Fabrikbaukastenübersichtstabelle

Es gibt sie in ihren Anfängen schon ein paar Jahre, unsere Tabelle zum Raussuchen der passenden Wandteile aus dem Auhagen-Fabrikbaukasten. Aber bisher war sie nur inoffiziell weitergereicht worden, nie richtig verlinkt. Nach ein paar Stunden Sondereinsatz in der Bildverarbeitungsabteilung der Modellbahnfrokler GbR ;-) ist das jetzt anders.

Klick mich, ich bin ein Link!

Aber Vorsicht, Auhagen-BKS ist ein gefräßiges Monster, das Hobbybudgets gnadenlos attackiert. Unter Lebensgefahr ist uns dieses Beweisbild gelungen:

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… sagt also nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt! ;-)

Ein modulgerechtes Gebäude

Rund 25 Zentimeter.  Das ist der normale Abstand vom Gleis bis zum Modulrand beim Fremo.  Und das ist nicht viel, wenn man sich mal vergegenwärtigt, wie wenig „Gegend“ so ca. 20 Meter von der nächsten Bahnstrecke weg ist.  Dementsprechend sieht man auf Modulen überwiegend Halbrelief-Gebäude — die gehen dann halt „selbstverständlich“ noch ein paar dutzend oder hundert Meter weiter jenseits der Abbruchkante.

Aber es gibt nix, was es nicht gibt.  Darf ich vorstellen: ein durchaus beeindruckendes vierstöckiges Ziegel-Fabrikgebäude …

schmalhaus-chemnitz

… mit einer Tiefe von deutlich unter zehn Metern!  Mit dem Auhagen-Baukasten wäre das mit einer Tiefe von einem Rastermaß schon glaubhaft abzubilden.  Und so hätte man dann mal nicht nur zur Bahn hin, sondern auch zur Modulkante hin eine schicke Ziegelwand und nicht nur eine graue „Schnittfläche“.

Gefunden in Chemnitz, ohnehin ein lohnendes Ziel für eine Ziegelfabriken-„Architektour“.

(Sorry für das schlechte (Händi-)Foto.)

Allenstedter Strickmoden: Testbau Treppe

Wie baut man eine Treppe?  Na klar kann man auch Treppen kaufen, aber ich wollte es mal versuchen.  Also die bewährten 5*1-mm-Holzleistchen der rührstabia mcdonaldsiensa immer schön versetzt aufeinandergestapelt (wegen des überspringenden waagerechten Bretts, das alte Holztreppen ja so haben), Treppenwangen aus demselben Zeug, und …

strick-treppe-test

… zu grob.  Trotzdem mal probehalber lackiert …

strick-treppe-test-lackiert-o

strick-treppe-test-lackiert-u

… und immer noch zu grob.  Da werden dann wohl mal ein paar feine Mahagonileistchen bei Modulor bestellt werden müssen, denn das Bauen ist gar nicht so schwer, eher meditativ.

Fisseliger war das Treppengeländer.

strick-treppengelaender-test

Aber auch das geht.  Und so ist dann meine zu grobe  Testtreppe mal probeweise ins büroseitige Treppenhaus eingezogen und hat sich dort auch noch prompt als zu breit erwiesen.  Und diese Balken unten an den Wänden des Treppenhauses müssen auch wieder weg.

strick-treppe-test-montiert

Aber im Prinzip wird das so funktionieren, denke ich.

Allenstedter Strickmoden: Treppen planen

Treppenhausplanung ist eine Wissenschaft für sich.  Besonders, wenn man das eine Treppenhaus wohl doch etwas zu klein geplant hat …

In der (abfotografierten Bleistift-) Zeichnung links das simple Treppenhaus am Haupteingang, rechts das verworrene am Personaleingang:

strick-grundriss-treppenhaeuser

Zum Vergleich nochmal die Grundrisse von EG und OG, diesmal wie auch die Treppenhaus-Skizzen mit der Straßenseite nach oben, damit man besser mit den Grundrißfotos von gestern vergleichen kann:

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Ich denke, so wird das funktionieren.

Allenstedter Strickmoden: Innenwände OG

Puh, dieser Abschnitt war deutlich zeitaufwendiger als geplant.  Dafür gibt’s jetzt aber auch viele Bilder … ;-)

Als erstes habe ich aber noch die Innenwandsäulen im Erdgeschoß eingebaut.  Sie halten ja auch die Zwischendecke hoch, und da die nun etwas öfter angepackt und am Ende auch etwas schwerer wird, dachte ich mir, das kann ja mal nicht schaden.  Die Farbdosen sind mit auf dem Bild, damit ich, wenn es am Erdgeschoß mal weitergeht, nachkucken kann, welche es waren.  :-)

strick-eg-wandsaeulen

Nun aber los mit den Obergeschoß-Innenwänden.  Zunächst habe ich mal wieder einen Berg Säulen …

strick-saeulen

… und einen Stapel Wände gesägt (davon leider kein Bild, es waren so ca. 50).  Bemalt werden mußten davon zunächst nur die Innensäulen …

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… und natürlich die Wände, hier zu dem Zeitpunkt, wo ich in meinem zugegebenermaßen nicht mehr sonderlich jugendlichen, aber immer noch sehr kindischen Leichtsinn zum erstenmal glaubte, ich sei damit fertig:

strick-og-waende

Beim Trockentest stellten sich dann natürlich diverse Wände als fehlend oder falsch bemalt heraus, logisch.  Die ganzen Korrekturen, dazu noch Farbe nachkaufen und so weiter, zogen sich mit einer Schlafpause fast einen Tag hin — aber dann war es soweit:

strick-og-innen-schräg

strick-og-innen-draufsicht

Allerdings stellte sich erst beim Einkleben heraus, daß ich einen kapitalen Denk-/Meßfehler drinhatte, der dazu führte, daß alle Innenwände, die an eine Außenwand stoßen, 1,5 mm zu kurz waren.  Der Einfachheit halber habe ich daraufhin die Innenwandsäulen um ein weiteres 6*2-mm-Profil aufgestockt — der damit eigentlich überzählige mm drückt sich entweder weg, oder die Wandsäulen an der Bahnseite werden halt nicht aufgedoppelt, das wird man dann sehen.  Momentan sieht es aber so aus, als tät es passen.

Verbleibender Denkfehler ist das zu kurz geratene Kabuff für Büroklo und Lift, in den Bildern oben rechts, an die Büroräume (mit den braunen Böden) anstoßend.  Das sollte eigentlich, logisch, bis zur Säule reichen.  Egal.  Isjezhaltso.

Zum Abschluß noch ein paar Einblicke.  Die leichten Unsauberkeiten, nicht gleichhohen Farbtrennkanten, schief freistehenden Säulen etc. sind eigentlich völlig egal, aber wie ich mich kenne, werde ich die gröbsten davon doch noch wegmachen.  Aber nicht mehr heute, glaube ich.  Diese drei Farben kann ich jetzt erstmal nicht mehr sehen … :-)

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strick-einblick-p3

strick-einblick-cheffenster

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Achja, zur Orientierung wollt ich Euch ja auch noch den aktuellen (naja, fast) Grundriß zeigen.  Scharfäugige können da dann auch kucken, wo ich Fehler beim Wandmalen dringelassen habe, weil es irgendwann auch mal gut sein mußte.

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Fortsetzung folgt.

Allenstedter Strickmoden: Zwischendecke

Es geht voran!  Die Zwischendecke wird eingebaut.

Ich habe mir überlegt, innen auch sämtliche Säulen nachzubauen, sowohl die an den Wandinnenseiten als auch die freistehenden bzw. die Zwischenwände haltenden.  Viel sehen wird man davon zwar nicht, aber erstens ist es eine gute Übung, und zweitens wird das Gebäude dadurch merklich stabiler.  Und man kann nicht durchkucken, was auf Fotos immer verräterisch wirkt.

Beginnen wir mit den Wandsäulen: 6*2 mm  an den Seitenwänden, 6*6 mm in den Ecken und in der Mitte.  Ich brauchte je 20 fürs Obergeschoß; wohl dem, der neuerdings eine Tischkreissäge hat ;-)

strick-zwischendecke-test-saeulen

So siehts dann aus, wenn sie an den Wänden kleben.  Der Einfachheit halber enden meine Säulen auf derselben Höhe wie die Fenstereinsätze, so braucht man nur einen Anschlag zum höhenrichtigen Ankleben.

Mit einem Eckchen der Zwischendecke (5*5 mm papierkaschierter Hartschaum) eine Paßprobe: von oben …

strick-zwischendecke-test-oben

… wie von unten.

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Hier an der Haupteingangs-Ecke bleibt noch etwas Platz zum Eckpfeiler, denn da soll eine Holzdecke rein.  Die im Untergeschoß genauso anzuklebenden Wand- und Ecksäulen reichen dann natürlich bis zur Zwischendecke.

Aber erstmal rein mit derselben.  In den Bildern sind auch die Innenwände und Fußböden bereits lackiert, das macht man nämlich zweckmäßigerweise vor dem Einkleben. (Ich hab ausnahmsweise mal mitgedacht.)

strick-zwischendecke-innen-rechts

strick-zwischendecke-innen-links

Die Löcher sind für die Treppenhäuser, die unlackierten Flächen für die Fahrstühle bzw. Säulen und Zwischenwände.  Im Büro gibts unten vertäfelte Wände, in der Produktion werden sie unten fußbodengrau gestrichen; im Lagerraum rechts, in den Treppenhäusern und in den Sanitär-/Sozialräumen (die mit dem hellbeigen Boden) bleiben sie komplett hellgrün.

Zum Abschluß noch ne aktuelle Außenansicht:

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Nächste Aktion: Wand- und Ecksäulen im Untergeschoß sowie in beiden Etagen Innensäulen und -wände zuschneiden, lackieren und einbauen.  Schon bald in diesem Theater.

Allenstedter Strickmoden: Eingang über Eck

Schon seit der ersten Idee zur Strickwarenfabrik war geplant, den Haupteingang „über Eck“ anzuordnen: Öffnungen in beiden Wänden, dahinter im Gebäude eine schräge Wand mit Pförtnerfenster und breiter Eingangstür.  Hier eine Skizze:

strick-skizze-haupteingang

Mehrere Fremo-Kollegen, denen ich meine Zwischenergebnisse so zeigte, meinten: Die Öffnungen in der Wand sind zu schmal, das sieht nicht aus.  Diese sinnlosen Mauerenden da …

strick-skizze-haupteingang-wegdamit

… müssen weg!

Das ist nun leichter gesagt als getan, denn die Strickmoden sind ja unverputzt.  Also sieht man die Stürze über den Fenstern, Türen und diesen Öffnungen.  Und die wären ja dann zu schmal.

Natürlich gibts da die eine oder andere „Weichei-Lösung“ für: Vordächer, unter denen die Stürze verschwinden, notfalls mit einem waagerechten Blinddach drunter, falls mal einer von schräg unten fotografiert, das geht ja heute alles.  Oder einfach ein waagerechter Stahlträger-Sturz.  Wollte ich aber alles nicht.  Also nicht lang gefackelt, sondern probiert:

strick-haupteingang-test

Geht doch.  Und wie?  Das kommt jetzt.

Diese Teile brauchen wir: das vorhandene Wandteil mit Türöffnung am Eck (Fenster geht auch, ist nur ein Sägeschnitt mehr) und den Sturz-Spender, ein Wandteil für Industriefenster.

strick-eck-bauteile

Wie man unschwer erkennt, ist des Spenders Sturz zu breit.  Macht aber nix:  nachdem man den rausgesägt hat, verschmälert man ihn einfach an den Enden um je vier Ziegel …

strick-eck-sturzhoch

… und schon sieht das passender aus.  Allerdings ist der neue Sturz auch einen halben Ziegel zu dick.  Auch das ist aber nix, was man nicht mit Schleifeinsatz im Trennjäger und etwas Feilen kurieren könnte.

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Nun also weg mit den überflüssigen Teilen der Wand.  Dabei hat sich bei mir die Vorgehensweise bewährt, erst grob alles wegzuschneiden bis an den Vorsprung aus schmalen Ziegelscheibchen über dem Sturz, diesen dann mit dem Stechbeitel wegzuschaben und dann mit Feile und Weile die Rundung anzupassen.  Das Ergebnis sieht dann so aus:

strick-eck-passprobe

Noch ein bißchen Feinarbeit links, wo der Sturz an die Wand stößt.  Dann nochmal kucken, daß er auch gerade sitzt.  Und hinein damit!  (Das hab ich leider zu fotografieren vergessen.)

Man sieht aber auch, daß die Mauer unter dem linken Ende des Sturzes noch ein bißchen in die Öffnung ragt.  Das liegt daran, daß der neue Sturz flacher ist als der alte.  Am entspanntesten behebt sich das, indem man einfach ein bißchen Wand bis nach unten hin abfeilt.  Fällt m.E. nicht weiter auf dann.

Was zu tun bleibt, ist der Eckpfeiler.  Beim Versuch oben habe ich dessen innere Hälfte einfach auf Höhe Sturzunterkante am Pfeiler abgeschnitten, aber eigentlich wollte ich die Decke der Ecke höher haben.  Also beim Pfeiler 2.0 schön ausgeklinkt.  Innenteil und untere Hälfte des Außenteils müssen dann noch an ihren Stoßkanten auf Gehrung gefeilt werden.  So sieht die entscheidende Stelle des Pfeilers von innen aus:

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Die Wandteile kann man dann schräg von oben in den Pfeiler einschieben.  Von innen (wo man auch schön sieht, wie ich mal wieder gepfuscht habe):

strick-eck-innen

Und von außen:

strick-eck-aussen

Insgesamt mit Päuschen und Doku zweieinhalb Stunden Arbeit.  Ich denke, das ist nicht zuviel für eine doch weit überzeugendere Einfangs-Ecke, und danke den Kritikern im #mobatalk, vor allem Oliver, für ihr Insistieren in dieser Sache!

Fortsetzung folgt.

Allenstedter Strickmoden: Beschriftung

Trotz recht anregenden Geplänkels in den Kommentaren neulich vor Jahren, als ich als Wandanschrifts-Zeichensatz für die Strickmodenfabrik die zu moderne Univers verkündet hatte, ist diese damalige Entscheidung nun doch wieder Geschichte.  Stattdessen ist’s nun die Clarendon Bold geworden …

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… die zumindest über jeden Verdacht des Zu-neu-Seins erhaben sein sollte.  Der Schriftzug nochmal in voller Schönheit:

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Nach dem Altern wird man auch die Unsauberkeiten nicht mehr sehen, da bin ich ziemlich sicher.  Und dann kann das Gebäude auch mal zusammenfinden allmählich … und nein, das wird nicht wieder zweieinhalb Jahre dauern, wetten?

Von Schietwedderoog nach Keg Harbor

Ulrich, der uns dankenswerter Weise seit Jahren immer wieder mit schönen Artikeln zum Anlagenbau versorgt, hat sich entschieden, seine norddeutsche Schietwedderooger Kleinbahn nicht fertig zu bauen.

Stattdessen wendet er sich den nordamerikanischen Schmalspurbahnen zu und zeigt uns die fiktive Keg Harbor Railroad & Navigation Company:

Wie immer garniert Ulrich seinen Artikel mit Fotos und wunderbaren Zeichnungen. Besonders die Gebäudezeichnungen zeigen, dass hier wieder eine schöne Anlage entsteht:

Fortsetzung folgt. :-)

Veras Tanke: In Würde gealtert

So gefällt mir das schon besser:

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Wieder mal zeigt der gute alte Deckfarbkasten, was man damit all Schönes machen kann. Sockel und die Ziegel an Fensterbänken und -stürzen leicht nachgegelbt, alles ein bißchen verdreckt, Tore neu gestrichen, Dach mit Teerpappe belegt. Und das schon arg strapazierte wellblecherne Vordach …

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… hat zu denen von Pola noch ein paar weitere Flicken aus Alufolie dazubekommen. Anlaß war, daß am Dachfirst ein Spalt im Wellblech klaffte, der mußte weg.

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Mit dem Gesamteindruck bin ich sehr zufrieden.

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Bei den Zapfsäulen und dem Schrank dazwischen muß ich aber nochmal bei, das gefällt mir noch nicht. Erst recht wenn mans mit dem Vorbild vergleicht (böser Zeitkiller, sollte man nie tun, sowas) und feststellt, daß das Öldosenschrankdings da eigentlich ein „Ölkabinett“ sein sollte, mit hinter Glas sichtbaren Motorölzapfstellen und einem komplett durchsichtigen Vitrinenteil darüber. Na, mal sehen, was mir dazu noch so einfällt.

Ach ja, die Werkstatt. Die Wände haben untenrum einen helleren Anstrich bekommen, die Trennkante zwischen beiden ist bewußt eher frei Schnauze als mit Wasserwaage und Tesakrepp gemacht. Und ich schrieb ja: Kleine Autos passen rein. Nun ja …

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… sehr kleine. Aber egal, auf dem Modul kommt dann halt ein großes Auto, das durchs Tor ins Freie ragt, in die Werkstatt. Ist ja Sommer im Fremo. Ich hab da auch schon ne Idee …