Leuchtelichter

Gegen Dunkelheitsfahrten und Lichtleiter!

Zwei rot, drei weiß — geht aber natürlich auch andersrum!

Bei den 41ern habe ich beleuchtete Weinertlaternen erwähnt. Da mich einige gefragt haben, wie ich das gemacht habe, teile ich meine Erfahrungen mal mit euch.

Die Zutaten für die kleine Bastelei

Es gibt von Weinert Laternen mit LEDs und Konstantstromquelle, ob die was taugen kann ich nicht sagen.
Die sind auch nur einfarbig; ich wollte aber Weiß und Rot haben.

Is ja wie Weihnachten, auspacken und los gehts

Bei SMF-Modelle gibt es Duo-LEDs in Warmweiß/Rot als SMD in der Baugröße 0603, ideal für Dampfloks und andere Dinge, bei denen Weiß und Rot in einem Lampengehäuse untergebracht ist.
Von Weinert gibt es die durchbohrten Gußteile der beleuchteten Laternen auch ohne die LEDs und Konstandstromquelle, je nachdem was man gerne hätte als DB- oder Reichsbahn-Laternen.

LED fertig eingebaut — und sie funktioniert sogar noch

Jetzt muss man das ganze nur noch kombinieren. Dazu habe ich einen Versuch unternommen, und die LED einfach hinten in das Gußteil geklebt — und siehe da: es funktioniert. Wenn man jetzt noch die Drähte etwas verzwirbelt und aufpasst, dass die Kontakte der LED nicht gegen den Gußkörper kommen, kann man die Laterne auch schon an der Lok anbauen, und die Zuleitung erfüllt auch gleich ihre originale Funktion. Damit, dass das Stromkabel jetzt an der Rückseite der Laterne beginnt und nicht an der Unterseite, kann ich leben.
Was mir eigentlich aber fast immer passiert ist, dass ich durch einen blöden Fehler einen Draht abgerissen habe, entweder hab ich ihn dann wieder angelötet oder aber, wenn es der rote war, die LED halt in das Spitzenlicht eingebaut.
Jetzt noch ein wenig weiße Farbe gegen zu grelle SMD LEDs, das mitgelieferte „Glas“ einsetzen — und fertig.

Zum Lackieren wird einfach die Öffnung abgedeckt und nach dem Lackieren wieder entfernt.

Fertige Laterne hinten am Tender für 41 323

3 Replies to “Leuchtelichter”

  1. Also ich habe ja so meine Probleme mit den Laternen am Schlepptender. Mir reicht es nicht die ausschalten zu können – da waren gar keine! Meistens…
    Die damaligen Loklaternen waren ja nicht wie heute fest eingebaut, sondern waren ein mobiles, aufsteckbares Zurüstteil. Die wurden nur aufgesteckt, wenn benötigt. Und nach Rückkehr ins BW abgenommen und beim Lampisten abgegeben. Vor dem ausrücken wurden wieder 3 Stück abgeholt, frisch versorgt und geputzt. Keine 6, keine 5, normalerweise 3. Vielleicht ganz früher auch nur 2. Und täglich wechselnde… Wenn dann wirklich mal eine Lok mit Schlepptender voraus am Zug hing – eher selten – dann wurden die ganzen Laternen von der Rauchkammerseite auf den Tender umgesteckt. Dann war sie aber vorne ohne Laternen… Und wenn die Lok alleine fuhr und vorne 3 weiße und hinten… ? Wozu wohl gab das das vereinfachte Schlusssignal mit der Scheibe für einzelne Loks? Weil die Laternen nicht reichten…
    Für eine 50er lass ich mir das noch eingehen, die fuhr je nach Einsatz öfter mal auch rückwärts, die konnte und durfte das auch. Aber bei allen anderen würde ich die am Tender normalerweise lieber weglassen. Meistens vorbildgetreuer. Für die wenigen Ausnahmen wäre natürlich umsteckbar das Ultimo. Aber umschaltbar wie bei einer modernen Diesel- oder Elok? Nee, anachronistisch… mir gefällt das so nicht!

    • Moin Peter,
      das mit dem Lampisten und dem die Lampen nach dem Dienst abgeben mag sein zu einer Zeit als sich die elektrische Beleuchtung noch nicht durchgesetzt hatte. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg aber blieben die Laternen auf der Lok stecken, sogar bei als Reserve abgestellten Loks blieben die Laternen draufgesteckt.
      Das mit dem Weiß/Rot Wechsel ist auch wirklich ehr ne Spielerei weil es mich gereizt hatte das zu basteln, der wirkliche mehrwert geht gegen Null. Schließlich wurde ehr ne Schlussscheibe an den Puffer gehängt als die Laterne Rot abzublenden.

      • Ich habe meinen „resident expert“ auch schon zu diesem Kommentar befragt und bekam als Antwort etliche Bilder auch aus der Vor-E-Licht-Zeit von Lok mit beidseitig montierten Laternen, sowohl fahrend als auch abgestellt, die ich leider hier nicht zeigen darf. Zitat:

        Wenn es um Ururgroßvaters Zeiten mit Petrofunzeln bei der KPEV geht, hat er wohl recht. Damals wurde wohl umgesteckt und die Lampen abends in der Lampenbude abgegeben.

        Aber spätestens zu Zeiten der elektrischen Beleuchtung wurden nicht mehr für jede Fahrt irgendwelche Lampen umgesteckt!

        Und das wäre auch mein gefühltes Fazit gewesen …

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