Fenster zu Schießscharten, Vol. II

Wer mich kennt, weiß um das ewige Gegreine ob der zu großen Seitenscheiben bei allen Modellen von VW-Käfern vor Baujahr ’65.  Langjährige Blogleser kennen den hier vielleicht auch noch:

Mein erster Versuch zum Fensterkleinermachen, 2009.

Das verlief dann, wie so vieles hier, im Sande, hauptsächlich wegen des gigantischen Aufwands (in der Zeit hätte man auch einen 1:1-Käferfensterrahmen entrosten und grundieren können).  Und so dachte ich dann immer mal wieder auf dem Thema herum nebenbei.  Heute kam mir dann mal wieder eine neue Idee.

Riesig ist der Effekt zugegebenermaßen nicht.

Bei scharfem Hinsehen erkennt man: das Modell hat schwarzgraue Fenstergummis.  Das ist bei meinen Modellen Pflicht, normalerweise durch Anmalen der Fensterhöhlungen in der Karosserie — aber gerade beim Brezelkäfer würden dadurch die Fenster optisch noch größer, das will man dann ja schon gar nicht.

Es geht aber auch einfacher als durch Verkleinern der Fensteröffnungen … nämlich durch Lackieren der Fenstergummis auf die Verglasung.  Der Effekt ist natürlich nicht so groß wie bei der aufwendigen Methode, aber dafür dauert es auch nur ne Viertelstunde — nicht pro Fenster, sondern pro Käfer.

Kurzanleitung: mit dem spitzen Gegenstand bei zusammengebautem Modell einmal innen rund um jede Fensteröffnung kratzen und dann bei ausgebauter Verglasung selbige bis an die Innenseite der Kratzer schwarzgrau lackieren.

Die Heckfenster freilich brauchen keine solche Zuwendung, die sind bei Wiking schon ziemlich richtig getroffen, wenn nicht sogar ein kleines bißchen zu klein.

Dichtungen bekommen die Heckscheiben natürlich trotzdem, aber eben ganz traditionell in die Höhlungen der Karosserie gepinselt und nicht auf die Fenster.

Das Resultat finde ich jedenfalls überzeugend genug, um in nächster Zeit dann doch auch mal den einen oder anderen Käfer zu bauen.

Kleine Ursache, große Wirkung. Die für die 16″-Felgen des Brezelkäfers sehr schön passenden Räder kommen übrigens von einem alten Brekina-Bulli.

Mehr Coleopteragefrokel dann also demnächst in diesem Theater!

Ein Kommentar zu “Fenster zu Schießscharten, Vol. II
  1. Hallo Erik,

    danke für diesen Beitrag. Das Gummi der Brekina-Räder sieht aus wie Winterreifen – toller optischer Effekt!

    Viele Grüße

    Hans-Joachim

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*