Nenn nie Fleischmann nur Banane

Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab. Nicht nur da draußen in der großen Welt, auch hier im kleinen beschaulichen Modellbahnerleben. Diesmal ist es Fleischmann, die dafür sorgen, daß einige weitere Dutzend Euro in meiner Tasche bleiben, statt ihre Bilanzen zu verbessern:

gfn-ro02

Nein, das ist keine Objektiv-Verzerrung. (Sagt der Fotograf: Heiko Meyer, vielen Dank fürs Bild und die Erlaubnis zum Zeigen desselben! Mehr Bilder, und das obige in größer, gibt’s in der Galerie bei Thomas Woditsch.) Man beachte auch, daß die Oberkanten der Längsseiten nicht parallel laufen: jede hat ihre ganz eigene persönliche Krümmung. Ich bin mir alles andere als sicher, daß das mit Objektiv-Verzerrung überhaupt geht.

Dazu kommen dann noch die fleischmanntypisch nicht durchbrochenen Rungenhalter (bzw. bei den Modellen mit Rungen dann eben die angespritzten Rungen) und der stolze Preis von deutlich über 20 Euro. Für 15 oder so hätt ich ja noch einen gekauft und gekuckt, ob man ihn irgendwie geradegerichtet kriegt, aber für Supermodellpreise erwarte ich Supermodelle.

Im Thread bei DSO indes wird behauptet, es gebe auch gerade Exemplare. Mal kucken … wenn ich eins finde, werde ich berichten. Stolz wie Oskar. :-)

Und bis dahin freu ich mich, daß mein (bzw. ex Fralas) angefangener Umbau auf Roco-Basis (genaugenommen sind es sogar zwei) nun doch noch die Fertigstellung lohnen dürfte. Die Seite hätte spätestens dann auch mal ein Update verdient, merk ich gerade. Insofern ist das Ganze dann ja doch wieder erfreulich aus Froklersicht. Danke, Fleischmann! ;-)

Volvo C 70 Cabrio von JMK

Gerade eingetrudelt: ein, naja, zwei Resinbausätze vom Volvo C 70 Cabrio von JMK.

jmk-preview

Ich weiß, so in resinfarben sehen die Dinger nach nix aus — sie wirken noch pummeliger als sowieso schon, wozu die zu kleinen und beim lose zusammengesteckten Rohbau zu weit innen liegenden Räder ein übriges tun. Aber das wird sich mit etwas Feinarbeit und Lack schon ändern lassen. Hier der Vorführwagen von JMK (vielen Dank an Jens für die Erlaubnis, das Bild hier zu verwenden):

jmk-vorführwagen

So ähnlich, sogar in derselben Farbe, sollen meine beiden auch werden. Allerdings darf dann nur einer auch bei mir bleiben, der andere ist eine Auftragsarbeit. Wenn’s denn was wird. Hier das Vorbildfahrzeug mit dem intendierten künftigen Besitzer des Modells:

jmk-vorbild-dk

Der Bausatz-Inhalt ist ja ansich eher übersichtlich, das Fehlen einer Bauanleitung mithin nicht das Problem. Eher schon das Versäubern und die Lackiervorbereitung, da wird viel Geduld und Ruhe gefragt sein. Lackieren werde ich ausnahmsweise mal nicht selber mit dem Pinsel, das elegante Rotmetallic wird ein Könner aufs Resin bringen (puh!).

jmk-bausatz

Man darf gespannt sein. (Und, wie immer, nicht die Luft anhalten. Ich werde berichten, wenn es was zu berichten gibt.)

Hinweis in eigener Sache: Dies ist der 100. Artikel im Froklerblog.  Allen Lesern, die bis hier durchgehalten haben, vielen Dank!

Tja, schade, Liliput: verkackt!

Weniger hart kann man es nicht formulieren, was Liliput sich da geleistet hat. Wir erinnern uns: Messe 2010, Jubel, Trubel, noch’n Sprudel: Liliput kündigt eine 56.2 (pr G 8.1 mit Laufachse) an! Kaum gute drei Jahrzehnte, nachdem Michael Meinhold und Stefan Carstens in der Miba flammende Plädoyers für diese unscheinbare kleine Lok schrieben, soll es tatsächlich schon ein Großserienmodell davon geben! Auch in meinem damaligen Messebericht, und auch in dem von Frank, war die Freude zu spüren.

Gut, dauerte alles etwas länger … nicht schlimm, auf die paar Jahre kam es ja nun auch nicht mehr an. Das Messemuster, wenngleich erkennbar auf der Fleischmann-55.25 (G 8.1) basierend, sah ja gut aus:

liliput56-musterBildquelle: Modellbahnshop Lippe

Der Schock kam dann neulich, als es Messemuster aus Produktionsteilen zu sehen gab. Ich will das ganze Zeug hier jetzt nicht aufrollen (wer mag, kann ja die Riesenthreads dazu bei DSO und Stummi nachlesen), das Ergebnis ist jedenfalls: Das Modell bekommt entgegen der Ankündigung Lok- statt Tenderantrieb, und um den (oder was auch immer) zu tarnen, entfällt der freie Durchblick zwischen Kessel und Rahmen. Stattdessen kommt wie bei der Piko-Hobby-55 (G 7.1) ein “Betonsockel” zum Einsatz, ein rechteckiger Kasten da, wo das Vorbild und das Messemuster eine Kesselrundung haben. Im Bild zu erkennen oberhalb des Umlaufs, reicht etwa vom ersten bis zum zweiten Dom:

liliput56-serieBildquelle: Liliput-Homepage vom 23.10.2011

Und als sei das nicht genug, fehlt auch das Rahmenende hinter der letzten Kuppelachse.

Das Krudeste an der ganzen Geschichte ist aber die offizielle Stellungnahme von Liliput, zitiert nach einem DSO-Posting:

Wie bei allen Liliput Loks, war auch für die Lok der Baureihe 56 die Vorgabe, dass sie der aktuellen und zeitgemäßen digitalen Technik von heute entspricht. Aus diesem Grund war es wichtig, den Einbau von Sound/Lautsprechern in der Lok zu gewährleisten. Das wiederum bedingt, dass die Digitaltechnik benutzerfreundlich eingebaut ist. Dieses konnte nur durch den Einbau der Technik in den Tender gewährleistet werden, so dass der Antrieb der Lok in den Kessel wandern mußte. Der Motor wiederum muß durch die Seitenwände kaschiert werden, damit dieser verdeckt eingebaut werden kann.
Im vorderen Bereich der Lok ist ein vorbildgerechter Durchblick gewährleistet.

Mit anderen Worten: Wegen Sound “muß” der Digitalkram in den Tender, also “muß” der Antrieb in die Lok. Okay … wenn ich auch nicht einseh, was an einem lärmenden Tender vorbildgerecht sein soll, meinetwegen. Aber warum “muß” der Antrieb dann durch die Seitenwände kaschiert werden? Angetriebene Lokomotiven kriegt doch sogar Märklin seit Jahrzehnten ohne so einen Mist zustande (und seit nicht ganz so langer Zeit auch ohne Kesselbeulen)! Vermutlich hat der fest eingeplante kastenförmige chinesische Billigmotor nicht in den Kessel gepaßt …

Naja, egal. Vermuten kann man viel, eine Gewißheit bleibt: Das Warten auf eine ordentliche 56.2 geht weiter.

Nun wollte ich mich damit nicht abfinden und verpackte darob meine Kritik an Liliputs Adresse in folgender netter Mail:

Liebe Firma Liliput!

Da Sie sich ja, wie ich zu meinem Bedauern diversen Threads in den Webforen von Drehscheibe Online und Stummi entnehmen muß, dazu entschieden haben, das angekündigte Modell der Baureihe 56.2 entgegen der damaligen Versprechungen mit Lok- statt Tenderantrieb (der allein nicht das Problem wäre) und einer absolut indiskutablen Verkleidung (in den Foren sog. “Betonsockel”) unter dem Kessel zu versauen, hier meine Anfrage:

Wäre es u.U. möglich, das damals gezeigte und z.B. hier [Link zum Bild des Messemusters wie oben] noch zu bewundernde, offensichtlich auf Fleischmann-Basis umgebaute Messemuster ohne diese entstellende Veränderung käuflich zu erwerben? Das würde mir einiges an Arbeit ersparen auf dem Weg zu einem brauchbaren Modell dieser Baureihe.

Leider hat der Mailantwortsklave dort indes offenbar nicht bemerkt, daß ich das Serienmodell nicht haben mag:

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wie Sie selbst schreiben, handelt es sich hier lediglich um ein Messemuster, das natürlich unverkäuflich ist. Auf unserer Homepage haben wir ein Vorserienbild der Lok abgebildet

[Link zum Bild der Vorserienlok wie oben. Fehlende Zeichensetzung von Liliput, nicht von mir.]

Und so bleibt mir nur, vielleicht doch mal selber zu beginnen, eine Fleischmann-55.25 zu einer 56.2 umzufrokeln. Tobias Meyer hat da schon beachtliche Fortschritte erzielt, insofern sollte ich das eigentlich auch zustandebringen (ohne mich jetzt mit ihm vergleichen zu wollen). Und wer weiß? Bisher war ein begonnener Lokumbau von mir ein durchaus taugliches Mittel, um ein Großserienmodell derselben Baureihe herbeizuhexen.

Jedenfalls gibt’s ab jetzt schon mal die Baureihe 56.2 als Kategorie hier. Unser Mitautor Erik hat da ja auch die Tage was zu zu berichten, gell? :-)

Update: Ein neues Foto auf der Liliput-Homepage, auf dem man den “Betonsockel” nicht mehr so deutlich erkennen kann und sogar ein klein wenig Durchblick zwischen Rahmen und Kessel im vorderen Bereich auszumachen ist, soll wohl die Wogen glätten. Man gut, daß das alte oben in diesem Artikel auch auf diesem Server hier liegt! Und das neue ist auch nicht eben schmeichelhaft, aber seht selbst:

liliput56-serie-rechtsBildquelle: Liliput-Homepage am 27.10.2011

Das fehlende Rahmenende unter dem Führerhaus ist ja wohl völlig indiskutabel, und die Lok-Tender-Kupplung … was ist da denn passiert? Soll man an der einen Zentner Kohlen aufhängen können?

Nee nee, Liliput, diese Lok ist in der vorgestellten Form wirklich ein Griff ins Klo. Ich an Eurer Stelle würde ein paar unfähige Leute rauswerfen, den Erscheinungstermin um ein weiteres Jahr verschieben und das nochmal ordentlich machen. So gewinnt Ihr jedenfalls keinen Blumentopf.

Preiser-Bausatz Zündapp KS 750

Drüben bei Mo87 ist gerade mal wieder ein Bericht aus meiner Tastatur online gegangen: ein Bausatz-Bericht der Zündapp KS 750 von Preiser.

zuendapp-kit

Bausatz-Berichte (dort “BuZ”: Bausätze und Zubehör) sind relativ neu bei Mo87. Sie haben indes den unbestreitbaren Vorteil, daß man nicht warten muß, bis der Autor das Ding auch mal gebaut hat. Scheint doch kein modellbahn-, geschweige denn modellbahnfroklerspezifisches Problem zu sein :-)

Schlabonski: Finale (?) Anschriften

Nachdem vor langer Zeit meine damaligen Anschriftenentwürfe hier auf berechtigte, konstruktive Kritik gestoßen sind (vielen Dank nochmal dafür!), hier der hoffentlich endgültige solche:

schlabonski-traileranschrift

Gezeigt ist nur die Seitenanschrift für Auflieger und Wechselbrücken. Die nach dieser Vorlage zu fertigenden Decals sollen auf Mercedes Actros-Lastwagen ca. 1999, aber das generelle Design soll eigentlich für alle Epochen von 3a bis heute so bleiben.  Mit kleinen Anpassungen natürlich, nicht nur bei Postleitzahl und Telefonnummer, sondern auch bei der Anschriftengröße — Planen hat man ja erst so gegen Epoche 4 zu beschriften begonnen.

Die verwendeten Fonts sind zum einen die vertraute DIN-1451-Engschrift, zum anderen die Midroba, ein Clone der Mitropa-Schrift aus den Dreißigern.  Zu modern sind die also schon mal keinesfalls :-)

Kabelsalat in Argenthal…

In den letzten Tagen hat sich am Projekt Argenthal wieder ein bißchen was getan. Der Gleisbau ist abgeschlossen und mittlerweile widme ich mich der Verkabelung. Schöner Salat… ;-)

Benutzt werden herkömmliche Lautsprecherkabel, Anschlußklemmen von Wago, Goldkontakt-Stecker aus dem RC-Car-Bereich (Tipp von Patrick Völker / Projekt Bhf. Ondrup), Hirschmann-Stecker und -Buchsen für den Anschluß an die Fremo-Welt.

Hier mal ein Bild, wie sowas bei mir aussieht:

Elektrik unter einem Modul des Bahnhofs Argenthal

Gleisbau in Argenthal

Wer mehr dazu lesen will, schaue ins Frokel-Wiki unter Argenthal/Elektrik.

TTM-Wagenbausätze jetzt bei Italieri

Gut, das “jetzt” in der Überschrift ist vielleicht etwas übertrieben, aber bei uns dauert ja alles etwas länger.  Jedenfalls sind zwei der hier und auch auf befreundeten Seiten zu Recht enthusiastisch besprochenen und sogleich umgefrokelten italienischen Güterwagenbausätze mittlerweile außer direkt in Italien bei Tutto Treno Modellismo, kurz TTM, sowie über deutsche Importeure derselben nun auch über den Vertrieb von Italieri bzw. Faller erhältlich, nämlich der Kühlwagen Hg und der viel wichtigere F mit Bremserhaus.  Letzteren hat unser Leser Hans Sack dann auch gleich gekauft, zusammengebaut und sowohl vorher als auch hinterher fotografiert:

fs-f-sack

fs-f-sack-packung

Dem Kenner fällt auf, daß der F mit Bremserhaus andere Achslager hat als das ursprüngliche Modell ohne selbiges; die Form am neuen Modell ist älter.  Dank der frokelfreundlichen Konstruktion, wie im Bausatzbild oben zu erkennen, sind die Achshalter zwischen den einzelnen Typen ohne weiteres tauschbar.  Hier nochmal ein Detailbild der Achshalter des Bremserhauswagens:

fs-f-sack-achshalter

Man erkennt ferner ein gewisses Optimierungspotential bei der Filigranität der Griffe und Tritte.  Ein Wagen fürs Froklerherz also: tolle Basis, aber trotzdem Raum für Verbesserungen und Umbauten.

Der Preis ist auch frokelfreundlich, wenn auch nicht mehr so günstig wie anfangs, als der F ohne Bremserhaus rauskam —  unverbindlich empfiehlt der Hersteller 14,50 Euro, vier Euro mehr als direkt aus Italien.  Dafür gibt’s das oben Gezeigte, also alle benötigten Teile incl. KK-Kinematiken und sogar leidlich brauchbaren Kunststoffradsätzen.  Als Nachbildung der völlig fehlenden Bremsanlage sei das gegossene Weißmetall-Ballastgewicht für untern Wagenboden empfohlen, das es indes nur bei TTM direkt gibt, nicht bei Italieri.  Beschriftungen für Epoche 3 (in EUROP, sehr löblich) und 4 liegen bei, allerdings stimmen im Decalbogen die Bremsecken nicht.

Herrjeh. :-)

Infos und Bilder: Hans Sack — besten Dank!

Durchgeknallte Idee #537

Einer dieser nervigen Lokantrieb-vs-Tenderantrieb-Threads bei DSO erinnerte mich gerade mal wieder an eine dieser wirren Ideen, die ich einst, als ich sie hatte, mit zu den anderen auf die lange Bank geschoben habe. Nun ist diese Bank bei mir bekanntlich noch ein gutes Stück länger als bei anderen Leuten, aber diese Idee ist wegen Platzmangel auf der Bank trotzdem hinten runtergefallen — sprich: daß ich das nicht mehr angehen werde, sehe sogar ich inzwischen ein.

Da ich es aber trotzdem witzig finde, tu ich es mal hier kund — vielleicht mag ja jemand anders?

In diesen Lokantrieb-vs-Tenderantrieb-Streitereien führen die Tenderantriebsgegner als so ziemlich einziges Sachargument gern an, daß es ja dann völlig falsch aussehe, wenn so eine Lok mit Tenderantrieb ins Schleudern komme. Schon recht, tut es. Tut es aber auch bei einer Lok mit Lokantrieb.

Denn eine Dampflok schleudert halt anders als eine E-Lok (was das Modell ja letztlich ist). Die schleudernden Treibräder drehen nicht mit konstanter Geschwindigkeit durch, bis jemand den Regler zurücknimmt, sondern es schleudert nur wenige Umdrehungen. (Vermutlich, weil der Lokführer sofort den Regler zurücknimmt.) Der Zug bleibt dabei aber nicht stehen, dazu ist der viel zu schwer, hat also eine zu große kinetische Energie, selbst bei den paar km/h.

Da Modellzüge die nicht haben, brauchen wir also zwei Antriebe. Das schränkt die Auswahl der möglichen Basismodelle schon ein, und zwar auf die Roco-Lokomotiven mit Lok-Tender-Kardanantrieb. Ich dachte an die Baureihe 50 oder 52 mit Wannentender, weil die auch ein schön geschlossenes Führerhaus hat. Denn da rein, man ahnt es schon, kommt statt der Kardanwelle vom Tender der zweite Motor.

Der Ablauf wäre dann folgender: Während beide Motoren im Normalbetrieb parallel arbeiten (wie kriegt man das hin? Vermutlich mit zwei Decodern mit einstellbaren Kennlinien und viel Gefummel an denselben), kann man mit einer Sonderfunktion dem Lok-Motor einen zusätzlichen Spannungs-Kick verpassen, der sehr schnell ansteigt und sogleich langsamer wieder abfällt. Resultat: waff … waff … WAFAFAFFAFFF … waff … waff, um es mal lautmalerisch hinzuschreiben.

Naja. Hübsche Spielerei, rechtfertigt aber den Aufwand nicht. Zumal man da dann ja wohl auch den Sound dazu haben wollen würde, was nochmal extra kompliziert wird. Davon mal abgesehen, daß ich Soundlok eigentlich eh nicht leiden kann.

Also, die Idee gehört Euch. Macht was draus. Und wenn das tatsächlich mal wer umsetzt — klar würde ich mich freuen, davon zu hören. Oder das Ding auch mal probefahren zu dürfen.

Photoshop ist geduldig

Beim kurzen Oppeln mit Bremserhaus, der dann doch ein langer Oppeln wurde, habe ich es ja noch stillschweigend in den alten Postings korrigiert, aber soeben wurde drüben bei DSO berichtet, daß auch die von mir freudig aufgenommene Ankündigung eines unverbeulten Omm 52 von Roco eine Luftnummer war.

Klar, es liegt ein unverbeulter Omm 52 in der Roco-Schachtel mit der Nummer 66156, nur leider nicht das von Klein Modellbahn übernommene, recht ordentliche Modell, sondern das Uraltmodell aus der Einfachserie. Was für eine Neuheit 2011, erst recht zu dem Preis, schon mindestens frech ist.

Ich verspreche feierlich Besserung: Aus Roco-Prospektabbildungen auf Roco-Modelle zu schließen, wird mir hoffentlich nicht nochmal passieren. Was auch bedeutet, daß ich fortan über Roco-Neuheiten frühestens nach ihrer Auslieferung berichten werde. Wenn überhaupt. Mal kucken, was dann in der Schachtel der dritten damals bejubelten Roco-Ankündigung statt der Ex-KMB-Omm 34 zum Vorschein kommen wird. Vielleicht die Billig-Omm 37 aus den frühen 90ern? Wundern würde es mich nicht mehr.

Ob ich enttäuscht bin? Nein. Enttäuscht ist das falsche Wort. Ich bin stinksauer. :-(

Ot 03? Ach soo, das Teil!

So hörte ich von mehreren Hobbykollegen über meine neueste Anschaffung. Es scheint, daß sowohl das Vorbild als auch das Piko-H0-Modell kaum bekannt sind. Klar, in der Epoche 3 waren die Dinger auch schon fast ausgestorben — trotzdem konnte ich nicht widerstehen, als mir ein Dreierpack zum Sonderpreis zulief.

ot03

Denn schön sind die Dinger ja schon, und skurril eh. Scharfe Augen werden vielleicht erkannt haben, daß der obige Wagen als Otm 07 beschriftet ist, nicht als Ot 03; das ist korrekt, es gab beide, und optische Unterschiede zwischen ihnen sind mir auch nicht bekannt.

Die Modelle sind indes wesentlich weniger High-Tech, als ich angesichts ihres stolzen Listenpreises erwartet hätte. Das äußert sich z.B. in der nur angespritzten Bremskurbel … da ist bei Brawa im Inneren des G-10-Bremserhauses völlig unsichtbar Besseres verbaut.  Aber sei’s drum — exotische Vorbilder bedingen kleine Serien, und da muß man schon zusehen, daß man als Hersteller seinen Schnitt macht. Und über den von mir bezahlten Preis von gerade mal knapp über 20 Euro je Wagen mag ich eh nicht mäkeln, denn der Gesamteindruck paßt — viel zu frokeln gibt’s an den Wagen nicht.

Nicht so gelungen — und wohl auch der Grund für den Sonderpreis — ist die werkseitige Alterung der Wagen. Verdünnte schwarze Farbe drüberjauchen ist keine Alterung. Aber auch hier: Was soll’s — im Gegensatz zu manch anderer Werksalterung, z.B. der des Märklin-KK 15, ist diese zumindest keine Erschwernis beim Aufbringen einer richtigen solchen.

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Was aber weg muß, zumindest bei mir, sind diese Schilder an zwei der drei Wagen. Denn obwohl sie, wie im Carstens zu sehen, authentisch sind, kann ich Nordlicht mit Pendelwagen in Stuttgart und umzu nicht viel anfangen. Bei mir sollen die als ganz normale Ot im Regelverkehr laufen — wenn auch wohl vorwiegend in Epoche-3a-Fahrplänen, wenn es denn mal welche gibt beim Fremo.

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Immer nur Neubau-Otmm ist doch öde! :-)