Pwg 14: Die Brawa-Bremsen-Bastelei

Wie in der Modellkritik zum Pwg pr 14 von Brawa und GFN auf der Hauptseite bereits erwähnt, haben beide Hersteller die Kunze-Knorr-Güterzugbremse (Kkgbr) an die falsche Stelle am Wagenboden gesetzt.  Da ich nun auch stolzer Besitzer eines Brawa-Modells mit Kkgbr bin, nämlich von diesem hier:

Brawa Pwg pr 14 mit „A-Streben“, elektrischer Beleuchtung und (falsch angeordneter) Kkgbr für die Epoche 3b

…, habe ich das bei dem natürlich gleich mal gefixt.  Was dabei zu beachten ist, steht in der Modellkritik im neuen Anhang „Versetzen der Kkgbr“ — und mehr Bilder zum DB-verstrebten Pwg sind im vorhergehenden Anhang „Varianten der vorgestellten Modelle“ zu finden.

Zum Vergleich: oben mit falsch, unten mit richtig angeordneter Kkgbr.

Viel Spaß bei dieser kleinen Frokelei!

Mehr Müll wagen!

Da habe ich ja wieder was angerichtet mit der Müllwagensache neulich — vor allem in meinem Hirn. Denn natürlich arbeitet sowas weiter da drin, und irgendwann stellte sich mir die Frage, ob der alte Müllwagen von Wiking — der hier …

„Alter Müllwagen“ von Wiking, hier bereits mit der verglasten Magirus-Kabine. Raus kam er so ca. ’56 noch als Unverglaster; es gab ihn aber auch mit zwei verschiedenen Mercedes-Kabinen

… denn nun frei erfunden sei oder was? Da ist man sich bei Wiking ja nie so ganz hundertprozentig sicher …  weiterlesen Mehr Müll wagen!

Vier Jahre und vier Tage

… ist nichts an der Hauptseite von Modellbahnfrokler passiert.  Aber heute!

CAD-Vorschau des Kupplungsadapters für den Roco-VT 98

Aus diesem Thread bei DSO über das alte Problem, wie man einen Roco-Schienenbus vernünftig mit normalen Wagen kuppelt, entstand ein Update einer der ältesten Modellbahnfroklerseiten „öwwerhaupts“, jetzt nicht nur mit vernünftigen Bildern (nicht von mir) und dem Hinweis auf ein kommerziell erhältliches Teil zur Lösung (nicht von mir), sondern auch mit dem Angebot des kostenlosen Downloads einer 3D-Druckdatei für ebenjenes Teil (nicht von mir).

Vielen Dank an alle Beteiligten!  — Und was hab ich dazu geleistet, daß ich so stolz bin?  Hey, irgendwer muß sowas doch auch kuratieren ;-)

Volkswagen auf Maß gebracht (I)

So, nun ist es endgültig an der Zeit. Wie in meiner Ungezieferwarnung schon angedeutet, kann mich die geneigte Industrie jetzt mal gepflegt „an die Füße fassen“, ich mach mir meine Käfer jetzt selber. Und wenn es 10 Jahre dauert, dann dauert es meinetwegen 10 Jahre — eher werden uns die allseits verehrten Großserienhersteller Wiking, Praliné/Busch, Brekina, Schuco, Herpa, Schonwiederwiking und Schonwiederbusch, in der Reihenfolge ihrer bisherigen Versuche seit 1986, eh nicht mit einem weiteren Versuch enttäu beehren.

Aber ich will ja nicht schon wieder das Klagelied des Käferfans anstimmen. Getreu meinem Neujahrsvorsatz — weniger jammern, mehr frokeln — habe ich beschlossen, die Sache jetzt wirklich mal selbst in die Hand zu nehmen. Und weil das hier ein ziemlicher Sermon werden wird, können alle Interessierten nach einem Klick … weiterlesen Volkswagen auf Maß gebracht (I)

Mikados, die zweite

Nach dem doch recht langen „Einführungsteil“ gibt’s jetzt nur noch kleinere Happen.

Neue Häuser für die Arbeitenden

Das das Roco Führerhaus nicht so ganz das wahre ist, ist ja bekannt. Mit ein paar neuen Griffstangen und Dachhaken wird es zwar schon mal deutlich besser, aber das das Bessere ist der Feind des Guten: Nach einer längeren Unterhaltung über eine gebraucht erworbene Altbaukessel-41 bei einem Fremo-Treffen habe ich mich entschlossen, zumindest auf den beiden entstehenden 41ern Führerhäuser von der Fleischmann 03/41 unterzubringen – oder doch lieber von der Roco 50?

So entsteht eine Posse: wenn man zu einem Händler geht, der fast nur Märklin verkauft — der wollte mir nicht glauben, dass ich ein Führerhaus für eine Lok haben wollte, von der ich die Artikelnummer nicht wusste. Noch verdutzter guckte er mich an, als ich erzählte, dass ich nichtmal die Lok zu dem Führerhaus hätte, aber nach einigem Überreden bestellte er mir dann trotzdem eines. Ich vermisse meine Fachhändlerin aus Hamburg.

Ich hatte nun also ein original Roco-41-Führerhaus, eines von der Roco-50 und eines der GFN-03. So viel kann ich schon mal verraten: auf die 41er kommt das der Fleischmann-03, es gefällt mir einfach am besten und hat auch die für meine beiden richtige Indusikiste. Das der Roco-50 soll in der Dachrundung nicht ganz passend sein — ich konnte da allerdings kein Unterschied feststellen. Aber dafür hab ich auch noch eine Verwendung: In den Tiefen der Bastelkiste liegt 44 552, eine Öl-44 mit Schürze, aber mehr dazu irgendwann anders mal.

So ganz kann man das Führerhaus dann doch nicht direkt benutzen: Es müssen noch Windstauschuten dran, und im Weinert-Katalog habe ich endeckt, dass es Tendertüren für Einheitsloks gibt. Also probieren wir das doch mal …

41 026 oben und 41 323 unten

Wer gut schmiert, der gut fährt

Alles wäre so schön einfach, wenn Roco unterm Führerhaus nicht auch totale Grütze abgeliefert hätte. Die Seite vom Chef mag ja noch durchgehen, aber die unterm Heizer hat sich ein Konstrukteur bei Roco völlig frei ausgedacht. Bei 41 019 hab ich das Teil noch versucht zu retten, aber das war auch mehr schlecht als recht. Bei den beiden anderen habe ich es komplett neu gebaut. Dazu entstand der Speisewassermischbehälter (der große Kasten, in dem sich das Kondenswasser vom Mischvorwärmer und das aus dem Tender angesaugte Speisewasser vermischen) aus einem Stück PS Profil und die Leitungen wie immer aus Messingdraht. Der kleine Haltewinkel war mal ein Stück Umrandung eines Ätzteils.

Da wir schon mal auf dieser Seite der Lok sind, da ist ja auch noch der Antrieb für den Boschöler. Leider ist das bei der unsäglichen Knickrahmenkonstruktion nicht funktionsfähig hinzukriegen, aber zumindest kann man es andeuten. Dazu fix ein bisschen Ätzteilerahmen und einen kleinen Draht zusammengelötet und fertig. Fertig? Nein, nicht ganz! Sowohl 41 026 als auch 41 323 hatten Spurkranzschmierung. Bei den 01 oder 44 war die Pumpe im Steuerungsträger eingebaut, bei den 41 hingegen zwischen der letzen Kuppelachse und dem Nachläufer. Das wurde vom Antrieb des Boschölers mitangetrieben, da muss also noch ein Drähtchen dran.

Was sonst noch so geschah

Wie ihr auf den Bildern seht fehlt eigentlich nur noch eine ganze Menge Farbe auf den Loks, und dann war’s das mit dem Thema Flensburger 41. Danach gibt’s noch einiges andere zu frokeln, z.B. mischende Schnellzugloks oder ehemalige Schnellfahr-Zweizylinder-Loks …

Fortsetzung folgt.

Leuchtelichter

Gegen Dunkelheitsfahrten und Lichtleiter!

Zwei rot, drei weiß — geht aber natürlich auch andersrum!

Bei den 41ern habe ich beleuchtete Weinertlaternen erwähnt. Da mich einige gefragt haben, wie ich das gemacht habe, teile ich meine Erfahrungen mal mit euch.

Die Zutaten für die kleine Bastelei

Es gibt von Weinert Laternen mit LEDs und Konstantstromquelle, ob die was taugen kann ich nicht sagen.
Die sind auch nur einfarbig; ich wollte aber Weiß und Rot haben.

Is ja wie Weihnachten, auspacken und los gehts

Bei SMF-Modelle gibt es Duo-LEDs in Warmweiß/Rot als SMD in der Baugröße 0603, ideal für Dampfloks und andere Dinge, bei denen Weiß und Rot in einem Lampengehäuse untergebracht ist.
Von Weinert gibt es die durchbohrten Gußteile der beleuchteten Laternen auch ohne die LEDs und Konstandstromquelle, je nachdem was man gerne hätte als DB- oder Reichsbahn-Laternen.

LED fertig eingebaut — und sie funktioniert sogar noch

Jetzt muss man das ganze nur noch kombinieren. Dazu habe ich einen Versuch unternommen, und die LED einfach hinten in das Gußteil geklebt — und siehe da: es funktioniert. Wenn man jetzt noch die Drähte etwas verzwirbelt und aufpasst, dass die Kontakte der LED nicht gegen den Gußkörper kommen, kann man die Laterne auch schon an der Lok anbauen, und die Zuleitung erfüllt auch gleich ihre originale Funktion. Damit, dass das Stromkabel jetzt an der Rückseite der Laterne beginnt und nicht an der Unterseite, kann ich leben.
Was mir eigentlich aber fast immer passiert ist, dass ich durch einen blöden Fehler einen Draht abgerissen habe, entweder hab ich ihn dann wieder angelötet oder aber, wenn es der rote war, die LED halt in das Spitzenlicht eingebaut.
Jetzt noch ein wenig weiße Farbe gegen zu grelle SMD LEDs, das mitgelieferte „Glas“ einsetzen — und fertig.

Zum Lackieren wird einfach die Öffnung abgedeckt und nach dem Lackieren wieder entfernt.

Fertige Laterne hinten am Tender für 41 323

Silberling Innenbeleuchtung

Nachdem der Admin vor einiger Zeit mal mit einem Gartenzaun gewunken hatte, habe ich heute mal Zeit gefunden, einen Artikel, den ich 2013 angefangen hatte, fortzusetzen und zu beenden.

Vor ein paar Jahren bin ich günstig an 2 bereits gealterte Lima-Silberlinge gekommen. Und wenn man die 3 Hersteller von maßstäblichen Silberlingen, die erhältlich sind, nicht kombiniert, fallen die Schwächen auch nicht so auf.

Ich habe mich also für Lima/Rivarossi entschieden.

Da meine ersten Wagen auch im Innenraum aufgehübscht waren, wollte ich sie auch beleuchten. Zu der Zeit schwappte gerade die Idee einer mit Magnet schaltbaren Innenbeleuchtung in die breitere Masse des Fremo und ich schloss mich der Sammelbestellung an.

Die von Christoph Budelmann entwickelten Platinen haben eine Größe von etwa 1cm² und haben 2 schaltbare Ausgänge und einen Kondensator zur Spannungsstabilisierung.

(Zur Zeit des Schreibens läuft grade wieder eine Sammelbestellung. Inwiefern die Platinen noch bei Veröffentlichung verfügbar sind, kann ich nicht beantworten.)

Als LED-Streifen habe ich hufing-tronic gewählt. Es eignen sich aber alle Streifen ohne Dekoder, auch kann man LED (ohne Vorwiderstand) direkt anschließen. Die Platine bietet zwei Konstantstromquellen an.

Als Vorbereitung habe ich die Beleuchtungsplatinen an die LED-Streifen gelötet.

Und die Kondensatoren vorbereitet. Diese waren damals im Lieferumfang als radiale Version enthalten. Für meine Zwecke habe ich axiale genommen. (Warum genau, weiß ich mittlerweile ich nicht mehr). Der Kondensator wird nachher im Klo unterkommen.

Die Wagen habe ich dann auseinandergenommen und den Innenraum farblich angepasst und mit Figuren versehen. Da – wie bei den meisten Wagen – der Boden zu hoch ist, haben diverse Fahrgäste leider Fuß- oder Unterschenkelamputationen erleiden müssen.

(Der Farbklecks an der orangen Zwischenwand ist nicht so geblieben.)

Wenn man den Wagen nun auseinander hat, kann man sich auch um die Stromversorgung kümmen. Da dies von Lima damals nicht vorgesehen worden war, nehme ich pro Drehgestell einen Pol ab.

Die Achsschleifbleche werden dazu mit Kabel versehen und im Drehgestell festgeklebt. Beim einsetzen der einseitig isolierten Achsen ist auf die richtige Ausrichtung zu achten.

Nachdem man dann das Dach der Wagen abgenommen hat schafft man sich Platz für den LED-Streifen. Dazu müssen alle Querspanten weichen, ebenso wie am Ende etwas „Zwischendecke“ weggenommen werden.

Hier wird nun der LED-Streifen eingelegt und mittels kurzer Polystyrol-Streifen befestigt. Ich habe ihn aber nur „eingeklemmt“. Nun zeigt sich auch, warum die Beleuchtungsplatine so abstehend angelötet wurde. Sie steht nun hoch und ist damit besonders nah am Dach. Es bietet sich an, die Beleuchtungsplatine in Wagenmitte zu platzieren, damit man sie später auch sicher wiederfindet. Die Wagen sind nahezu punktsymmetrisch.

Wenn der Wagen innen soweit vorbereitet ist, kann es ans zusammenbauen gehen.

Dabei wird der Kondensator in einer der Toiletten versteckt und die Stromzuführung auch in der Toilette hochgeführt.

Wenn alles bis auf das Dach zusammen ist, sollte es so oder ähnlich aussehen.

Dann noch das Dach drauf und fertig ist der Wagen.

Die Mikados kommen

v.l.n.r. 41 019, 41 348, 41 026, 41 323

Wie kommt man auf die Idee, mehrere 41er des Bw Flensburg nachzubauen?

Es begann damit, dass ich ein Vorbild für eine günstig erworbene Roco 41 suchte.  Ich fand ein Bild von 41 019 im Bw Hmb-Eidelstedt.  Die Lok hatte es mit sofort angetan, mit Lampenbügeln und 32er Niettender alter Ausführung hob sie sich von Einheitsbrei der Neubaukessel-41er ab.  weiterlesen Die Mikados kommen

Fenster zu Schießscharten, Vol. II

Wer mich kennt, weiß um das ewige Gegreine ob der zu großen Seitenscheiben bei allen Modellen von VW-Käfern vor Baujahr ’65.  Langjährige Blogleser kennen den hier vielleicht auch noch:

Mein erster Versuch zum Fensterkleinermachen, 2009.

Das verlief dann, wie so vieles hier, im Sande, hauptsächlich wegen des gigantischen Aufwands (in der Zeit hätte man auch einen 1:1-Käferfensterrahmen entrosten und grundieren können).  Und so dachte ich dann immer mal wieder auf dem Thema herum nebenbei.  Heute kam mir dann mal wieder eine neue Idee.

Riesig ist der Effekt zugegebenermaßen nicht.

Bei scharfem Hinsehen erkennt man: das Modell hat schwarzgraue Fenstergummis.  Das ist bei meinen Modellen Pflicht, normalerweise durch Anmalen der Fensterhöhlungen in der Karosserie — aber gerade beim Brezelkäfer würden dadurch die Fenster optisch noch größer, das will man dann ja schon gar nicht.

Es geht aber auch einfacher als durch Verkleinern der Fensteröffnungen … weiterlesen Fenster zu Schießscharten, Vol. II

Die Entkernung von Stuttgart

Nein, keine Bange.  Weder ist das Froklerblog tot oder verwaist, noch geht es in diesem Beitrag um die unselige 1:1-Kellerbahnhofsbaustelle.  Stattdessen machen wir heute mal wieder was, das in letzter Zeit ein wenig ins Hintertreffen geraten ist:

Güterwagen frokeln!

Und hier unser heutiges Opfer:

r10-avorher-kpl

Den kennt man: Rocos R Stuttgart der Verbandsbauart bzw. R 10 der DB.  Ein durchaus hübsches Modell, dem das Bild  nicht so ganz gerecht wird.  Eigentlich stören mich daran nur vier Sachen:

  1. die labberigen Achshalter, die eigentlich immer schleifende Radsätze zur Folge haben;
  2. der zu hohe Wagenboden, bei der abgebildeten Erstserie überdies mit sinnlosen Längs- und Querleisten auf den Brettern verunstaltet;
  3. das zu geringe Gewicht und
  4. bei der DB-Version die falschen Stirnwandrungen.

Zur Verdeutlichung von Punkt 2 hier noch ein Detailfoto:

r10-bvorher-ende

Das kann man aber alles beheben … weiterlesen Die Entkernung von Stuttgart