Gllvweh … was?

Erstmal allerseits ein frohes 2013 und vielen Dank für die ähnlichlautenden Wünsche per Mail, die ich nicht alle persönlich beantworten kann will ;-)

Nun zur Überschrift. Was ist denn nun schon wieder ein Gllvweh? Gedeckt, klar. Dann ll — aha, mal wieder eine Leigeinheit. Das eh ist eh klar :-) — aber w, wenig Ladegewicht, ein uralter Rumpelwagen oder was? Und v, wieso v? Das steht eigentlich doch für Stallungswagen — also Wagen mit besonderen Belüftungsöffnungen in Bodennähe –, was haben die in einer Leigeinheit verloren? Nach längerem Grybeln erhellte mich Timo (danke! Auch für die Megabytes an Bildern und Dokumenten und die gefühlten 98265 anderen Antworten, die er im Lauf dieser Frokelei für mich parat hatte natürlich!), daß es sich wohl um das Zeichen für ein Begleiterabteil handelt, wie es Stallungswagen mitunter hatten — und eben auch der Gllvweh 08 hat. Links im Bild ist er:

gllvweh-links

Wir erkennen: ein ganz normaler Pwg pr 14. Naja, fast. Das Loch an der niedrigen Stirnwand haben normale Pwg nicht, klar, und auch sonst so ein paar Kleinigkeiten. Die sind dann auch der Grund, warum die abgebildete Leigeinheit — die in diesem Post übrigens im Originalzustand zu besichtigen war — dann doch ungefähr den halben Silvestertag und die ganze Silvesternacht an Frokelzeit verschlungen hat. Davon wird nach Erledigung der Restarbeiten dann drüben auf der Modellbahnfrokler-Website unter „Umbau“ zu berichten sein; die Arbeitsschrittbilder sind alle schon im Kasten, immerhin.

Ansich ist aber auch nix bahnbrechend Neues dabei. Gut, für mich schon; ich hab zum ersten Mal in etwas größerem Stil Ätzteile von AW Lingen alias Jochen Leisner und H0fine alias Mathias Hellmann verbaut, und ich glaube, ich werde süchtig …

gllvweh-gllstirn

Hier sind die Kupplergriffe unter den Puffern und die Stirnwandgriffe vom AW Lingen (übrigens dasselbe Bauteil) und die Signalhalter (ebenfalls in Ätztechnik, einmal gefaltet) von H0fine. Schön zu erkennen die für in Großserie angespritzte Teile noch ganz guten, im Vergleich aber doch arg klobigen Eckgriffe des Fleischmann-Modells; der im Bild vordere hat sich auch schon verabschiedet, was endgültig den Ausschlag dazu gab, diese auch noch ersetzen zu wollen. Die Tritte dürfen hingegen bleiben — sage ich jetzt, mal sehen wie ich dann rede, wenn ich erstmal an einem anderen Wagen AW-Lingen-Tritte verbaut haben werde …

Die aufwendigste Baustelle waren aber die Fenster in den Schiebetüren des Glleh 12, also des ex-Dresden. Mit denen bin ich auch nicht 100% zufrieden, in Makroaufnahmen wirken die eher gruselig, aber wenn der Wagen so als Ganzes vor einem steht, geht’s. Neben dem aufwendigen Fensterrahmenbau (das nächste Mal gibts Laser- oder Ätzteile, nochmal mach ich das nicht!) war auch das Vergittern nicht trivial. Dazu hab ich mir folgendes Spezialwerkzeug zusammenimprovisiert:

gllvweh-tuer-gitterwickeln

Der Orregenool-Modellbahnfrokler-Gitterwickler [tm]! Er besteht aus dem Unterteil einer Brekina-Modellautoverpackung (hellgrau mit Farbschmierereien, da vorher als Mischpalette verwendet), zwei Auhagen-Ziegelfriesteilen (rot), drei ihrer Enden beraubten Wattestäbchen (durchsichtig) zur Aussteifung und viel Sekundenkleber. Da fädelt man dann den Draht (bei mir schwarz lackierter 0,25er aus dem Bastelladen) im Zickzack drauf, klebt mit noch mehr Sekundenkleber die Querstreben aus PS drauf, beschwert das Ganze ein bißchen, wartet ein paar Stunden, und schon kann man die Gitter rausknipsen, …

gllvweh-tuer-gitter

… ablängen und hinter die Fenster kleben. Klar, Löten wär eleganter, aber dazu muß man sich wohl erstmal ne Lötlehre nageln oder so, die Hitze werden die Auhagendinger sicher nicht so gern ertragen. Außerdem hatte ich so dünnen Draht eh nur in lackiert da, also bitte. :-)

Das obige Bild zeigt übrigens auch ein Detail, das ich bei allen meinen Leigeinheiten bisher vergessen hatte: den zweiten Tritt unter der Schiebetür, direkt unterhalb der Kastensäulen. Den hatten zwar nicht alle, aber immerhin die meisten Gllh 12, wenn ich mal die mir vorliegenden Bilder so durchkucke.

Aber wie gesagt, mehr zu diesem Umbau demnächst, ich wollt ihn eigentlich nur mal kurz zeigen hier. Zum Abschluß noch die andere Seite:

gllvweh-rechts

Und nochmal ein frohes, glückliches und gesundes neues Jahr Euch allen! Bleibt mir bitte gewogen :-)

3 Replies to “Gllvweh … was?”

  1. Wird aber nochmal umgebaut … manche Gllh 12 hatten andere Griffe als normale Gl 11, das werd ich umsetzen. Demnächst in diesem Theater.

    Liebe Grüße, Ermel.

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