Supermodell of 1982

1982!  Der absolute Wahnsinn, was Roco da abgeliefert hat.  Sogar so gut, dass das Modell bis heute, nach Verschlimmbesserung, mehr oder weniger unverändert hergestellt wird.  Jetzt wird’s ketzerisch, ich würde sagen: bis heute das beste Großserienmodell dieser vielgebauten deutschen Dampflok. Ein Traum von Supermodell mit vielen extra angesetzten Einzelteilen.

Okay ich kaufe zwei vieren und löse auf … weiterlesen Supermodell of 1982

[D]H0nNerZTTa1k

Die treueren unter den älteren Lesern werden sich vielleicht erinnern: Zu den aktiven Zeiten der Usenet-Newsgroup de.rec.modelle.bahn gab es einen Chatroom, genauer einen NUTS-Talker, in dem sich alldonnersabendlich eine Runde Modellbahner traf, um nicht nur über Modellbahn zu klönen.  Das war der erste Mobatalk.  Und als der Server, auf dem der Plunder lief, abgeschaltet wurde, zog der Mobatalk in den Internet Relay Chat, kurz IRC, um.

(Die jüngeren und neueren Leser kratzen sich derweil gerade am Koppe und fragen sich, wovon der alte Mann da jetzt schon wieder erzählt. Keine Bange, wird gleich relevanter.)

Heute ist der Mobatalk schon wieder umgezogen.  Nach kaum zwei Jahrzehnten.  Nein, nicht zu Fratzbuch oder Wattsäpp, sondern nur auf einen anderen IRC-Server.  Welcher, steht auf der Chat-Seite, übrigens auch da rechts oder weiter unten prominent verlinkt.  Da steht auch, wie es geht, und einen Webchat zum Reinschnuppern gibt es auch.  Kuck doch einfach mal!

Wie es zum Umzug kam?

weiterlesen [D]H0nNerZTTa1k

Bachert mal wieder

Ich habe mich ja neulich über Wikings Magirus-Deutz-Hauberkabinen ausgelassen.  Kurzform: als Einzelkabine falsch, aber die „Doppelkabinen“ (Staffel- und Gruppenkabinen) der Feuerwehrwagen sind brauchbar, wenn man sich passende Vorbilder sucht.  Und so sind denn inzwischen auch die beiden interessanten Versionen, das Löschgruppenfahrzeug LF 16 und das Tanklöschfahrzeug TLF 16, hier als Rundhauber eingetrudelt und machen einen durchaus netten Eindruck:

Wiking-Rundhauber-LF und -TLF, wie sie aus der Schachtel kommen. Naja, fast: die gruseligen Wiking-Einheitsräder mußten schon fürs allererste Foto nicht perfekten, aber schöneren weichen: beim LF mit Straßenantrieb denen von Preiser, beim Allrad-TLF solchen von Brekina.

Nur leider sind beide Modelle, so wie sie da stehen, vorbildfrei. weiterlesen Bachert mal wieder

Verstärkung!

Eins der größeren Probleme beim Umbau von Güterwagen ist ja, an passende Profilchen für die Kastensäulen und Verstärkungsstreben zu kommen.  Doch Glückes Geschick, tirili, da gibts jetzt was vom AW Lingen:

Packungsinhalt AW Lingen #300 und #301

U- und L-Profile in mehreren Breiten als Neusilber-Ätzblech!  Schon seit längerer Zeit die Variante mit den Nieten/Schraubköpfen, wo auch ein paar Knotenbleche und faltbare Ecksäulen beiliegen, und jetzt ganz neu auch ohne Nieten, wie man sie für Endfeldverstärkungen braucht.  Es gibt zwar auch schon seit längerem fertige Endfeldverstärkungen …

Endfeldverstrebungen für G 10 (AW Lingen #302) an einem Märklin-G 10

…, aber die passen halt nicht überall.  Nun kann man sich also für jeden Wagen was Passendes frokeln — und natürlich auch preußische Pwg damit aussteifen:

Seitenwandstützen geschweißt (AW Lingen #300) probeweise aufgelegt auf einen Brawa-Pwg pr 14

Und wir erkennen: die Dinger sind, im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten gefrästen Profilen, endlich mal richtig filigran und passen gut zu aktuellen Spitzenmodellen.  Für den Märklinwagen im zweiten Bild sind sie beinahe ein bißchen zu fein, aber dafür kann ja keiner was außer Märklin ;-)  Ich jedenfalls bin begeistert.

Auf der Website des AW Lingen gibt’s die Dinger bei Entstehen dieses Artikels noch nicht, aber wohl demnächst beim Wagenwerk, genau wie diverse andere schöne Sachen, die ich hier auch weiterhin in loser Folge vorstellen werde — auch fertig verbaut dann natürlich irgendwann™.  Und nein, das ist keine bezahlte Promotion, sondern pure Begeisterung für die Produkte, auch wenn ich im Interesse der Transparenz eine gegenseitige Sympathie mit ihrem Produzenten nicht verschweigen möchte.

Gelaserte Wagenböden von Kotol

Eigentlich weniger als Superung für Wagen, sondern als Boden für herausnehmbare Ladungsmodelle hatte ich mir die aus Holz gelaserten Wagenböden von Kotol gedacht.  Dafür sind sie leider zu instabil.  Aber begeistert bin ich trotzdem:

Gelaserter Wagenboden mit LKW zum Größenvergleich

Sicherlich sind die Fugen zwischen den „Bohlen“ und die Schraubimitationen leicht übertrieben, aber die Wirkung im Modell ist einfach super, schon im nichtgealterten Zustand.

Erstaunlich, wie plump so ein durchaus ordentlicher Modellgüterwagen (Rmms 33 (Ulm) von Piko) plötzlich wirken kann, oder?

Und so fand sich, ganz versehentlich, die Lösung für mein noch offenes Wagenbodenproblem bei den Verbandsbauart-Rungenwagen R 10 (Stuttgart) von Roco.  Und das ist doch auch schön.  Ganz billig sind die Böden zugegebenermaßen nicht, aber ihr Geld wert sind sie aus meiner Sicht auf jeden Fall.

Klarstellung: Kotol zahlt mir nix für die Werbung, auch nicht in Naturalien.  Müssen sie auch nicht, wenn sie so schöne Sachen liefern!

Mercedes LP(S) 333 oder Wikings Ehrenrettung

Häufig werden Wikings rundliche Mercedes-LP-Kabinen der schweren Baureihe von Modellbauern mit Unverständnis und Verachtung gestraft. Zu groß sind die formalen Unterschiede zu den allgemein als „richtig“ erachteten Kabinen z.B. der Brekina LP 333 und 334. Hier ist beispielhaft eine entsprechende Modellkritik zu finden.

Vorn Wikings LPS 333, dahinter der LP 333 von Brekina.
Bild: © Friedrich Auffenberg

In diesem Beitrag möchte ich zeigen, daß diese Kritik „zu kurz gesprungen“ ist: zuerst mit Vorbildfotos, dann mit einem genaueren Blick auf die Modelle und abschließend mit einem Maßvergleich.  weiterlesen Mercedes LP(S) 333 oder Wikings Ehrenrettung

Alle mal die Luft anhalten

Nein, die Überschrift ist nicht im übertragenen Sinne gemeint, streitet ruhig weiter ;-)  Aber beim Anblick dieses Modellchens hier hat es mir dann doch spontan den Atem verschlagen:

Es handelt sich um einen 3D-Druck des Westfalia-Gepäckanhängers Typ Wolfsburg, wie er in den 50er Jahren hergestellt wurde.  Zielgruppe waren natürlich vorwiegend Volkswagenfahrer.  weiterlesen Alle mal die Luft anhalten

Mehr Müll wagen!

Da habe ich ja wieder was angerichtet mit der Müllwagensache neulich — vor allem in meinem Hirn. Denn natürlich arbeitet sowas weiter da drin, und irgendwann stellte sich mir die Frage, ob der alte Müllwagen von Wiking — der hier …

„Alter Müllwagen“ von Wiking, hier bereits mit der verglasten Magirus-Kabine. Raus kam er so ca. ’56 noch als Unverglaster; es gab ihn aber auch mit zwei verschiedenen Mercedes-Kabinen

… denn nun frei erfunden sei oder was? Da ist man sich bei Wiking ja nie so ganz hundertprozentig sicher …  weiterlesen Mehr Müll wagen!

Die Bachert-Einzelkabine

Vor einem guten Jahrzehnt hat Wiking neue Formen für Magirus-Haubenwagen der leichten Baureihe (3500, 4500, Saturn, Mercur, Sirius etc.) gebaut.  Das ist grundsätzlich eine erfreuliche Entscheidung.  Leider war man aber schlecht beraten, was die Kabinenform angeht.

Links das zeitgenössische Wiking-Modell, rechts die moderne Interpretation. Wir erkennen: die neue Kabine ist viel zu breit und zu eckig (und hat aber wunderbar klare Fenster!).
Foto mit freundlicher Genehmigung von „U 406er“

Wie das kam, ist ausnahmsweise mal gut nachvollziehbar.  Das, und was man da frokeln kann, sei deswegen in diesem Beitrag beschrieben.  weiterlesen Die Bachert-Einzelkabine