Mal wieder Fahrwerke verschmälern

Der ausführliche Artikel kommt die Tage auf Modellbahnfrokler in die lang verwaiste Rubrik „Zwischendurch gepfuscht“, denn wider Erwarten war es eine Sache von 40 Minuten: Das Schmalermachen der alten, zu breiten Klein-Modellbahn-Fahrwerke unter dem Omm 53/55, Omm 52, Off 52 und 59 oder, wie hier, Kmm(fg)ks 51/52/58:

kmb-kmmks-fahrwerkschmaler

Details wie gesagt demnächst, aber es ist auch nix dabei, was man sich nicht selber ausdenken könnte.  Am Wagen fehlen noch Rangierertritte, schönere Puffer und Farbe sowie eine stabilere Verklebung mit Stabilit statt Sekundenkleber.

Ansonsten ist das ein Umbau, der sich in Serie in deutlich unter einer halben Stunde und einem halben Zehner je Wagen realisieren lassen sollte und das Modell mal eben gefühlte 20 Jahre jünger aussehen läßt. (Vergleichsbilder mit Brawa kommen auch noch.)

Leichte Wagen für schwere Zeiten

So ist seit Oktober 2000 ein Artikel bei Modellbahnfrokler überschrieben, der sich mit den Omm-Wagen der Kriegs- und frühen Nachkriegsbauart beschäftigt und vor allem durch seine außergewöhnlich schlechten Bilder auffiel.

omm34b-ro-l

Bis heute.  Jetzt sind die Bilder nur noch normalschlecht und fallen nicht mehr auf. ;-)

Natürlich blieben nach  gut 16 Jahren auch die Texte nicht komplett dieselben. Aber ich fand schon erstaunlich, wie wenig sich da geändert hat in der langen Zeit. Frei nach U2 („how long must we sing this song?“) bin ich ja mal gespannt, wie lange wir noch predigen müssen, daß vor allem vom Omm 37 mal ein zeitgemäßes Modell hermuß. Bei der 56.2 hat es ja auch mehrere Jahrzehnte gedauert.

Viel Spaß jedenfalls damit!

Bremen liegt in Luxemburg

Der Gmhs Bremen (später Gmhs 35, noch später Glms 201) von Roco ist ja bekanntlich ein höchst erfreuliches Modell: schön detailliert und graviert, vor allem schön feine Bretterfugen, ziemlich schmales Fahrwerk, alles ganz schick und dabei enorm preiswert — aber leider gibt es außer dem genauso erfreulichen Pwgs 44 (zu dem demnächst mehr) keine weiteren Formvarianten. Tillig, vormals Sachsenmodelle, war da fleißiger und hat auch die Nachkriegsversion der DB bzw. genaugenommen DR-West und die teilmodernisierte Version der DR-Ost gemacht, dafür aber völlig anlaßlos die Proportionen versaubaddelt und sich damit ohne Not selbst disqualifiziert.

Teilmod ist ja nicht so mein Thema, aber West-Nachbauwagen will ich schon haben. Dazu mehr unten, erstmal bleibt ja der Spruch aus der Überschrift aufzulösen:

cfl-oppeln-bremen-stirn

Links der Oppeln von Klein Modellbahn als CFL-EUROP-Modell, der sich vom DB-Modell vorbildgerecht unterscheidet:

  • keine Stirnwandtritte und -griffe
  • Blechsegmente oben in den Stirnwänden, erkennbar an fehlenden Bretterfugen
  • Endfeldverstärkungen
  • Signalhalter an Stirn- und Seitenwänden (letztere erkennbar rechts vom EUROP-Rahmen)

Rechts der Roco-Bremen, ebenfalls als grauer CFL-EUROP-Wagen. Leider gibt es auch dafür keine Formvariante von Roco, also müssen die Umbauten halt selber gemacht werden: Schräge Stirnwandstreben wegschnitzen, Bretterfugen nachritzen, Blechsegment aus Cinefoil aufkleben, Signalhalter mit kleinen Stückchen aus Evergreen-T-Profil andeuten. Die Endfeldverstrebung kommt noch, wenn ich passende Profile gefunden (oder gebaut) habe. Den fehlenden Puffer habe ich erst beim Ansehen des Fotos bemerkt und bitte, ihn genau wie die noch abwesenden Türtritte und die fehlende Alterung beider Modelle wohlwollend zu ignorieren.

CFL-Bremen hätten wir also schon fast. SNCB kommt demnächst, ÖBB (wo es ebenfalls leicht abweichend aussehende Nachbauwagen, aber auch welche mit überdachtem Bremserhaus sowie teilweise auch Sprengwerk und anderen Türtritten gab) irgendwann auch mal. Bleibt die westdeutsche Nachbauserie:

gmhs-bremen-nachbau

Kein großes Meisterwerk, nur geduldiges Strebenwegschnitzen und Bretterfugenritzen — Frokelei der alten Schule also. Weg müssen die diagonalen Steben in den äußeren Feldern der Stirnwände und in den Schiebetüren; letztere werden ersetzt durch senkrechte, wie sie ja auch die meisten anderen deutschen G-Wagen hatten. Am Modell stammen die aus einem Ätzblech von Makette, vielen Dank an Timo für die edle Spende!

Was zu tun bleibt: Die Ausrüstung der Stirnwände mit Griffen und Tritten natürlich, auch hier der Ersatz für die fehlenden Puffer und Türtrittbügel und außerdem andere Bremsumsteller, weil die Nachbauserie eine andere Bremsbauart hatte (sagt Timo :-) ). Und schon wieder gibt’s einen Wagen, den nicht jeder hat. (Aber auch nicht keiner: mindestens Tobias hat schon einen gebaut.)

gmrhs30-schraeg

Und als Zugabe dann noch mein jüngst entsprechend aufgerüsteter Klein-Modellbahn-Oppeln, der ja leider ab Werk zutiefst häßlich angespritzte Stirnwandgriffe hat. An meinem Wagen sind es umfunktionierte Kupplergriffe vom Aw Lingen, das auch die Stirnwandtritte beigesteuert hat. Die Signalhalter sind wie immer bei mir Ätzteile von H0fine, an den Bremen gehören freilich eigentlich die Gußteile von Chistoph von Neumann stattdessen (hier bei EMB schön fotografiert).

Büssing 8000 Kipper: Jetzt auch mit Spachtel

So, weiter gehts mit dem Büssing-Kipper aus Resten. Erstmal ein Bild des aktuellen Zustands:

grundiert-vr

Außer dem Grundieren der Aufbauten und dem Lackieren der Chassis, letzteres zunächst mit Rallyeschwarz aus der Spraydose und dann mit Glanzlack auf dem Pinsel für die Teile, die beim Vorbild gelegentlich mal geputzt werden, ist eigentlich nur eine größere Sache passiert: der Übergang zwischen den vorderen Kotflügeln und den Trittbrettern.

weiterlesen Büssing 8000 Kipper: Jetzt auch mit Spachtel

Büssing 8000 Kipper (Basis Wiking)

Da muß ich wohl mal wieder Abbitte leisten. Der Büssing 8000, der gute alte Veteran aus dem Hause Wiking, kam mir immer vor wie ein viel zu kümmerlich geratenes Spielzeugauto. Alte Wiking-Laster sind 1:90, so „weiß“ man ja. Stimmt ja auch — meistens.

zug-roh-l-full

Beim 8000 stimmt es aber nicht. Der Vergleich mit Vorbildfotos und -Maßen sowie mit dem Brekina-Modell ergibt zwar ein paar Abweichungen, aber wie man sehen wird, keine dramatischen:

  • Die Motorhaube ist ein bißchen kürzer.
  • Die Kabine ist hinten ein bißchen schmaler.
  • Die Räder, und in der Folge auch die Kotflügel, sind deutlich kleiner.
  • Die Breite über alles ist deutlich geringer.
  • Der Radstand und die Länge ist deutlich geringer.

Das klingt zugegebenermaßen jetzt nicht sooo toll. Aber wenn man dann noch weiß (oder wie ich neulich gelernt hat), daß es zwei verschiedene Büssing-8000-Serien gab, daß Wiking die ältere und Brekina die neuere nachgebaut hat, und daß die ältere tatsächlich eine etwas kürzere Motorhaube hatte — dann reift schnell der Entschluß, daß man aus dem Wiking-Modell was bauen muß.

weiterlesen Büssing 8000 Kipper (Basis Wiking)

Die Kraft, die aus dem Keller kommt

buessing-commodore-lu-11-60-r

Nein, es geht nicht nur um Unterflur in den neuesten überflüssigen Artikeln bei Modellbahnfrokler.  Es gibt dort je eine Übersichtsseite zu Büssing-Haubenwagen und –Frontlenkern, soweit sie für die Epoche 3 von Bedeutung sind.  Natürlich mit Frokeltips und illustriert mit Modellfotos, wenn auch noch mit viel zu wenigen — Ergänzungen folgen immer dann, wenn mal wieder ein Büssing-Modell fertig wird, also immer mal wieder über die kommenden paar Jahrzehnte ;-)

That’s the way I Leig it

Na komm, ich hab mir drüben auf der Website jedes Leig-Wortspiel verkniffen, hier im Blog darf ich dann doch mal?  Jedenfalls gibt’s drüben eine neue Übersichtsseite zu den diversen Leig-Einheiten, die hier mehr oder weniger im Entstehen begriffen sind, bei der Gelegenheit mit schickem Literaturverzeichnis und so, alles ganz schnieke.  Schnieker jedenfalls als die schon oft belamentierte Situation bei den Käfermodellen, deren Modellkritik jetzt aber immerhin schon mal Vorbildfotos und ein paar neue Erkenntnisse aufweist.

leig

Viel Spaß damit wünscht: Ermel.

Es tut sich was beim Selbstbau

Neinnein, nicht bei den Modellbahnfrokler-Autoren, wo denkt Ihr hin? Aber trotzdem habe ich mal die Artikel zum Smr 35 und zum SSt 06 ein wenig ergänzt nach all den Jahren (sechzehn waren’s beim SSt, ich bin noch ganz schockiert, wo ist die Zeit geblieben?).

Beim Smr 35 gibt es nach Rückfrage in einem Forum einen neuen (naja: neu skalierten) Bastelbogen, diesmal in 1:87 ;-)  Und beim SSt 06 habe ich Links zu lesergefrokelten Exemplaren des Wagens ergänzt (was wir beim Smr 35 und anderen Artikeln gern auch machen würden — wer also mal was von unseren Bauvorschlägen nachgefrokelt hat, der darf sich gerne mit Link und Bild bei uns melden, oder auch ohne Link; wenn es anderswo nicht veröffentlicht ist, können wir das auch gerne hier machen!).

Ein paar Textkorrekturen, eine „neue“ Zeichnung, ein paar Links, nix Ernstes halt, aber vielleicht interessiert es ja trotzdem mal wen.

Update zur 56.2 / Trix-Umbau

Nachdem ich zum Jahresende hier einen Beitrag zum Umbau einer Trix BR55 zur 56.2 gepostet habe, hier ein kurzer Zwischenstand was in der Zwischenzeit passiert ist.

Nachdem der gesamte Umlauf neu gelötet wurde wollte ich eigentlich nur noch die MäTrix-Pufferbohle ersetzen, da diese leider nicht sonderlich gelungen ist. Zu dick, dafür zu flach, Puffer in der falschen Höhe. Absägen.
Dabei stellte ich fest das es wohl einfacher ist den gesamten Vorschuh aus Messingblech neu zu bauen. Gesagt. Getan.

Aus 0,5mm Ms-Blech wurden die Seitenteile neu angefertigt. Die Riffelblechabdeckung der Pufferbohle und eine weitere Querstrebe im Innenren wurden verlötet. Das Konstrukt wurde dann am Umlauf mit angelötet.

Auch die neue Pufferbohle habe ich schon vorbereitet. Sie entstand aus einem Evergreen-PS-Profil und wird mit diversen Weinert-Teilen wie Federpuffer, Sockelplatten, Kupplungsflansch, Bremsschläuchen sowie Kupplergriffen zugerüstet. Davon habe ich leider aktuell kein Foto, aber das kommt noch.

Bis dahin hier 3 (leider etwas unscharfe Handy-) Fotos vom Bau des Vorschuhs.
Umlaufblech aus Messing gelötet

Umlaufblech aus Messing gelötet

Umlaufblech aus Messing gelötet

Text und Bilder (c) by Erik Streda. Alle Rechte vorbehalten.