Allenstedter Strickmoden: Testbau Treppe

Wie baut man eine Treppe?  Na klar kann man auch Treppen kaufen, aber ich wollte es mal versuchen.  Also die bewährten 5*1-mm-Holzleistchen der rührstabia mcdonaldsiensa immer schön versetzt aufeinandergestapelt (wegen des überspringenden waagerechten Bretts, das alte Holztreppen ja so haben), Treppenwangen aus demselben Zeug, und … … zu grob.  Trotzdem mal probehalber lackiert … … und immer noch zu grob.  Da werden dann wohl mal ein paar feine Mahagonileistchen bei Modulor bestellt werden müssen, denn das Bauen ist gar nicht so schwer, eher meditativ. Fisseliger war das Treppengeländer. Aber auch das geht.  Und so ist dann meine zu grobe  Testtreppe mal probeweise ins büroseitige Treppenhaus eingezogen und hat sich dort auch noch prompt als zu breit erwiesen.  Und diese Balken unten an den Wänden des Treppenhauses müssen auch wieder weg. Aber im Prinzip wird das so funktionieren, denke ich.

Allenstedter Strickmoden: Treppen planen

Treppenhausplanung ist eine Wissenschaft für sich.  Besonders, wenn man das eine Treppenhaus wohl doch etwas zu klein geplant hat … In der (abfotografierten Bleistift-) Zeichnung links das simple Treppenhaus am Haupteingang, rechts das verworrene am Personaleingang: Zum Vergleich nochmal die Grundrisse von EG und OG, diesmal wie auch die Treppenhaus-Skizzen mit der Straßenseite nach oben, damit man besser mit den Grundrißfotos von gestern vergleichen kann: Ich denke, so wird das funktionieren.

Allenstedter Strickmoden: Innenwände OG

Puh, dieser Abschnitt war deutlich zeitaufwendiger als geplant.  Dafür gibt’s jetzt aber auch viele Bilder … ;-) Als erstes habe ich aber noch die Innenwandsäulen im Erdgeschoß eingebaut.  Sie halten ja auch die Zwischendecke hoch, und da die nun etwas öfter angepackt und am Ende auch etwas schwerer wird, dachte ich mir, das kann ja mal nicht schaden.  Die Farbdosen sind mit auf dem Bild, damit ich, wenn es am Erdgeschoß mal weitergeht, nachkucken kann, welche es waren.  :-) Nun aber los mit den Obergeschoß-Innenwänden.  Zunächst habe ich mal wieder einen Berg Säulen … … und einen Stapel Wände gesägt (davon leider kein Bild, es waren so ca. 50).  Bemalt werden mußten davon zunächst nur die Innensäulen … … und natürlich die Wände, hier zu dem Zeitpunkt, wo ich in meinem zugegebenermaßen nicht mehr sonderlich jugendlichen, aber immer noch sehr kindischen Leichtsinn zum erstenmal glaubte, ich sei damit fertig: Beim Trockentest stellten sich dann natürlich diverse Wände als fehlend oder falsch bemalt heraus, logisch.  Die ganzen Korrekturen, dazu noch Farbe nachkaufen und so weiter, zogen sich mit einer Schlafpause fast einen Tag hin — aber dann war es soweit: Allerdings stellte sich erst beim Einkleben heraus, daß ich einen kapitalen Denk-/Meßfehler drinhatte, der dazu führte, daß alle Innenwände, die an eine Außenwand stoßen, 1,5 mm zu kurz waren.  Der Einfachheit halber habe ich daraufhin die Innenwandsäulen um weiterlesen Allenstedter Strickmoden: Innenwände OG

Allenstedter Strickmoden: Zwischendecke

Es geht voran!  Die Zwischendecke wird eingebaut. Ich habe mir überlegt, innen auch sämtliche Säulen nachzubauen, sowohl die an den Wandinnenseiten als auch die freistehenden bzw. die Zwischenwände haltenden.  Viel sehen wird man davon zwar nicht, aber erstens ist es eine gute Übung, und zweitens wird das Gebäude dadurch merklich stabiler.  Und man kann nicht durchkucken, was auf Fotos immer verräterisch wirkt. Beginnen wir mit den Wandsäulen: 6*2 mm  an den Seitenwänden, 6*6 mm in den Ecken und in der Mitte.  Ich brauchte je 20 fürs Obergeschoß; wohl dem, der neuerdings eine Tischkreissäge hat ;-) So siehts dann aus, wenn sie an den Wänden kleben.  Der Einfachheit halber enden meine Säulen auf derselben Höhe wie die Fenstereinsätze, so braucht man nur einen Anschlag zum höhenrichtigen Ankleben. Mit einem Eckchen der Zwischendecke (5*5 mm papierkaschierter Hartschaum) eine Paßprobe: von oben … … wie von unten. Hier an der Haupteingangs-Ecke bleibt noch etwas Platz zum Eckpfeiler, denn da soll eine Holzdecke rein.  Die im Untergeschoß genauso anzuklebenden Wand- und Ecksäulen reichen dann natürlich bis zur Zwischendecke. Aber erstmal rein mit derselben.  In den Bildern sind auch die Innenwände und Fußböden bereits lackiert, das macht man nämlich zweckmäßigerweise vor dem Einkleben. (Ich hab ausnahmsweise mal mitgedacht.) Die Löcher sind für die Treppenhäuser, die unlackierten Flächen für die Fahrstühle bzw. Säulen und Zwischenwände.  Im Büro gibts unten vertäfelte Wände, in der weiterlesen Allenstedter Strickmoden: Zwischendecke

Allenstedter Strickmoden: Eingang über Eck

Schon seit der ersten Idee zur Strickwarenfabrik war geplant, den Haupteingang „über Eck“ anzuordnen: Öffnungen in beiden Wänden, dahinter im Gebäude eine schräge Wand mit Pförtnerfenster und breiter Eingangstür.  Hier eine Skizze: Mehrere Fremo-Kollegen, denen ich meine Zwischenergebnisse so zeigte, meinten: Die Öffnungen in der Wand sind zu schmal, das sieht nicht aus.  Diese sinnlosen Mauerenden da … … müssen weg! Das ist nun leichter gesagt als getan, denn die Strickmoden sind ja unverputzt.  Also sieht man die Stürze über den Fenstern, Türen und diesen Öffnungen.  Und die wären ja dann zu schmal. Natürlich gibts da die eine oder andere „Weichei-Lösung“ für: Vordächer, unter denen die Stürze verschwinden, notfalls mit einem waagerechten Blinddach drunter, falls mal einer von schräg unten fotografiert, das geht ja heute alles.  Oder einfach ein waagerechter Stahlträger-Sturz.  Wollte ich aber alles nicht.  Also nicht lang gefackelt, sondern probiert: Geht doch.  Und wie?  Das kommt jetzt. Diese Teile brauchen wir: das vorhandene Wandteil mit Türöffnung am Eck (Fenster geht auch, ist nur ein Sägeschnitt mehr) und den Sturz-Spender, ein Wandteil für Industriefenster. Wie man unschwer erkennt, ist des Spenders Sturz zu breit.  Macht aber nix:  nachdem man den rausgesägt hat, verschmälert man ihn einfach an den Enden um je vier Ziegel … … und schon sieht das passender aus.  Allerdings ist der neue Sturz auch einen halben Ziegel zu dick.  Auch das ist aber nix, weiterlesen Allenstedter Strickmoden: Eingang über Eck

Allenstedter Strickmoden: Beschriftung

Trotz recht anregenden Geplänkels in den Kommentaren neulich vor Jahren, als ich als Wandanschrifts-Zeichensatz für die Strickmodenfabrik die zu moderne Univers verkündet hatte, ist diese damalige Entscheidung nun doch wieder Geschichte.  Stattdessen ist’s nun die Clarendon Bold geworden … … die zumindest über jeden Verdacht des Zu-neu-Seins erhaben sein sollte.  Der Schriftzug nochmal in voller Schönheit: Nach dem Altern wird man auch die Unsauberkeiten nicht mehr sehen, da bin ich ziemlich sicher.  Und dann kann das Gebäude auch mal zusammenfinden allmählich … und nein, das wird nicht wieder zweieinhalb Jahre dauern, wetten?

Allenstedter Strickmoden: Jetzt auch mit Mauerfugen

Nachdem dann doch jemand bemerkt hatte, daß ich zumindest im roten Teil meiner Wände die Mauerfugen ein wenig vernachlässigt hatte, hier der Beweis, daß mir Eure Kommentare alles andere als egal sind: Das Bild zeigt die altbekannte erste Wand, nun mit Fugen (hier ist die „Vollversion“ des Bildes), und im Vordergrund meinen derzeitigen Quell der Verzweiflung: die zweite Wand. Jahaa, es geht voran! Fast so schnell wie beim Vorbild ;-)  Im Vergleich erkennt man, daß das mit den Fugen keine dumme Idee war, und auch, daß sich die Mühe mit den mehr oder weniger einzeln hervorgehobenen Steinen, die zu einem leicht gescheckten, eben „geziegelten“ Aussehen führen, durchaus lohnt: die rechten beiden Felder haben das noch vor sich und wirken trotz Voralterung  vergleichsweise steril. Das mit den Steinen muß man da übrigens gar nicht soo genau nehmen. Diese Makroaufnahme hier … … zeigt deutlich, daß der fleckige Anstrich wie auch die „Verfugung“ nicht übermäßig sorgsam erfolgt sind. (Auch dieses Bild gibt’s in voller Größe.) Aber so genau kuckt kaum jemand, und aus normalem Betrachtungsabstand gefallen mir meine Ziegelwände ausgesprochen gut.

Allenstedter Strickmoden: Die erste Wand

Die erste Wand hatte schon letzte Woche ihren Auftritt, hier ist sie nun mit den inzwischen besorgten Ecksäulen, dem im Layout (nicht in der Ausführung) vermutlich endgültigen Firmenschild und in einer wie ich finde sehr viel besser gelungenen Alterung: Die Fenster hab ich nur mal behelfsmäßig reingeheftet, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie sie im Gebäude wirken. Ich schwanke da noch zwischen So-Lassen, Supern oder dem ersatzweisen Lasernlassen schönerer Exemplare; vermutlich kommen erstmal die Auhagenfenster rein, aber unlösbar ankleben werde ich die sicher nicht. Was mich noch etwas betrübt hat, ist die Tatsache, daß es anscheinend keine Anreibebuchstaben mehr zu kaufen gibt. Irgendwo hab ich auch noch welche, aber ob die passende Schrifttypen und -größen haben und für einmal „ALLENSTEDTER STRICKMODEN“ ausreichen, selbst wenn ich sie finden sollte, wage ich zu bezweifeln. Weiß vielleicht einer von Euch noch ne Bezugsquelle? Update: Wieder ist Verlaß auf die Leserschaft, danke! Nicht nur Letraset gibt’s noch, wenn auch mit einer viel kleineren Auswahl als früher und anscheinend ohne deutschen Vertrieb — auch Avery Zweckform hat noch mindestens eine Sorte Anreibebuchstaben, die Univers Bold in 4 mm. Gibt’s für nen schmalen Euro bei Amazon, sogar versandkostenfrei. Bingo! Die ist zwar eigentlich zu modern, sie wurde erst 1957 entworfen, aber herrjeh, soo genau kuckt wohl keiner — schließlich ist es ja keine besonders auffällige Schrift, ihre Besonderheit ist eher das Gegenteil. weiterlesen Allenstedter Strickmoden: Die erste Wand

Allenstedter Strickmoden: Und die Fenster?

So toll die Auhagen-Wandteile auch sind, die Fenster sind doch eher simpel gestrickt. Gerade mal die waagerechte Strebe unter dem Oberlicht ist etwas breiter, sonst nix, keinerlei Dreidimensionalität. Also hab ich mal probeweise etwas Dreidimensionalität drangeklebt: Rundprofil (eigentlich unsinnig, sieht aber keiner) 0,3 mm senkrecht vor der mittleren Strebe unten zur Darstellung der Trennung der Fensterflügel, Rechteckprofil 0,3*0,6 mm oder so waagerecht hochkant über der oberen Querstrebe zur Betonung der Tatsache, daß da ein Oberlicht ist. Rechts zum Vergleich ein unbehandeltes Fenster. Elende Fummelei, das — ob ich mir das bei meinen über 90 Fenstern wirklich antun muß? Doch, ich glaube schon. :-) Das komische glänzende graue Geglibber ist übrigens eine Makroaufnahme meiner Wohnzimmertapete. Hat mich auch leicht schockiert ;-)

Allenstedter Strickmoden: Es wird röter

Oder roter? Egal, jedenfalls wird’s weniger gelb: Nein, weder Alterung noch Firmenschild sind schon endgültig. Aber der Eindruck kommt allmählich rüber, finde ich. Der gezeigte Zustand ist der nach dreimal Altern und Wiederabwaschen, irgendwie funktioniert das heute nicht so gut wie gestern. Aber wird schon werden …