Mal ein bißchen Farbe ins Spiel bringen

Auch wenn man länger nichts mehr vom Bau meines Modulbahnhofs Argenthal gehört hat, tut sich wieder ein bißchen was.

Damit ich in absehbarer Zeit endlich mal Fortschritte in der Ausgestaltung vorzeigen kann, will ich bald Schottern. Und dazu muß ich erstmal die Gleise und Schwellen passend färben.

Rezepte dazu gibt es viele und man weiß nicht so ganz, welches einem persönlich zusagt. Daher habe ich in den letzen Tagen einfach verschiedene Varianten ausprobiert. Da in Argenthal sowohl Holz- als auch Stahlschwellen liegen, mußte ich mich mit beidem befassen.

Für die Holzschwellen habe ich die Vorgehensweise von LCU angewandt, wenn auch in leichter Abwandlung. Zu finden ist seine Vorgehensweise im H0-Modellbahnforum in der Vorstellung des „Mein-Gleis“-Systems von Weinert.
Ich bin folgendermaßen vorgegangen:
– Grundfärbung der (Tillig-Holz-) Schwellen mit Revell Email Mattlack 1 Teil #83 Rost und 3 Teile # 75 Steingrau, aufgetragen mit Airbrush;
– Schienen und Kleineisen mit einer Mischung aus Revell Email Mattlack #83 Rost und #37 Ziegelrot per Airbrush eingerostet. Da meine Airbrush mit 0,4mm-Düse etwas zu grob ist, habe ich dann doch noch mit einem feinen Pinsel nachgearbeitet.
– Um den Rost-Effekt zu verstärken habe ich mit „Standard Rust Effects“ von MIG die Gleise und Kleineisen nochmals nachbehandelt.
– Die Schwellen bekamen mehrfach einen Überzug mit einer Ölfarben-Mischung (Schmincke) aus grün, braun und grau, verdünnt mit Feuerzeugbenzin.

Das Ergebnis sieht man auf folgendem Bild und ich bin schon recht zufrieden mit dem Ergebnis:
Tillig-Holzschwellen eingefärbt nach Rezept von LCU.

Die Tillig-Stahlschwellen wurden auf 3 verschiedene Arten eingefärbt. Leider sind die Fotos nicht besonders aussagekräftig – in echt ist der Unterschied doch deutlicher erkennbar.

1. Einfach nur Revell Email #83 Rost. Gefällt mir ganz gut, weil schön matt. Etwas mehr Orange wäre schön.
Revell #83 Rost

2. Revell Email #83 Rost gemischt mit #37 Ziegelrot und #85 braun. Gefällt mir nicht.
Mischung aus Revell #83 mit #37 #85.

3. RST-Farbe Rost dunkel. Farbton ganz gut, aber leider mit leichtem Rest-Glanz.
RST Rost dunkel

Demnächst vielleicht mehr zu diesem Thema.

Text und Bilder (c) by Erik Streda. Alle Rechte vorbehalten.

Veras Tanke: In Würde gealtert

So gefällt mir das schon besser:

tanke-gealtert-links-s

Wieder mal zeigt der gute alte Deckfarbkasten, was man damit all Schönes machen kann. Sockel und die Ziegel an Fensterbänken und -stürzen leicht nachgegelbt, alles ein bißchen verdreckt, Tore neu gestrichen, Dach mit Teerpappe belegt. Und das schon arg strapazierte wellblecherne Vordach …

tanke-dach-s

… hat zu denen von Pola noch ein paar weitere Flicken aus Alufolie dazubekommen. Anlaß war, daß am Dachfirst ein Spalt im Wellblech klaffte, der mußte weg.

tanke-gealtert-rechts-s

Mit dem Gesamteindruck bin ich sehr zufrieden.

tanke-vorn-s

Bei den Zapfsäulen und dem Schrank dazwischen muß ich aber nochmal bei, das gefällt mir noch nicht. Erst recht wenn mans mit dem Vorbild vergleicht (böser Zeitkiller, sollte man nie tun, sowas) und feststellt, daß das Öldosenschrankdings da eigentlich ein „Ölkabinett“ sein sollte, mit hinter Glas sichtbaren Motorölzapfstellen und einem komplett durchsichtigen Vitrinenteil darüber. Na, mal sehen, was mir dazu noch so einfällt.

Ach ja, die Werkstatt. Die Wände haben untenrum einen helleren Anstrich bekommen, die Trennkante zwischen beiden ist bewußt eher frei Schnauze als mit Wasserwaage und Tesakrepp gemacht. Und ich schrieb ja: Kleine Autos passen rein. Nun ja …

tanke-panda-s

… sehr kleine. Aber egal, auf dem Modul kommt dann halt ein großes Auto, das durchs Tor ins Freie ragt, in die Werkstatt. Ist ja Sommer im Fremo. Ich hab da auch schon ne Idee …

Allenstedter Strickmoden: Jetzt auch mit Mauerfugen

Nachdem dann doch jemand bemerkt hatte, daß ich zumindest im roten Teil meiner Wände die Mauerfugen ein wenig vernachlässigt hatte, hier der Beweis, daß mir Eure Kommentare alles andere als egal sind:

strick-fugen

Das Bild zeigt die altbekannte erste Wand, nun mit Fugen (hier ist die „Vollversion“ des Bildes), und im Vordergrund meinen derzeitigen Quell der Verzweiflung: die zweite Wand. Jahaa, es geht voran! Fast so schnell wie beim Vorbild ;-)  Im Vergleich erkennt man, daß das mit den Fugen keine dumme Idee war, und auch, daß sich die Mühe mit den mehr oder weniger einzeln hervorgehobenen Steinen, die zu einem leicht gescheckten, eben „geziegelten“ Aussehen führen, durchaus lohnt: die rechten beiden Felder haben das noch vor sich und wirken trotz Voralterung  vergleichsweise steril. Das mit den Steinen muß man da übrigens gar nicht soo genau nehmen. Diese Makroaufnahme hier …

strick-fugen-makro

… zeigt deutlich, daß der fleckige Anstrich wie auch die „Verfugung“ nicht übermäßig sorgsam erfolgt sind. (Auch dieses Bild gibt’s in voller Größe.) Aber so genau kuckt kaum jemand, und aus normalem Betrachtungsabstand gefallen mir meine Ziegelwände ausgesprochen gut.

Allenstedter Strickmoden: Es wird röter

Oder roter? Egal, jedenfalls wird’s weniger gelb:

strick-farbprobe2b

Nein, weder Alterung noch Firmenschild sind schon endgültig. Aber der Eindruck kommt allmählich rüber, finde ich. Der gezeigte Zustand ist der nach dreimal Altern und Wiederabwaschen, irgendwie funktioniert das heute nicht so gut wie gestern. Aber wird schon werden …

Allenstedter Strickmoden: Ein erster Farbversuch

Nachdem die bestellten Wandteile zwar beim Händler liegen, ich es aber nicht zu dessen Öffnungszeiten dorthin geschafft habe, habe ich als kleine Ersatzbefriedigung mal bei Real einen Deckfarbkasten und ein paar Pinsel mitgenommen und ein Probewandteil gealtert:

strick-farbprobe1

Eigentlich noch zu sauber, aber für’n Anfang schon nicht schlecht, wie ich finde. Die Fensterstürze sind mit der links abgebildeten Acrylfarbe gepinselt, damit das beim Wasserfarbengeplansche nicht wieder abgeht. Frage: Wo gibts den kleinen blauen Pinsel, der rechts auf der grünen Farbe liegt, zu kaufen? Meiner war in dem Alterungsfarbset dabei, aus dem auch die rote Acrylfarbe stammt. Das Ding ist genial, davon brauch ich einen Vorrat.

Update: Na, auf meine (paar) Leser ist Verlaß, dankeschön!  Hier eine Quelle für die Microbrushes, wie die Pinselchen auf gut neudeutsch heißen.

Ein neues Jahr, und wir altern weiter!

Ja denn, frohes Neues und so.  Und der kurze Hinweis, daß das Alterungstutorial bereits um einige weitere Bilder ergänzt wurde und auch weiterhin wird. Wer also Timos Finger mal live sehen will (nein, ohne rote Fingernägel, leider — ich hab versucht, ihn zu überreden, aber er wollte partout nicht), der hat jetzt die Gelegenheit.

ssk07-opel

Das Alterungstutorial ist da!

Lange hat’s gedauert, aber jetzt ist es so weit: das lange versprochene Alterungstutorial ist endlich online!  Nachdem schon an der Existenz der Entwürfe gezweifelt wurde, wünschen wir allen Zweiflern und natürlich auch allen anderen, also sowohl den mehr oder weniger geduldigen Wartern als auch den nun hoffentlich angenehm Überraschten, viel Vergnügen bei der Lektüre — und verabschieden uns in die Weihnachtspause. (Har har … monatelange Funkstille und dann Weihnachtspause. Ja nee, is klar.) Egal — frohe Feiertage und guten Rutsch allerseits!

Baureihe 50: Ab zum Räderabdrehen

Als ich dann irgendwann keine roten Speichen mehr sehen konnte, weil alles zu flimmern begann, habe ich eine Auszeit genommen und dieses wie ich finde in seiner Verworrenheit doch irgendwie ästhetische Bild geschossen:

raederhaufen-50

Es zeigt die Radsätze meiner beiden „neuen“ Roco-50er, frisch lackiert und zur Hälfte bereits gealtert. Sobald das Flimmern nachgelassen hat, werde ich auch die andere Hälfte altern (aber entweder heller oder noch dunkler als die anderen, die beiden Lok sollen ja nicht gleich aussehen) und die Radsätze dann einpacken und zum Abdrehen schicken.

Warum ich die vor dem Abdrehen altere? Weil sie auf dem Fremotreffen in Cloppenburg zu mir zurückkommen sollen und dann direkt eingebaut werden. 50er kann man nie genug haben, weder als Einzelperson noch auf einem Fremotreffen! Und mit frischlackiert-glänzenden (oder schlimmer noch: plastikglänzenden) Rädern sollen meine da aber auch nicht herumfahren. Schließlich habe ich einen Ruf zu verlieren. :-)

Die Alterung der Lokomotiven selber kommt dann also auch die Tage, und auch davon werde ich hier berichten.