Allenstedter Strickmoden: Architekturskizzen

Getreu meinem neuen Motto — erst bauen, dann planen ;-) — hier nun die Grundrisse und Seitenansichten der Strickwarenfabrik:

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Das ist die schon gebaute Seitenwand, künftig rein zufällig die Südseite geheißen. Hier verläuft die Straße, links (Westseite) der Versand, rechts (Ostseite) die Verwaltung.

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Hier der Grundriß des Untergeschosses. Von West nach Ost: Versand (mit angedeuteten Gleisanlagen zum Verschub der pa-Behälter), Fertiglager, Packerei und Verwaltungsbüros. An der Südwand die Sozialräume der Männer, die ja überwiegend im Versand und der Packerei tätig sind.

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Im Obergeschoß von West nach Ost: Materiallager, Produktion (wegen der Brandschutzmauern etwas unglücklich in drei Säle aufgeteilt), Chefbüro mit Vorzimmer und Abstellkammer. An der Südwand die Sozialräume der Frauen, größer als die der Männer, weil ja auch mehr Frauen in der Produktion arbeiten als Männer im Versand. Die Frauen in der Packerei müssen eben Treppen steigen, wenn sie aufs Klo müssen — sowas gibt’s bei VW in Wolfsburg stellenweise heute noch! Im Verwaltungsteil gibt es je Etage ein WC für beiderlei Geschlechter, das muß reichen — oder, falls das verboten ist, ist eben das obere für Männer (also den Chef und seine Besucher) und das untere für Frauen, mir doch egal :-) Und eh mir einer Sexismus vorwirft: Meine Strickwarenfabrik stammt aus den 1920er Jahren und spielt 1955.

Die Verbindung von Materiallager und Versand einerseits und Produktion und Packerei andererseits läuft über Aufzüge, ersterer ein richtiger Lastenaufzug, groß genug für pa-Behälter und Strickmaschinen, letzterer hingegen nur ein etwas größerer Personenaufzug, ausreichend für Handwagen, was ja für Strickwaren allemal genügt. Der Personenaufzug hat auch Türen zum Flur des Verwaltungstraktes, damit der Chef keine Treppen steigen muß.

Die Heizung, weitere Abstellräume und der Kohlenkeller sind — ach was, würde Loriot sagen — im Keller, Aufzugsantriebe und evtl. Lüftungsanlagen auf dem Dach. Die Zugänge zu beiden, Keller wie Dach, sind im westlichen Treppenhaus, außerdem führt der Lastenaufzug auch in den Keller für alle Fälle.

Hab ich irgendwas Wichtiges vergessen?

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Zum Abschluß die Westansicht mit der Rampe und dem Eingang zum Versandbüro sowie die Ostansicht mit dem Verwaltungseingang. Der ist „über Eck“ angeordnet: die Türöffnungen in den Außenwänden sind offen, dahinter verläuft im 45°-Winkel eine Wand mit der eigentlichen Tür. An der Rampe erkennt man nur andeutungsweise die drei unterschiedlichen Rampenniveaus, dazwischen kommen wohl eher Mäuerchen als wie skizziert schräge Pflasterflächen: Normalhöhe für Schwerlastwagen (bzw. Fuhrwerke) und pa-Zustellfahrzeuge, niedriger für Kleintransporter (Handwagen, Dreiradlieferwagen, Bullis mit Heckmotor) und nahezu ebenerdig mit zwei Stufen hoch zur Rampe für diese hochmodernen Transporter-Kastenwagen (Goli-Dreirad, Tempo Matador, Goliath Express und so) — und unsportliche Menschen ;-)

Nein, die Nordansicht hab ich nicht vergessen: Die besteht nur aus Fenstern, schließlich laufen direkt dahinter die Gleise lang. Einige Fenster werden noch zugemauert, das versteht sich von selber — etwa hinter dem Lastenaufzug, an den Treppenhäusern, zumindest ein Teil der Abstellkammer- und Lager-Fenster oder die direkt neben dem südlichen Rampentor.

Und eh das hier jemand mißversteht: Die Grundrisse sind eher als Plausibilitätsprüfung gedacht. Die Wände werde ich sicherlich bauen, eine Einrichtung wird aber nur soweit angedeutet, wie man sie im unbeleuchtet bleibenden Gebäude durch die Fenster und Tore erahnen kann. Ich hoffe, die Skizzen reichen aus, um alles Wesentliche zu erkennen; für richtige Architekturpläne fehlt es mir in bekannter Manier an Zeit, Geduld, Software und Muße :-)

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