Neue Bilderseite: Bf Weenzen

Ein stillgelegtes Privatbahnhöfchen, von dem ich Frank schon vor Monaten mal Bilder versprochen hatte. Jetzt, wo da endlich nicht mehr diese eklige kalte weiße Pampe alles zukleistert, ist’s an der Zeit, das Versprechen zu erfüllen. Und im Gegensatz zur vorgestrigen Ankündigung ist der Kram diesmal auch wirklich online. :-) Voilà:

weenzen

Viel Spaß beim Bilderkucken!

Update: Frank hat inzwischen auch einen Artikel im Wiki zu Weenzen. Aus den Fotos wird man nämlich nicht schlau, was den ehemaligen Gleisplan betrifft. Das liegt aber nicht an den Fotos, auch dem Fotografen (Ermel) war er nach einer halben Stunde des Rumstolperns im Weenzer Schotter noch nicht so recht klar …

Neu im Archiv: Der Carstens!

Immer wieder fragten Leser: Mensch, Modellbahnfrokler, könnt Ihr nicht mal den legendären “Carstens”, also Stefan Carstens’ Güterwagen-Bücher, ins Archiv aufnehmen? Naja, bisher haben wir uns nicht getraut, aber wir denken einfach mal, Stefan und sein Verlag werden schon nichts dagegen haben. Schließlich machen wir das ja völlig unkommerziell, aus reinem Enthusiasmus … wer könnte uns da schon böse sein? Also, bitteschön, die Früchte einer langen Nacht am Scanner: Band 1, Band 2, Band 3, Band 4 und Band 5. Viel Spaß damit!

Brawa-G 10 mit kurzem Bremserhaus

Vom Brawa-G 10 fehlt ja unverständlicherweise bis heute die Variante mit dem gekürzten Bremserhaus. Das hat die DR und wohl später auch die DB umgebaut, um das Dach dichtzukriegen; um die Bremskurbel noch drehen zu können, kam an die neue Bremserhausrückwand ein Blech-Kurbelkasten von abgebauten Bremserhäusern anderer Bauarten.

So umgebaute G 10 waren in der Epoche 3 absolut typisch, die von Brawa verkauften mit dem nicht-umgebauten Bremserhaus hingegen schon seltener. Also muß so ein Modell her.

Praktischerweise hat Roco bei seinem verkorksten G 10 in der DB-Version genau so ein Bremserhaus draufgebaut, und zwar ein sehr gelungenes. Noch praktischer paßt das einfach so an den Brawa-Wagen, sogar die bei Brawa im Bremserhaus vorzufindende Bremskurbel (!) paßt in den Roco-Kurbelkasten.

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Und wenn man nicht wie ich einen Roco-Wagen mit zerbombtem Bremserhausaufstiegs-Geländer zum Schlachten nimmt, sondern einen heilen, dann kann man auch die Geländer von Roco nehmen. (Die Brawa-Geländer hab ich mich nicht getraut vom Brawa-Bremserhaus abzuruppen, die kommen mit selbigem an den Wagen, der das Bremserhaus dereinst erbt. Soll ja nichts umkommen hier.)

So muß ich die Geländer dann eben aus Draht biegen. Wenn das getan ist, die Bremserhausfenster verglast und der Wagen gealtert (vor allem die verschiedenen Dachfarben von Wagenkasten und Bremserhaus stören etwas), zeig ich ihn nochmal.

“Wie, nen ganzen Roco-Wagen schlachten?” — Ja klar. Was will man sonst mit dem Ding machen? Fürs Untergestell hat dann Jochen noch einen Vorschlag. Und ganz ehrlich; bei den von Brawa kassierten G-10-Preisen geht so ein Roco-Schlachtwagen doch fast schon im Rauschen unter … :-(

Lust auf Chat?

Wer Bock hat, mich mal von Tastatur zu Bildschirm persönlich kennenzulernen oder einfach mal mit ein paar anderen Modellbahninfizierten zu schnacken, der sei herzlich eingeladen, mal im Mobatalk vorbeizuschauen. Das ist ein IRC-Chatroom, zu finden auf FreeNode unter dem Namen #mobatalk (wer hätte das jetzt gedacht?).

Traditioneller Termin ist Donnerstag ab 21:00, der sogenannte “Donnerstalk”, aber auch zu anderen Zeiten ist da meistens jemand, und oft auch ein “Ermel”: das bin dann erwartungsgemäß ich.

Wer damit jetzt gar nichts anfangen konnte, der sei auf die Mobatalk-FAQ verwiesen.

Also, schaut doch mal rein!

Sbf Schelfsburg: Beginnen wir unten

Für meinen Regal-Schattenbahnhof “Schelfsburg an der Ivar” (Froklerblog berichtete) wollte ich grade im Baumarkt schraubbare Möbelfüße kaufen, um das Ding höhenverstellbar zu kriegen. Es folgte der übliche Baumarkteffekt: vier Stück sieben Euro nochwas. Hallo? Ich wollte kein Regal kaufen, ich hab doch schon eins …

Also die billigen Klebemöbelfüße aus Plastikschaum (Stück 18,62 Cent) eingepackt und rüber in die Eisenwarenabteilung. Dort erstand ich Sechskantschrauben M8 × 30 (Stück 25,96 Cent incl. Mutter) und Einschlagmuttern M8 (Stück 39 Cent). Noch ein bißchen Montagekleber, 20 Sekunden Arbeit, und …

schelfsburg-fuss

… fertig ist ein tadelloser Regalschattenbahnhofsschraubfuß mit ebenso kosten- wie sinnloser Kontermutter zum schon viel sozialverträglicheren Tarif von nicht ganz 84 Cent.

schelfsburg-fuesse

Da kann man sich dann auch mal ein paar mehr von leisten. Das reicht jetzt für vier Meter achtzig Schelfsburg. Bis auf weiteres sollte das eigentlich genügen …

Wiking VW T1 Doppelkabine

Drüben bei Mo87 ist gerade mein erster dortiger Modellbericht online gegangen. Ich verreiße dort die neue Wiking-Doka.

t1doka

Okay, “verreißen” ist zuviel gesagt, aber die Brekina-Doka (im Bild hinten) kommt besser weg. Schaut doch mal rein — Mo87 ist auch sonst immer einen Klick wert, wenn man Autos leiden mag.

Klasse Kohlen

Kam doch dieser Tage ein Paket Kohle hereingepoltert. Absender waren die hier: die Klasse-Kohlen AG der Klasse M 10 der Hauptschule Peißenberg. Die bieten Kohle für Modellbahner in verschiedenen Korngrößen an, zu wie ich finde sehr günstigen Tarifen. Sehr gut verpackt und prompt geliefert haben sie die auch, weswegen sie sich eine Empfehlung redlich verdient haben.

Besonders hübsch fand ich die liebevolle Verpackung des Probesets in einer ausgedienten Zigarillo-Holzkiste. “Rauchen kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen”, steht da drauf. Danke für die Warnung, aber ich wollt Eure Kohlen ja auch nicht rauchen … :-)

Bilder von den klasse Kohlen reiche ich nach, wenn mein gestern er-e-buchtetes Kameraladegerät da ist. Schon doof, sowas, aber immer noch viel besser als ne kaputte Kamera *aufholzklopf*.

Pwg 14: Ich widerrufe

Da ist er, der Beweis, daß GFN doch keinen Mist gebaut hat:

pwg-vorbild-drstrebeAufnahmeort: bei Lauenbrück, Sommer 1954

Okay: fast keinen Mist.  Denn ohne Endfeldverstrebung am flachen Ende wie im Bild ist das DB-Modell von GFN nicht, diese Form haben sie beim DR-Modell verwendet. Ist aber egal — jetzt glaube ich ihnen sogar beide.

Ich bleibe aber dabei, daß diese Verstrebung für DB-Wagen sehr sehr ungewöhnlich war und ein Großserienmodell besser die typische zeigen sollte. Und nein, ich bereue nichts, schon gar nicht meine Umbauten.

Aber der da oben muß jetzt natürlich auch in den Wagenpark. Is’ klar, ne?

Die AW-Lingen-Ätzteile rollen an!

Von Jochen Leisner alias AW Lingen alias Ätzbude ;-) erreicht mich das erste Bild eines geätzten Rangierertritts (nach hölzernem Vorbild, also für Altbauwagen) aus seiner Werkstatt:

502-rangierertritt-holz-rechts

Hoffentlich kommt bald der Brief mit den Teilen, mir ist schon ganz kribbelich in die Fingers! :-)

Sbf Schelfsburg: Nullter Einsatz und erste Ideen

Letztes Wochenende haben wir (Jörg, Timo, Tobias, Martin und ich) im Schulzentrum Rodenberg eine kleine Ausstellung mit Fremodulen bestritten: Jörgs Bahnhof Pappelau, der Schattenbahnhof (Sbf) Madderup, ein paar Streckenmodule und … da fehlte was. Genau: ein zweiter Sbf mußte her! Beschlossen wir so ca. hundert Stunden vor Start in unserem zwar nicht mehr sonderlich jugendlichen, aber trotzdem beachtlichen Leichtsinn. Und weil die anderen mit dem Bau von Modulen, dem Erstellen des Fahrplans und ähnlichen Aktivitäten voll ausgelastet waren, blieb der Sbf halt an mir hängen.

schelfsburg Gesamtansicht. Foto: Jörg

Es entstand diese ad-hoc-Konstruktion (um das unschöne Wort “Improvisation” zu vermeiden ;-) ) aus Ikea-Ivar-Regalteilen, die seit Jahren unbeachtet in meiner Garage ihr Dasein fristeten, und Roco-Line-Gleisen mit Bettung (Leihgabe von Frala), die sich wider Erwarten recht gut bewährt hat. So gut, daß ich nun erwäge, daraus einen permanenten Sbf zu machen. Der Bauaufwand dazu wäre sehr überschaubar: eine etwas zügiger zu installierende Stromversorgung der Gleise als die hier angewandte freihandgelötete Flatterverdrahtung (dann wohl auch wohl mit eigener Boostereinspeisungsschnittstelle, nehme ich mal an), auf das notwendige Maß abgelängte Regalstützen mit einer dauerhaft reversibel lösbaren Befestigung für Stützkreuze und einer Höhenverstellung durch Schraubfüße, Halteleisten für Wagenkarten zwischen den Gleisen, ein paar Wagenkarten-, Frachtzettel- und Fredhalter und ähnliches Zubehör, ein Einfahrsignal (das auf dem Bild dient nur der Optik und gehört eigentlich zu Pappelau) und vielleicht auch eine gestaltete Einfahrt. Und etwas Farbe auf die arg patinierten Regalteile, die einst schon fast im Sperrmüll lagen.

Die Frage ist: Lohnt sich das? Sprich: braucht der Fremo einen weiteren Schattenbahnhof? Das Ding hat den gewaltigen Vorteil, sehr einfach längenvariabel zu sein. In Rodenberg lief er mit 3,20 Metern Gesamtlänge und geschätzt knapp 2,50 m maximaler Nutzlänge, was für den Betrieb dort vielleicht etwas knapp war, aber Madderup ist ja auch nicht größer. Aber die Erweiterung in 40-cm-Schritten beschränkt sich auf eine weitere Regalstütze, zwei Bretter, ein paar Rocoline-Gleise und ein paar Kabel, schon ist das Ding auch für richtige Fremotreffen oder sogar die Hauptbahn (schluck :-) ) zu gebrauchen. Und sieben Gleise sind ja auch schon nicht so schlecht. Zweigleisige Einfahrt? Hm, mussich mal kucken, ob die Weichen reichen, müßte aber auch gehen …

Den Nachteil will ich nicht verschweigen: die Aufbauzeit. Zwar fiele die Löt-Orgie, die in Rodenberg am längsten gedauert hat, weg — aber trotzdem ist so ein Regal nicht so schnell hochgezogen wie ein gut gemachtes Fremodul, und auch wenn es zerlegt weniger Volumen braucht (das ganze Gerödel paßt locker in meinen Golf Weder-Plus-noch-Variant), so wiegt es doch um einiges schwerer als ein solches. Auch die Gleise würden nicht permanent verlegt werden, allein schon um Ausrichtungs-Problemen an den Regalbrett-Stößen aus dem Weg zu gehen, aber auch wegen ihrer weiterhin erwünschten flexiblen Verwendbarkeit.. Insgesamt wird das Ding auch mit Routine kaum unter einer Stunde aufzustellen sein.

schelfsburg-wstrDie Weichenstraße. Foto: Martin

Sogar einen Namen hat das Ding schon: “Schelfsburg an der Ivar”, nach dem englischen Wort “shelf” für Regal und wegen der klanglichen Nähe zu einer gewissen Stadt hier in der Gegend, der ein bekanntermaßen volkswagenaffiner Mensch wie ich eine wohlwollende Sympathie entgegenbringt. :-) Wo der Flußname herkommt, sei dem Leser als Übungsaufgabe überlassen. ;-)

Mehr demnächst in diesem Theater. Und die detaillierte Planung beginnt auch schon: im Frokelwiki, Ehrensache. Weitere Bilder von der Ausstellung gibt’s hier.