugepackt.

Viel Spaß damit, und allfällige Korrekturen und Ergänzungen natürlich wie immer gern zu mir!

Dasselbe wie oben, nur von der Zugführerseite

Meine Neuheit des Jahres

Bißchen verfrüht am 12. Januar?  Kann schon sein, aber es müßte schon echt eine Sensation folgen, um Rocos Haupt-Güterwagenneuheit aus meiner Sicht diesen Titel noch abzulaufen:

Roco bringt den Pwgs 41!

Was habe ich darauf gewartet.  Seit Stefan Carstens in der Miba-Serie „Güterwagen auf Maß gebracht“ seinen Selbstbau vorgestellt hat (Hefte 6 und 7/1983), wollte ich so ein Ding haben.  Da war ich 13!  Und der Bastelbogen dafür war eine der ersten Modellbahnfrokler-Seiten überhaupt (hat den eigentlich mal irgendwer gebaut?).  Das Märklin-Modell erfüllte mich leider nur anfangs mit Enthusiasmus, bis ich den Fehler bei der Fenstergröße bemerkt hatte.  Um einen Umbau hab ich mich aber jetzt endlich lange genug gedrückt und muß auch kein dreistelliges Geld mehr für den Weinert-Bausatz ausgeben.

Nun also endlich Roco.  Und die CAD-Vorschauen sehen gut aus!  Besonders freut mich die in drei Positionen (geschlossen, halboffen, offen) einsetzbare Schiebetür, denn gerade durch die innenliegenden Schiebetüren sieht der Wagen mit geöffneten Türen sehr interessant aus — beim Märklin-Modell die Schiebetür aus dem dicken Gehäuse zu flexen hab ich trotzdem nie auch nur ernsthaft erwogen.  Auch daß gleich Modelle mit und ohne Dachkanzel kommen (wenn auch ersteres nur in einer Zugpackung), finde ich gut, ebenso wie ich den österreichischen Modellbahnern die ÖBB-Umbauversion von Herzen gönne.  Ich hoffe aber, daß das Blechdach mit Falzen der CAD-Vorschaubilder auf die DB-/DR-Versionen ein Artefakt der ÖBB-Version ist und an den fertigen Modellen verschwunden sein wird!

Schade, daß erstmal keine Epoche-3-Version und vermutlich auch keine in Flaschengrün zum einfachen Umbeschriften kommen wird, aber das wird hoffentlich ja folgen — genau wie ich mich über künftige Varianten mit dem zusätzlichen Seitenfenster am Nicht-Einstiegs-Ende und ggf. der für einen Güterzug-Packwagen wunderbar grotesken Stromlinienkanzel sehr freuen würde.

Aber ich will mal nicht unverschämt sein und freu mich erstmal auch so bärig auf meine Neuheit des Jahres!

Pwg 14: Der Blick ins Innere

Der Brawa Pwg pr 14 ist ja nun schon ein Weilchen ausgeliefert und von außen auch erwartungsgemäß geworden, also sehr fein (selbst die Bretterfugen sind nicht so schlimm wie befürchtet).  Da erzähl ich Euch nix Neues — aber Mitfrokler Timo hat seinen mal zerlegt, und der Blick ins Innere ist dann doch mal einen Beitrag wert.

brawa-innen-vrZunächst ein Blick auf den Platz des Packmeisters.  Leicht vereinfacht, natürlich, man will den Inneneinrichtungs-Spritzling ja in einem Stück aus der Form bekommen — aber hier ist schon viel mehr nachgebildet, als man durch die klaren, aber kleinen Fenster sehen kann.  Klar, der unförmige Klumpen rechts sollte ein Regal mit Schreibplatte sein, wie man auf dieser Zeichnung im immer noch legendären EMB-Artikel zum Pwg 14 erkennen kann, aber für Großserie ist das schon super.

brawa-innen-olEigentlich noch cooler: das Sofa des Zugführers.  Hach, wer würde nicht den Sitzplatz im Doppelstockwagen eintauschen?  Aber ich schweife ab.  Auch hier ist der Regal-und-Schreibplatten-Klotz nur grob angedeutet, aber ein bißchen Farbe sollte das hinreichend zu tarnen helfen.  Freilich reizt die entsprechende Zeichnung aus dem EMB auch hier zum Feiner-Machen, und wenn man die Kiste beleuchten tät, könnt man davon im genau richtigen Winkel vielleicht auch was sehen … na mal kucken, ob mich da der Hafer stechen wird.

Hübsch auch der immerhin als solcher erkennbare Ofen im Packraum, wo auch Tisch, Bänke und Werkzeugablage angedeutet sind — hier ist wieder die Zeichnung dazu.  Der Wagenboden liegt allerdings etwas hoch — macht nix, da die Schiebetüren leider eh nicht zu öffnen sind.

brawa-innen-glasDie Verglasung ist etwas unorthodox nicht unterm Dach, sondern unter dem Wagenboden zusammengespritzt.  Das eröffnet freilich die Chance, die Dachteile (ja, es sind zwei) abnehmbar zu machen (gehalten z.B. mit Neodym-Magnetchen), wenn man sich von EMB angespornt so sehr detailverzettelt hat (vielleicht mit einer Bremskurbel neben dem Sofa?), daß man es nicht übers Herz bringt, das alles zu verstecken.

brawa-innen-rDer Blick von der anderen Seite offenbart eigentlich nur, daß die Toiletteneinrichtung fehlt (macht nix, reinkucken kann man eh nicht).  Lustig finde ich aber das Klofenster — weiß hinterlegt, mit aufgedruckter Strebe, aber auch eingebuchtet, um der darüber verlaufenden schrägen Kastenstrebe Platz zu verschaffen.  Eigenartig, dafür eine andere Verglasungsform zu bauen, aber bei zusammengebautem Modell kein Problem.

Einen Wermutstropfen gibt’s allerdings auch: Timo berichtet, die Inneneinrichtung lasse sich kaum lackieren.  Es sei also angeraten, sie vor dem Lackieren gründlich zu entfetten und anzuschleifen; ich werde diesen Artikel ergänzen, wenn er, ich oder ein anderer Leser es geschafft haben, da haltbar Farbe aufzutragen.  Und welche Farben so?  Das kann man sich hier abkucken (vom Hübner-Modell in Spur 1).

Nuja.  Man hat ja noch nicht genug Projekte.

Pwgi pr 98c und Pwg pr 99a von Brawa

Da stehen sie endlich im harten Licht der Rendsburger Morgensonne:

pwg-pwgi-brawa

Links der Pwg pr 99a.  Brawa schreibt auf der Verpackung „Pwgi pr 99“ — über das „a“ können wir gerne streiten, das Modell entspricht weder der einen noch der anderen Zeichnung so ganz, aber ein Pwgi ist das nicht, dafür fehlt ihm der Übergang an der Stirnseite …

pwg-pwgi-brawa-fronten… den der ältere Kamerad, m.E. am ehesten ein Pwgi pr 98c, deutlich sichtbar hat.  Aber eigentlich ist es mir auch ziemlich egal, welche Typen das genau sind oder ob und wenn ja in wie hohen einstelligen Stückzahlen die Dinger 1955 bei der DB noch liefen.  Denn sie sind nun mal zum Sterben schöne Modelle, und — der Lohn der Geduldigen — am Wochenende sind sie mir endlich mal zu einem wirklich günstigen Preis zugelaufen.

Beschriftungen gelb machen und ne große Kelle Alterung, fertich. Herrlich.

pwgi-brawa

pwg-brawaHach.

Pwg 14: Der Stand der Dinge

Noch so eine Dauerbaustelle sind ja bekanntlich meine Pwg 14, neulich versehentlich schon als fertig vermeldet. War natürlich Quatsch — Beschriftungen dran heißt nicht fertig. Da ist aber auch mal wieder ein bißchen was passiert, das ich Euch zeigen will. Nämlich die beiden Formen von Signalhalter:

pwg14-signalhalter

Links die „moderne“ Form (Ätzteile von H0fine), rechts die ältere (Gußteile von Weinert). Wobei die ältere auf den meisten Bildern aber nicht wie bei meinem Wagen U-, sondern S-förmig gebogen ist, also oben nicht wieder zum Wagendach hin, sondern davon weg. Das war mir beim Bauen kurz entfallen, aber jetzt bleibt es so.

Und als Zugabe noch drei Porträts (der Plural klingt komisch, aber ich hab nachgeschlagen, der stimmt so) der Wagen im aktuellen, nicht ganz (aber fast) fertigen Zustand. Sorry für die mäßigen Bilder — ich muß wirklich mal wieder eine richtige Kamera in Betrieb nehmen und nicht immer nur mit der Ach-reicht-doch-Hosentaschenknipse rumstümpern. Merke: Megapixel sind nicht gleich Megapixel …

pwg14-sstrebe-1401

Das ist der mit den ausgetauschten Seitenwandsegmenten, um die Verstrebung DB-typischer zu machen. Hier geht’s zum Blogartikel von damals.

pwg14-wtuer-1401

Dieser basiert auf dem Fleischmann-Epoche-2-Modell und hat Weinert-Türen und als Besonderheit nur teilweise „zurückgebaute“ Laufbretter und dazugehörige Griffe. Klar, gibt’s auch schon einen Blogeintrag zu. Der dort gezeigte Pwg mit Weinert-Wagenkasten und Fleischmann-Türen ist nicht aufgehoben, nur aufgeschoben — Beschriftungssätze sind schon bestellt. Auch für den hier:

pwg14-ori-1401

Dieser, ebenfalls mit dem Epoche-2-Modell als Basis, ist eigentlich auch immer noch eins: fast komplett im Ursprungszustand. Ich habe „nur“ alle Griffe freistehend gemacht. Auch dazu gibt’s einen älteren Blogeintrag. Wird aber, versteht sich, natürlich auch Epoche 3a.

Wie gesagt, fertig sind die so noch nicht. Die grauen Stellen sind übrigens Grundierung, denn Metall einfach so überzulackieren hält ja bekanntlich nicht. Ich verwende neuerdings Humbrol Nr. 1 als Grundierung, die hält erstaunlich gut, finde ich. (Der Tip ist von Tobias — ich wäre nie drauf gekommen, daß das Humbroldöschen mit der Nummer 1 Grundierung enthält und nicht einfach nur matten hellgrauen Lack. :-) )

Nochmal Märklin Pwgs 41

So, mit Hilfe der „Community“ ;-) ist jetzt glaube ich der Kenntnisstand zum Märklin-Pwgs 41 ausreichend, um ein Fazit zu ziehen.

Hier zunächst nochmal ein Vergleichsbild aus Bildausschnitten:

trix-pwgs41-vergleich-3

Von links: Aktuelle Zeichnung von Stefan Carstens (mit freundlicher Genehmigung übernommen aus „Güterwagen, Band 6„); Vorbildfoto von Michael O. (mit freundlicher Genehmigung); Märklin-Werksfoto; Zeichnung von Frank Wieduwilt 2000 bei Modellbahnfrokler;  Merkbuchzeichnung von 1948.

Auch wenn Bildvergleiche nicht 100% passen können, so zeigt dieser doch: Bei Märklin sitzt die Deckleiste zu hoch, dadurch sind die Fenster zu klein.  Man achte einfach mal darauf, wie groß der obere Teil mit dem Fenster in Relation zum unteren ohne Fenster wirkt.  Da zeigen, kleinere Abweichungen hin oder her, die Carstens-Zeichnung und das Vorbildfoto andere Wagen als der Rest.

Was also ist zu tun? Wenn man den Märklin-Wagen tatsächlich korrigieren will, wäre die Deckleiste um etwa einen mm nach unten zu versetzen, die Fenster entsprechend aufzufeilen und der Außenrahmen an der Wagenkastenunterkante um gefühlt etwa einen halben mm nach unten zu verbreitern. Sowohl „Früherwarallesbesser“ (siehe vorheriges Posting hier) als auch Jörg Chocolaty im EJ 4/2010 (siehe Kommentar von Lars zu demselben) haben diesen Weg ebenfalls vorgeschlagen oder gewählt.

Mein Standardspruch in solchen Situationen: „Lieber die als ich!“ :-)

Von mir wird’s einen solchen Umbau nicht geben. Stattdessen warte ich mal ab, bis „Güterwagen, Band 6“ hier in Papierform vor mir liegt (ich freu mich schon drauf), dann wird erstmal was übers Vorbild gelernt und der Mäh-Wagen nochmal abschließend genau vermessen — und dann werden wir wohl doch noch mal den Bastelbogen angehen, was ist schon ein Jahrzehnt unter Freunden …

Und bis dahin dürfen die Mäh-Wagen zähneknirschend im Bestand bleiben, na klar. Dran rumfrokeln werde ich aber nicht mehr, und auch der beschädigte bleibt wahrscheinlich von der Ausbesserung zurückgestellt — ich hab einfach keinen Bock mehr auf die Dinger. Zum Thema Märklin-Pwgs 41 war’s das also vermutlich von meiner Seite, aber zum Thema Pwgs 41 kommt sicher nochmal was.

Allen, die mit Rat & Tat, Fotos & Zeichnungen, Tips & Ideen beigetragen haben, sei an dieser Stelle nochmal herzlich gedankt. So macht das Spaß!

Pwgs 41 von Märklin: Autsch!

Als der Pwgs 41 von Märklin bzw. Trix im Jahre 2003 herauskam, war ich recht angetan und verfaßte eine dementsprechend recht positive Besprechung des Modells.  Kleinere Abweichungen (z.B. den zu schmalen schwarzen Streifen/Außenrahmen unten am Wagenkasten und das völlig vergeigte Fahrwerk) hatte ich bemerkt, aber nicht für so entscheidend befunden.

Damit erntete ich durchaus auch Widerspruch.

Trotzdem habe ich die Wagen gekauft, zart befrokelt, beim Fremo eingesetzt und, wenn auch nicht uneingeschränkt, weiterempfohlen.

Und heute erfahre ich bei DSO folgendes:

Lass mich raten, du hast das Vorbild noch nie „in Echt“ gesehen? Da sieht der Pwgs 41 nämlich eher „plattgetreten“ aus und hat eine eher tiefliegende Gürtellinie. Ganz im Gegensatz zur pummeligen, hochbeinigen Märklin-Nachempfindung. Die ist eigentlich nur als Frokelgrundlage brauchbar, und eigentlich auch nur der Wagenkasten davon. Da muss man „nur“ die Fensteröffnungen um die Höhe der Abdeckleisten nach unten verlängern, die Reste der Abdeckleisten wegschleifen, neue Abdeckleisten anbringen und neu Fenster anfertigen und einsetzen.

Quelle:  „Früherwarallesbesser“ bei DSO

Was, dachte ich, kann doch nicht sein. Ja von wegen: recht hat er!

pwgs41-vergleich

Von links: Vorbildfoto, Märklin-Werkfoto, Zeichnung von Frank Wieduwilt 2000, Merkbuchzeichnung. Wir erkennen: Märklin hat anscheinend die Merkbuchzeichnung nachgebaut, Frank hat drei Jahre vor Erscheinen des Märklin-Modells auch schon ein bißchen danebengelegen, und das Vorbild sieht (auch wenn wir das neue Fenster mal ignorieren) doch deutlich anders aus.

Achja: Wenn Du mir ein besseres Vorbildfoto oder ein Foto des Weinert- oder sonst eines Modells ohne diesen Fehler zukommen lassen könntest: mein Dank würde Dir ewig nachschleichen.

Was also ist zu tun? Den von „Früherwarallesbesser“ angeregten Umbau nachzuvollziehen, fehlt es mir an Motivation. Da noch eher ein Komplettselbstbau, wie schon 1983 von Stefan Carstens in der Miba (Hefte 6/83, S. 626 ff., und 7/83, Seite 738 ff.) beschrieben und 2000 von uns angegangen, aber nie vollendet. Der allerdings wäre die Nummer 179 auf der nach oben offenen Projektliste …

Weinert kann und will ich mir nicht leisten, also bleibt mir nur, die Mätrix-Modelle zähneknirschend als Substitut eines besseren Pwgs 41 im Bestand zu belassen und zu hoffen, daß irgendwann mal ein Modellbahnhersteller sich dieses Vorbildes annehmen möge, der weniger mit Blindheit geschlagen ist als Märklin — und auch mit weniger Blindheit als die Modellbahnfrokler.

Wenn Du aufgrund meiner Besprechung oder persönlichen Einschätzung so ein Ding gekauft hast: Bitte entschuldige. (Die Besprechung wird demnächst wurde soeben korrigiert.)

Seufz.

Pwg 14: Ein Fehler und ein Vorbildfoto

Das hat man nun davon.  In diesem Beitrag habe ich meinen mit freistehenden Griffstangen ausgerüsteten Pwg 14 gezeigt, und jetzt kommt Timo mit diesem wunderschönen Vorbildfoto:

timo-pwg-vorbild

Und auch wenn der Wagen (Eigentümer: DBG, Dampfzug-Betriebsgemeinschaft Hildesheim) nicht ganz im Original- bzw. wohl besser Ablieferungszustand ist (Diagonalstrebe, fehlende Türen für Fackelschrank und Preßkohlenheizung), so offenbart er doch einen Fehler an meiner Griffstange.  Ich habe nämlich ganz rechts einen Griffstangenhalter gefrokelt, wo nur ein rechter Winkel Richtung Wagenwand und ein Flansch am Eckprofil hingehören:

pwg-griff-zu

Grummel.

Nein, ich glaube, ich laß ihn so.  Trotzdem ;-) danke an Timo fürs Bild und die Erlaubnis, es hier einzustellen!