Bachert mal wieder

Ich habe mich ja neulich über Wikings Magirus-Deutz-Hauberkabinen ausgelassen.  Kurzform: als Einzelkabine falsch, aber die „Doppelkabinen“ (Staffel- und Gruppenkabinen) der Feuerwehrwagen sind brauchbar, wenn man sich passende Vorbilder sucht.  Und so sind denn inzwischen auch die beiden interessanten Versionen, das Löschgruppenfahrzeug LF 16 und das Tanklöschfahrzeug TLF 16, hier als Rundhauber eingetrudelt und machen einen durchaus netten Eindruck:

Wiking-Rundhauber-LF und -TLF, wie sie aus der Schachtel kommen. Naja, fast: die gruseligen Wiking-Einheitsräder mußten schon fürs allererste Foto nicht perfekten, aber schöneren weichen: beim LF mit Straßenantrieb denen von Preiser, beim Allrad-TLF solchen von Brekina.

Nur leider sind beide Modelle, so wie sie da stehen, vorbildfrei. weiterlesen Bachert mal wieder

Hoch, lang – und fehlfarben

Nach der Begeisterung vor einiger Zeit über den hochlangen Mercedes-Krankenwagen aus dem Hause Busch ist er mir nun, zusammen mit seinem in Vorbild und Modell älteren Artgenossen von Starmada/Brekina, endlich zugelaufen.

Hundertdreiundzwanziger von Busch, Strichachter von Brekina/Starmada.

Und trotz einiger kleiner Stirnrunzeligkeiten gefallen mir die beiden KTW insgesamt ziemlich gut.  weiterlesen Hoch, lang – und fehlfarben

Mehr Böden wagen … äh, Wagenböden

Ich hatte ja neulich schon mal die aus Echtholz gelaserten Wagenböden von Kotol gezeigt und war davon auch vollumfänglich begeistert.  Naja, ich sag mal so …

Vorn Kotol, mittig Moebo, hinten zum Vergleich ein sehr guter Serienboden im Brawa R 20 (Stuttgart), der wegen seiner vorbildgerecht längs statt quer angeordneten Bohlen auch drinbleiben darf.

… das Bessere ist des Guten Feind.  Der graue Wagen (ein Pdkh 31 der P.K.P., hierzulande bekannter als schnöder R 10 (Stuttgart) von Roco) trug nämlich, so wie er nach meinem Fischzug in der elektrischen Bucht zappelnd im Netz lag, einen Wagenboden aus gelasertem Papier von Moebo.  Und der, mit seinen Abnutzungsspuren und seiner Mehrfarbigkeit, hat mich völlig überzeugt.

Moebo. Farbton „natur strapaziert“ :-)  Der Wagen muß aber trotzdem nochmal zerrupft werden, der Boden liegt viel zu hoch.  Wie man dem abhelfen kann, steht in diesem Beitrag.

Nein, Kotols Böden aus Echtholz sind deswegen nicht schlecht …

Kotol. Kann man auch nehmen, es sollte ja sowieso nicht alles gleich aussehen.  Die gravierten Befestigungsschraublöcher sehen auf wenig strapazierten Böden ja auch toll aus; auf ramponierten wird man sie eh kaum erkennen.

… aber meine Huckepack-Wagen bekommen Moebo-Böden, soviel ist jetzt wohl sicher.  Moment – Huckepack-Wagen?  Jawohl …

Krupp Titan von Brekina, auf einem Pikowagen unterwegs zwischen Hamburg und Frankfurt/Main, Sommer 1955. Bis dahin ist noch viel zu tun, vor allem die Wagenböden müssen viel weiter runter … so wäre das eine Lademaßüberschreitung :-/

… mehr dazu demnächst in diesem Theater!

Büssing-NAG 500 als KS 25 von „Best of Show“

Büssing-Feuerwehrfahrzeuge sind Raritäten, im Vorbild und im Modell.  Wegen des Ersteren wären sie im Zweiteren eigentlich vollständig verzichtbar, aber ich habe nun mal eine Schwäche für beides, Büssing und Feuerwehr, und kann deswegen der Kombination selten widerstehen.  Trotz erheblicher Zweifel so auch diesesmal nicht, als „Best of Show“, im Folgenden BoS, eine KS 25 auf Büssing-NAG 500 ankündigte.

Von einigen kleinserienbedingten Stirnrunzeligkeiten, auf die ich noch eingehen werde, sieht das doch eigentlich gar nicht so schlecht aus.  An der Detaillierung wäre zu arbeiten, aber das coole Vorbild lohnt den Aufwand.  Kann man schon mal kaufen, dachte ich mir so.  Und tat.  Heute ergeht nun mein Rat an die Leserschaft:

MACHT! DAS! NICHT!

Warum?  Die Antwort wird ein längerer Rant.

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Verstärkung!

Eins der größeren Probleme beim Umbau von Güterwagen ist ja, an passende Profilchen für die Kastensäulen und Verstärkungsstreben zu kommen.  Doch Glückes Geschick, tirili, da gibts jetzt was vom AW Lingen:

Packungsinhalt AW Lingen #300 und #301

U- und L-Profile in mehreren Breiten als Neusilber-Ätzblech!  Schon seit längerer Zeit die Variante mit den Nieten/Schraubköpfen, wo auch ein paar Knotenbleche und faltbare Ecksäulen beiliegen, und jetzt ganz neu auch ohne Nieten, wie man sie für Endfeldverstärkungen braucht.  Es gibt zwar auch schon seit längerem fertige Endfeldverstärkungen …

Endfeldverstrebungen für G 10 (AW Lingen #302) an einem Märklin-G 10

…, aber die passen halt nicht überall.  Nun kann man sich also für jeden Wagen was Passendes frokeln — und natürlich auch preußische Pwg damit aussteifen:

Seitenwandstützen geschweißt (AW Lingen #300) probeweise aufgelegt auf einen Brawa-Pwg pr 14

Und wir erkennen: die Dinger sind, im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten gefrästen Profilen, endlich mal richtig filigran und passen gut zu aktuellen Spitzenmodellen.  Für den Märklinwagen im zweiten Bild sind sie beinahe ein bißchen zu fein, aber dafür kann ja keiner was außer Märklin ;-)  Ich jedenfalls bin begeistert.

Auf der Website des AW Lingen gibt’s die Dinger bei Entstehen dieses Artikels noch nicht, aber wohl demnächst beim Wagenwerk, genau wie diverse andere schöne Sachen, die ich hier auch weiterhin in loser Folge vorstellen werde — auch fertig verbaut dann natürlich irgendwann™.  Und nein, das ist keine bezahlte Promotion, sondern pure Begeisterung für die Produkte, auch wenn ich im Interesse der Transparenz eine gegenseitige Sympathie mit ihrem Produzenten nicht verschweigen möchte.

Gelaserte Wagenböden von Kotol

Eigentlich weniger als Superung für Wagen, sondern als Boden für herausnehmbare Ladungsmodelle hatte ich mir die aus Holz gelaserten Wagenböden von Kotol gedacht.  Dafür sind sie leider zu instabil.  Aber begeistert bin ich trotzdem:

Gelaserter Wagenboden mit LKW zum Größenvergleich

Sicherlich sind die Fugen zwischen den „Bohlen“ und die Schraubimitationen leicht übertrieben, aber die Wirkung im Modell ist einfach super, schon im nichtgealterten Zustand.

Erstaunlich, wie plump so ein durchaus ordentlicher Modellgüterwagen (Rmms 33 (Ulm) von Piko) plötzlich wirken kann, oder?

Und so fand sich, ganz versehentlich, die Lösung für mein noch offenes Wagenbodenproblem bei den Verbandsbauart-Rungenwagen R 10 (Stuttgart) von Roco.  Und das ist doch auch schön.  Ganz billig sind die Böden zugegebenermaßen nicht, aber ihr Geld wert sind sie aus meiner Sicht auf jeden Fall.

Klarstellung: Kotol zahlt mir nix für die Werbung, auch nicht in Naturalien.  Müssen sie auch nicht, wenn sie so schöne Sachen liefern!

Mercedes LP(S) 333 oder Wikings Ehrenrettung

Häufig werden Wikings rundliche Mercedes-LP-Kabinen der schweren Baureihe von Modellbauern mit Unverständnis und Verachtung gestraft. Zu groß sind die formalen Unterschiede zu den allgemein als „richtig“ erachteten Kabinen z.B. der Brekina LP 333 und 334. Hier ist beispielhaft eine entsprechende Modellkritik zu finden.

Vorn Wikings LPS 333, dahinter der LP 333 von Brekina.
Bild: © Friedrich Auffenberg

In diesem Beitrag möchte ich zeigen, daß diese Kritik „zu kurz gesprungen“ ist: zuerst mit Vorbildfotos, dann mit einem genaueren Blick auf die Modelle und abschließend mit einem Maßvergleich.  weiterlesen Mercedes LP(S) 333 oder Wikings Ehrenrettung

Mehr Müll wagen!

Da habe ich ja wieder was angerichtet mit der Müllwagensache neulich — vor allem in meinem Hirn. Denn natürlich arbeitet sowas weiter da drin, und irgendwann stellte sich mir die Frage, ob der alte Müllwagen von Wiking — der hier …

„Alter Müllwagen“ von Wiking, hier bereits mit der verglasten Magirus-Kabine. Raus kam er so ca. ’56 noch als Unverglaster; es gab ihn aber auch mit zwei verschiedenen Mercedes-Kabinen

… denn nun frei erfunden sei oder was? Da ist man sich bei Wiking ja nie so ganz hundertprozentig sicher …  weiterlesen Mehr Müll wagen!

Die Bachert-Einzelkabine

Vor einem guten Jahrzehnt hat Wiking neue Formen für Magirus-Haubenwagen der leichten Baureihe (3500, 4500, Saturn, Mercur, Sirius etc.) gebaut.  Das ist grundsätzlich eine erfreuliche Entscheidung.  Leider war man aber schlecht beraten, was die Kabinenform angeht.

Links das zeitgenössische Wiking-Modell, rechts die moderne Interpretation. Wir erkennen: die neue Kabine ist viel zu breit und zu eckig (und hat aber wunderbar klare Fenster!).
Foto mit freundlicher Genehmigung von „U 406er“

Wie das kam, ist ausnahmsweise mal gut nachvollziehbar.  Das, und was man da frokeln kann, sei deswegen in diesem Beitrag beschrieben.  weiterlesen Die Bachert-Einzelkabine