Zehn Reifen für vier Röllchen

Um pa-Behälter-Zustellfahrzeuge geht es in einem neuen Übersichtsartikel drüben auf der Website. Da hat die geschätzte Großserienindustrie schon so einigen Mist abgeliefert, und die Kleinserie ist auch nicht ganz perfekt.

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Aber man kann was draus machen.  Dazu dann — wie immer — mehr ein andermal …

That’s the way I Leig it

Na komm, ich hab mir drüben auf der Website jedes Leig-Wortspiel verkniffen, hier im Blog darf ich dann doch mal?  Jedenfalls gibt’s drüben eine neue Übersichtsseite zu den diversen Leig-Einheiten, die hier mehr oder weniger im Entstehen begriffen sind, bei der Gelegenheit mit schickem Literaturverzeichnis und so, alles ganz schnieke.  Schnieker jedenfalls als die schon oft belamentierte Situation bei den Käfermodellen, deren Modellkritik jetzt aber immerhin schon mal Vorbildfotos und ein paar neue Erkenntnisse aufweist.

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Viel Spaß damit wünscht: Ermel.

Es tut sich was beim Selbstbau

Neinnein, nicht bei den Modellbahnfrokler-Autoren, wo denkt Ihr hin? Aber trotzdem habe ich mal die Artikel zum Smr 35 und zum SSt 06 ein wenig ergänzt nach all den Jahren (sechzehn waren’s beim SSt, ich bin noch ganz schockiert, wo ist die Zeit geblieben?).

Beim Smr 35 gibt es nach Rückfrage in einem Forum einen neuen (naja: neu skalierten) Bastelbogen, diesmal in 1:87 ;-)  Und beim SSt 06 habe ich Links zu lesergefrokelten Exemplaren des Wagens ergänzt (was wir beim Smr 35 und anderen Artikeln gern auch machen würden — wer also mal was von unseren Bauvorschlägen nachgefrokelt hat, der darf sich gerne mit Link und Bild bei uns melden, oder auch ohne Link; wenn es anderswo nicht veröffentlicht ist, können wir das auch gerne hier machen!).

Ein paar Textkorrekturen, eine „neue“ Zeichnung, ein paar Links, nix Ernstes halt, aber vielleicht interessiert es ja trotzdem mal wen.

Nochmal zu pa-Behältern

Getreu dem Open-Source-Grundsatz „ship early, ship often“ werden ja Seiten bei Modellbahnfrokler nach ihrer Erstveröffentlichung meist länger und öfter bearbeitet als vorher. So auch die Grundlagenseite über pa-Behälter, auf der mittlerweile die Behälter-Tabelle, aus der sie einst (ähm … letzte Woche) noch fast ausschließlich bestand, fast schon eine Nebenrolle spielt. Insofern: schaut doch nochmal rein (falls Ihr den Link am Ende des BTms-55-Sermons überhaupt bemerkt hattet).

Liliput BTms 55: Hach ist das aufregend

Die Freude war groß vor Jahren, als Liliput den BTms 55 ankündigte. Immerhin ist dieser vierständige Behältertragwagen der mit Abstand häufigste Wagen für pa-Behälter bei der DB gewesen, und es gab als Modell davon nur eine Fleischmann-Nachbildung aus den 60er Jahren in 1:85, einen sündteuren Ätzbausatz von Krüger und eine maßlich kompromißbehaftete Umbauanleitung mit dem Roco-BTs 50 als Basismodell.

Statt des Modells gab es nach zwei Jahren erstmal eine derart saftige Preiserhöhung, daß zunächst gemutmaßt wurde, es werde sich dann wohl um Doppelpacks handeln müssen. Dem war und ist aber nicht so, und so rauschte der Wagen ein zweites Mal durch den Blätterwald.

Dieser Tage nun also ein euphorischer Testbericht (Link zum PDF bei Liliput.de) in der Miba, dicht gefolgt von der Auslieferung und einem vernichtenden Verriß der Modellqualitäten bei DSO. Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte: für den einst bei Ankündigung angepeilten Preis hätte sich über dieses Modell vermutlich genausowenig einer aufgeregt wie über den SSlm 25 aus gleichem Hause. Liliput halt — die Zeiten, als das für Supermodelle stand, sind ja nun schon was länger her.

Es ist nur die Diskrepanz von gefordertem Preis (und der zu dessen Rechtfertigung verbreiteten Vorschußselbstbeweihräucherung) und gelieferter Qualität einerseits, und die Diskrepanz zwischen Miba-Lob und DSO-Kritik andererseits, die dieses Modell zu einem derartigen Aufreger macht. Ich hab mich da auch ein bißchen beteiligt, aber seit gestern ist mir das Modell egal.

Denn Epoche 3a hat ausnahmsweise mal einen finanziellen Vorteil: Das Ding ist zu modern.

Ja, okay, einen der Wagen hätte man 1955 vielleicht haben können. Aber können ist nicht müssen — „seinerzeit zu meiner Zeit“ war das eine Splittergattung. Zudem hat Liliput zwar lobenswerterweise überwiegend noch nicht im Modell vorhandene Behälterbauarten nachgebildet, aber (demzufolge) ebenfalls für mich zu moderne. Die Kastenbehälter mit Plattenwänden, die großvolumigeren Schüttgutbehälter und die offenen mit der Seitenklappe: Alles mindestens aus den 60ern. Und Bierbehälter hab ich bis jetzt nicht mal von GFN (wär aber mal ne Idee eigentlich, sowas zu beschaffen).

Bei den offenen Behältern hab ich mich leider geirrt: Liliput hat die ältere Bauform mit Seitenklappe (Eoskrt 021), Märklin die modernere ohne (Eoskrt 022). Schade eigentlich. Mal kucken, eigentlich sollte sich das recht einfach umfrokeln lassen.

Und so lehne ich mich entspannt zurück, lese zum Spaß die Kleinkriege bei DSO und werde mal bei Ebay ein wenig mehr nach Roco-BTs 50, Fleischmann-Rmms/BTms 33 und Märklin-BT 10 kucken –letzterer freilich nur als Spenderwagen für offene Behälter, der Wagen selber ist ja nur als Fahrwerksspender für Gr 20 (Kassel), Om 21 (Königsberg) und Konsorten zu gebrauchen. Und selbst die wohl teuerste Möglichkeit für einen Ep3a-BT — ein GFN-Wagen beladen mit den Behältern von zwei (bzw. eineindrittel) geschlachteten Märklin-Wagen — ist immer noch viel viel billiger als ein Liliput-Wagen. Und im Modell nicht so viel schlechter.

Die Epoche-3b-bis-4a-Bahner unter Euch haben aber mein vollstes Mitgefühl. Man hätte den gelieferten BTms zum ursprünglichen Preis gern genommen, und man hätte den nun geforderten Preis für einen perfekten BTms auch vielleicht zähneknirschend rechtfertigen können … schon ne blöde Zwickmühle, in der Ihr da jetzt steckt.

Update: Und ein Update gibt es aus diesem „schönen“ Anlaß auch noch. Auf Modellbahnfrokler. Doch! Ehrlich! Wo ich es doch sage! Bitteschön: Die Übersicht der pa-Behälter nebst Modellen in H0. Es hat eben alles auch sein Gutes. ;-)

Göttingen Süd in Nm

Über die Besprechung des Gartetalbahn-Buchs lernte ich Piers Milne kennen, der ihren Bahnhof Göttingen Süd nachbaut — in Nm, also in 1:160 auf Z-Gleisen! (Ja, das Vorbild ist in 750-mm-Spur, wissen wir. Egal!) Piers will darüber dann gelegentlich auch bei Modellbahnfrokler berichten (mit mir als Übersetzer), aber als Appetithappen zeig ich schon mal ein paar Bilder der noch nicht fertigen Anlage.

Goods yard at Retford

RHS at Retford

Mehr und bessere Bilder sowie etwas Text dazu gibt es, wie gesagt, demnächst.

Ach ja, und wer eine Idee zu funktionablen Entkupplungsgleisen für Märklin Spur Z hat, der darf diese bitte gerne in den Kommentaren kundtun — Piers bat mich darum, danach zu fragen.

Fast 50 Jahre Modellbahnentwicklung

Na huch, nach dem G 10-Vergleich Fleischmann 2013 gegen Röwa 1973 (oder so) neulich schon wieder so ein Thema. Völlig unabhängig entstanden. Komisch, wie es manchmal so kommt.

Erinnert Ihr Euch noch an den hier?

om21-roco-brb

Das ist mein alter Roco-Einfachserie-Om 21 mit Märklin-Bremserbühne, inzwischen seit Jahren verdient ausgemustert und ausgeschlachtet (daher das unscharfe Foto mit der Rauhfaser im Hintergrund), zu dem es drüben auf der Website eine fast 14 Jahre alte, hoffentlich unbeachtete Seite gibt. Ja und, fragt Ihr zu recht, warum zeigt der uns das jetzt? Deshalb:

om21-liliput-brh

Das ist der Liliput-Om 21 mit Bremserhaus, Messeneuheit aus 2011 IIRC. Man beachte den gewaltigen Fortschritt bei den Bretterfugen.

Seufz.

Und falls es doch noch wer nicht auf dem Schirm hat: Doch doch, es gibt auch gute Om 21-Modelle da draußen.

Modellkritik: G 10 von GFN und Röwa

Geplant war es nicht, aber irgendwie hat es sich so ergeben, daß der „neueste“ (räusper) G 10 auf dem H0-Markt, Fleischmann seiner mit den 4 Lade-/Lüftungsöffnungen je Seite …

g10-gfn

… sich die Modellkritik teilen mußte mit einem der ältesten, dem von Röwa:

g10-roewa

Zu finden auf Modellbahnfrokler.de.  Doch, doch, das gibt’s noch :-)

Von Schietwedderoog nach Keg Harbor

Ulrich, der uns dankenswerter Weise seit Jahren immer wieder mit schönen Artikeln zum Anlagenbau versorgt, hat sich entschieden, seine norddeutsche Schietwedderooger Kleinbahn nicht fertig zu bauen.

Stattdessen wendet er sich den nordamerikanischen Schmalspurbahnen zu und zeigt uns die fiktive Keg Harbor Railroad & Navigation Company:

Wie immer garniert Ulrich seinen Artikel mit Fotos und wunderbaren Zeichnungen. Besonders die Gebäudezeichnungen zeigen, dass hier wieder eine schöne Anlage entsteht:

Fortsetzung folgt. :-)