Leserfrage zu Digital

Ich bin ja nicht so der Digitalexperte, aber irgendeiner von Euch kann doch bestimmt dem Thommy weiterhelfen, oder?  Er schreibt:

Ich habe vor Jahren eine Märklin Lok (BR E 70 / 3748 gebraucht von Privat gekauft.
Die Lok fährt auf meiner alten analogen Anlage (blauer Trafo, M-Gleise).
Die Beleuchtung der Lok funktioniert aber dort nicht. Es gibt einen Code hierzu (46) der, ist er eingegeben, die Beleuchtung auf einem digitalen Gleis aktivier, aber nicht dauerhaft programmierbar ist. Somit auf dem analogen Gleis keine Fahrlichter leuchten. Hab dies in einem Modelleisenbahnladen ausprobieren lassen, wussten aber keine Lösung hierzu.

Welchen Code oder was muss unternommen werden, um bei Betrieb auf analogem Gleis, die Stirnbeleuchtung einer digitalen Lok dauerhaft aktivieren zu können?
Habt Ihr damit Erfahrung, könnt Ihr mir da einen Tipp/Anleitung geben und eine Antwort mailen.

Antworten bitte per Mail an mich oder hier als Kommentar, ich leite das dann weiter.  Besten Dank im Voraus!

Leser fragen: VW-Autotransport-Ganzzüge

Eine weitere Leserfrage und mein Versuch einer Antwort. Frank Müller fragte (vor geraumer Zeit, irgendwie ist dieser Artikel im Entwurfsstadium hängengeblieben, sorry dafür!):

a) Können nicht doch Bullis (oben) und Käfer (unten) ganz kurz zusammen auf einem Offs 55 transportiert worden sein – nämlich in der Zeit von 1955 (erster Einsatz der Offs 55) bis 1956 (Verlagerung der Bulli-Produktion von Wolfsburg nach Hannover)?

b) Wie sind denn wohl von 1956 bis 1959 (bis es die Offs 60 gab) die Bullis aus Hannover abtransportiert worden? Nur mit Flachwagen? Wäre natürlich vorstellbar… oder womöglich mit Offs 55 mit leerem Unterdeck? Und wenn das so war, hätte dann ein Zug auf dem Weg von Hannover nach, sagen wir mal Berlin, nicht kurz in Wolfsburg „halten“ können, um das Unterdeck mit Käfern zu füllen? Nein, ist wahrscheinlich zu abwegig, viel zu viel Rangieraufwand und Wartezeit. Aber ein paar fertig mit Käfern gefüllte Offs 55, Off 59 oder Off 52 an einen Bulli-Zug anhängen, das wäre doch vielleicht möglich…?

Ich suche natürlich nur eine Begründung, dass ich alle Autotransporter (jetzt dann wohl endlich von Exacttrain auch vernünftige Offs 55) in einem Zug unterbringen kann. Autotransportzüge sind toll, aber zwei Ganzzüge wollte ich mir dann doch nicht zulegen, wenn es sich vermeiden lässt.

Fangen wir mit der letzten Bemerkung an: Offs 60 waren so konstruiert, daß sie Bullis (und andere Kleintransporter) im Ober- und Unterdeck befördern konnten — aber sie liefen selbstverständlich auch in gemischten Zügen mit Off 52, Offs 55 und Off 59 in der PKW-Beförderung. Gegen Deinen gemischten Ganzzug spricht demnach gar nichts!

Die Mischbeladung Bullis und Käfer hingegen halte ich bis zum Beweis des Gegenteils für unwahrscheinlich. Grund: Als der Bulli noch aus Wolfsburg kam, spielte er stückzahlmäßig im Vergleich zum Käfer praktisch keine Rolle. Bullis wurden in Wolfsburg mehr oder weniger handgeklöppelt, während Käfer direkt vom Fließband auf die Doppelstock-Autotransportzüge krabbelten. Da einzelne Bullis in den Käferzug zu steuern und dann noch dafür zu sorgen, daß sie auch auf einem Offs landeten, erscheint mir viel zu aufwendig — die werden sie irgendwo an der Ladestraße des Werks auf Flachwagen geladen haben und gut.

Flachwagen ist eh ein gutes Stichwort — es gibt Bilder von der Bulli-Entladung im Hamburger Hafen (zum Export in die USA), wo die Bullis ausnahmslos auf Flachwagen verladen sind und mit dem Kran runter (und in den Schiffsbauch) gehievt werden. Die Verwendung eines der ohnehin knappen Offs 55 (denn wegen der Autotransportwagen-Knappheit hat man ja nur die an sich bereits veralteten Off 59 (um-)gebaut) zum Transport von Bullis im Oberdeck bei leerem Unterdeck kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Also: Käfer auf Flachwagen, mit dem Aufkommen der Off-Generationen dann sehr bald in diesen — aber zumindest anfangs auch gemischt mit Flachwagen, wobei die Flachwagen aber an den Enden des Zuges hingen; Bullis auf Flachwagen, mit Aufkommen des Offs 60 dann sicher auch in gemischten Zügen aus beidem.

Ganzzüge aus Bullis und Käfern kenne ich nicht, aber sowohl Bullis als auch Käfer wurden nicht ausschließlich in Ganzzügen befördert, sondern auch auf (Gruppen von) Einzelwagen in normalen gemischten Güterzügen.

56.2 von Liliput: Eine Verdrahtungsfrage

Leserpost, wegen Unbeantwortbarkeit 1:1 durchgereicht:

Hallo Erik,

bin durch Zufall auf Deinen Testbericht im Internet gestoßen. Ich war auf
der Suche nach einem Erfahrungsbericht über die Digitalisierung mit einem
Dekoder für meine Br 56, die ich vor drei Wochen auf einer Börse erstanden
habe. Laut Anleitung zur Lok müsste sich auf der Schnittstelle ein
Brückenstecker befinden- dies ist aber nicht der Fall. Die Lok läuft so ohne
Brückenstecker analog, ich habe aber Angst einen Dekoder aufzustecken, weil
ich befürchte ihn zu zerstören, da ja eigentlich beim Analogbetrieb Motor
und Schiene verbunden sind. Dies würde durch den Brückenstecker
normalerweise ermöglicht. Hast Du eventuell eine Draufsicht der
Tenderplatine, um mal zu sehen wie die Kabel angelötet sind? Es sieht so aus
als ob an „LED+“ und „SM+“ rumgelötet wurde. Hier sind jeweils zwei Kabel
angelötet – ist hier etwa die Schnittstelle gebrückt worden? Wäre super,
wenn Du mir hier helfen könntest.

Beste Grüße
(Name der Redaktion bekannt)

P.S.: Übrigens ein Super Testbericht!!!

Danke, danke. War ja auch nicht von mir. ;-)

Also, wenn Du dem Fragesteller weiterhelfen kannst — ich würde mich freuen! Egal ob als Kommentar oder per Mail, ich werde die Info natürlich sofort weiterleiten.

Update: Na also:

56.2-tenderplatine

Schönen Dank an Andreas für das Bild. Hoffe, damit ist jetzt alles klar? Wenn nicht: Fortsetzung folgt :-)

Leser fragen: Farbe von Güterwagen

Eine neue Rubrik im Froklerblog!  Hier werde ich (oder werden wir, je nachdem) Sachfragen von Lesern beantworten, so wir es können und die Antwort von allgemeinem Interesse ist. Das ist auch ausdrücklich eine Ermunterung, solche Fragen zu stellen — am besten per Mail, aber auch in den Kommentaren gestellte Fragen werden gelesen und wenn möglich beantwortet werden, klar.

Fangen wir gleich mal mit der ersten Frage an. Simon L. fragte:

Nun habe ich einige gedeckte Güterwägen von Roco und Fleischmann erstanden. Laut Literatur wurden bei der DB diese ja wohl alle mit RAL 8012 (rotbraun) lackiert. Bei meinen 6 Wägen habe ich leider 5 verschiedene Brauntöne im Programm. Selbst beim gleichen Hersteller (Roco) sind die Farbtöne z.B. des Gms 54 und des Gmms 60 ziemlich unterschiedlich. Sieht in der Vitrine recht bescheuert aus. Oder gab es in Wirklichkeit bei der DB doch unterschiedliche Brauntöne?

Zunächst einmal ist es richtig, daß alle deutschen Güterwagen seit etwa Ende des ersten Weltkrieges und bis zur Einführung des Farbtons „verkehrsrot“, wenn sie denn braun waren, auch rotbraun waren. (Nicht von Anfang an rotbraun RAL 8012, das gab es damals noch nicht, aber der Farbton hat sich nicht geändert.)

Allerdings waren sie nicht alle lackiert. Insbesondere die von Dir genannten Um- und Neubauwagen mit Wandverkleidungen aus sogenannten „Kunstharzholzplatten“ (heute heißt sowas Spanplatte) waren nicht lackiert, sondern aus in diesem Farbton beschichteten Platten gebaut. Damit einher gingen schon im Neuzustand Abweichungen im Glanzgrad, die leicht als verschiedene Farbtöne erscheinen.

Vor allem aber bedeutet die gleiche Farbe ab (Ausbesserungs- oder Hersteller-) Werk nicht, daß die Wagen dann auch im Betrieb die gleiche Farbe hatten. Verschmutzung und Verwitterung sorgten schnell dafür, daß es ein weites Spektrum an Rotbraun-Schattierungen gab und keine zwei Wagen wirklich gleich aussahen.

Wenn Deine Wagen also nicht gerade das Ausfahrgleis eines Aw oder eine Fahrzeugschau darstellen sollen, sondern einen Güterzug — dann mach Dir keinen Kopp um den richtigen Farbton! Paßt schon.

Ansonsten sei noch ein Blick in das Alterungstutorial auf Modellbahnfrokler.de angeraten — entgegen seinem Namen geht’s darin nicht nur um Alterung, sondern auch um die richtige Farbe von neuwertig dargestellten Wagen.