Märklin-G 10: Die Sache mit der Schiebetür

Hier liegen mittlerweile einige Märklin-G 10 rum (über die Gründe mehr ein andermal), und ich dachte mir: Wenn Mäh sich schon die Mühe macht, den Wagen bewegliche Schiebetüren zu verpassen, könnt man ja mal versuchen, die bei der (nötigen) optischen Verbesserung dieses Bereichs mal nicht, wie üblich, einfach einzukleben, sondern beweglich zu belassen. Bzw. wieder beweglich einzubauen, denn von der Mäh-Konstruktion bleibt dabei nicht viel übrig. Getreu dem Motto “das beste Vorbild ist das Vorbild” hängt meine G 10-Tür nun oben an einer Stange (naja, einem 0,4er Draht) und steht unten mit den von Mäh angespritzten Laufröllchen auf der von Mäh angespritzten Türlaufschiene: Die Spachtelspuren bitte nicht beachten; die haben nix mit dem Umbau zu tun, sondern sind der Tatsache geschuldet, daß diese alten Mäh-Wagen spröde sind wie Keramik und deswegen gern zersplittern. Für meinen “nullten Umbau” der Schiebetüren hab ich natürlich den schlechtesten Wagen aus der Kiste geklaubt, war ja nicht klar ob’s funktionieren würde … … aber es funktioniert! (Scheiß-Bildqualität, ich weiß.) Unten mußte ich ein schmales PS-Profilchen vor die Türlaufschiene kleben, damit die Tür nicht “flügeltürmäßig” aufgehen kann. Und oben erkennt man den 0,4er Messingdraht, an dem sie hängt. Das Weiße oben ist ein PS-L-Profil, das das Regenschutzblech darstellt. Und wie hängt die Tür am Draht? So: Der schwarze “Knubbel” ist ein Stückchen schwarz lackierter 0,25er Messingdraht (Quelle: Bastel- und Deko-Laden, Floristikabteilung), anderthalbmal um weiterlesen Märklin-G 10: Die Sache mit der Schiebetür

Leser frokeln: GFN-G 10 tiefergelegt

G 10 und kein Ende! Nachdem ich in der Modellkritik des GFN-G 10 neulich mal wieder versprochen habe, das Tieferlegen des Wagenkastens auf dem Rahmen demnächst auch mal zu zeigen, statt immer nur davon zu erzählen, erzählt es statt meiner nun erstmal unser Leser Philipp Maus. :-) Es folgt sein (leicht redigierter) Originaltext nebst Bildern, natürlich mit freundlicher Genehmigung. Kursiver Text wie in diesem Abschnitt ist von mir.  — ermel Hauptkritikpunkt ist, wie bekannt, das seltsame Dach sowie der zu hohe Rahmen. Auch aus dem modellbahntypischen Blickwinkel von schräg oben wirkte der Wagen einfach falsch. Daher, da es bei diesem für 6 EUR gekauften Modell nicht so viel zu verlieren gab, ging es los: Tieferlegen: Wagen zerlegt Türlaufschienen abgeschnitten Unteres (halbes) Brett der Stirnwand entfernt Zusammenkleben Auch wenn es eigentlich kein großer Unterschied ist, so finde ich, ist die optische Wirkung enorm. Mit dem Abschleifen der vorbilduntypischen Dachwülste ging es weiter. Anschließend Tupflackierung des Daches in verschiedenen Grautönen.  Abschließend noch die Eckgriffstangen aus Messing gemacht und ganz leiche Alterungsversuche. Die Türgriffstangen sind teilweise ebenfalls aus Draht angefertigt — dieser Aufwand lohnt jedoch nicht, die Wirkung ist sehr gering. Sicherlich könnte man noch vieles mehr an dem Wagen tun (Laternenhalter, Zettelkasten etc.). Aktuell wird er erstmal so bleiben. Einzig die Türlaufschiene wird demnächst noch güterwagenbraun. Links vor dem Umbau, rechts danach: Soweit Philipp. Im Vergleichsbild ist deutlich zu weiterlesen Leser frokeln: GFN-G 10 tiefergelegt

Verstärkung!

Eins der größeren Probleme beim Umbau von Güterwagen ist ja, an passende Profilchen für die Kastensäulen und Verstärkungsstreben zu kommen.  Doch Glückes Geschick, tirili, da gibts jetzt was vom AW Lingen: U- und L-Profile in mehreren Breiten als Neusilber-Ätzblech!  Schon seit längerer Zeit die Variante mit den Nieten/Schraubköpfen, wo auch ein paar Knotenbleche und faltbare Ecksäulen beiliegen, und jetzt ganz neu auch ohne Nieten, wie man sie für Endfeldverstärkungen braucht.  Es gibt zwar auch schon seit längerem fertige Endfeldverstärkungen … …, aber die passen halt nicht überall.  Nun kann man sich also für jeden Wagen was Passendes frokeln — und natürlich auch preußische Pwg damit aussteifen: Und wir erkennen: die Dinger sind, im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten gefrästen Profilen, endlich mal richtig filigran und passen gut zu aktuellen Spitzenmodellen.  Für den Märklinwagen im zweiten Bild sind sie beinahe ein bißchen zu fein, aber dafür kann ja keiner was außer Märklin ;-)  Ich jedenfalls bin begeistert. Auf der Website des AW Lingen gibt’s die Dinger bei Entstehen dieses Artikels noch nicht, aber wohl demnächst beim Wagenwerk, genau wie diverse andere schöne Sachen, die ich hier auch weiterhin in loser Folge vorstellen werde — auch fertig verbaut dann natürlich irgendwann™.  Und nein, das ist keine bezahlte Promotion, sondern pure Begeisterung für die Produkte, auch wenn ich im Interesse der Transparenz eine gegenseitige Sympathie mit ihrem Produzenten nicht verschweigen weiterlesen Verstärkung!

Frokelvesterchen bei Frala

Schade, dieses Mal gab es kein Frokelvester — aus dienstplantechnischen Gründen.  Aber ich hab mich zu einem Ersatz-Frokelvesterchen bei Frala eingefunden.  Von Fralas Frokeleien gibts nix zu zeigen, das war alles so Decoderlöterei und sonstiger Digitalkram, aber meine Ergebnisse sehen schon ziemlich umfangreich aus: Die 23 Flachdachwagen im Bild setzen sich zusammen aus den drei G 10 vom Frokelvester 2013/14, fünf Brawas (davon vier ent-/umgebremsthauste und neulackierte ex-ÖBB-Wagen vom Frokeltreffen Paderborn), drei GFN-G 02, einem Roco-Einfachserie-Wagen und elf weiteren Märklin-Wagen, die ebenfalls in Paderborn bereits wegen Werbeaufdrucken neulackiert und dann jetzt umgekuppelt, umgenummert und teilweise weiterdetailliert worden sind. Genaueres dazu und zu den drei CFL-EUROP-Wagen, die ich zwischendurch noch befrokelt habe und von denen einer auch auf dem Bild oben ist, gibts dann auch bald …

Fast 50 Jahre Modellbahnentwicklung

Na huch, nach dem G 10-Vergleich Fleischmann 2013 gegen Röwa 1973 (oder so) neulich schon wieder so ein Thema. Völlig unabhängig entstanden. Komisch, wie es manchmal so kommt. Erinnert Ihr Euch noch an den hier? Das ist mein alter Roco-Einfachserie-Om 21 mit Märklin-Bremserbühne, inzwischen seit Jahren verdient ausgemustert und ausgeschlachtet (daher das unscharfe Foto mit der Rauhfaser im Hintergrund), zu dem es drüben auf der Website eine fast 14 Jahre alte, hoffentlich unbeachtete Seite gibt. Ja und, fragt Ihr zu recht, warum zeigt der uns das jetzt? Deshalb: Das ist der Liliput-Om 21 mit Bremserhaus, Messeneuheit aus 2011 IIRC. Man beachte den gewaltigen Fortschritt bei den Bretterfugen. Seufz. Und falls es doch noch wer nicht auf dem Schirm hat: Doch doch, es gibt auch gute Om 21-Modelle da draußen.

Der Messebericht

Ein neues Jahr, eine neue Messe. Wir sind hier zwar bekanntlich alles andere als konsumgläubig, aber herrjeh, man kuckt dann doch immer wieder in die PDFfe, oder? Und wie in jedem Jahr gibt es auch diesmal wieder ein paar hübsche neue Dinge, die der Frokler Interesse wecken. Wir haben ja über die Jahre, die dieses Blog inzwischen alt ist, schon einige Formate für den Messebericht ausprobiert. Ich weiß nicht, wie es Euch ging, aber ich fand den von 2011 am besten gelungen: jeder notiert halt, was er interessant findet, und alles kommt in dieselbe, alphabetisch nach Herstellern sortierte Liste. Das machen wir, so beschließe ich jetzt einfach mal, dieses Jahr wieder. Und ich fange an — hoffentlich bleibe ich nicht der einzige, der diesen Artikel mit Bekanntwerden von Neuem (oder von mir Übersehenem oder nicht als berichtenswert Erachtetem) aktualisiert! (Ja, das war ein freundschaftlicher Anstupser für meine geschätzten Mitautoren hier. Schwingt die Tasten, Jungs! :-) ) Es sei noch mal ausdrücklich darauf hingewiesen, daß dieser Bericht weder vollständig noch alleinseligmachend sein soll, sondern nur die (wenigen) Dinge aufzählt, die die Autoren hier wirklich freuen! Ergänzungen bitte gern als Mail oder Kommentar, sie werden wohlwollend geprüft ;-) A.C.M.E. macht seinem Namen, der ja schon viel länger, als es diese Firma gibt, bekanntlich für “A Company Making Everything” steht, zunehmend Ehre. Oder vielleicht sollte man eher A.C.A.E. sagen, mit weiterlesen Der Messebericht

Frokelvester zum 7.: Epochenmischmasch

Bei meinen vielen Märklin-G 10 war auch ein einziger mit Bremserhaus in der Packung (in derselben Packung wie die beiden in den letzten Tagen befrokelten übrigens, Art.Nr.: 48784).  Der ist allerdings leider noch ziemlich Epoche 2, so mit langem Bremserhaus, ohne Endfeldverstrebungen und mit der Leiste überm Kreideanschriftsfeld. Meiner jetzt nicht mehr.  So ganz Epoche 3 ist er allerdings auch nicht, das lange Bremserhaus war da schon sehr sehr sehr untypisch, aber da Mäh da leider das Dach fürs Bremserhaus (vorbildwidrig) ausgeklinkt hat, bleibt der jetzt so. Massenhaft Draht, die zum Sterben schönen geschwungenen Weinert-Signalhalter 82621, Endfeldverstrebungen vom Aw Lingen, Bremserhausfenster mit Papier (in den Türen) und … … 0,3-mm-PS-Blech ;-) in den Stirnseiten verkleidet — letzteres kein Papier, damit man ein schön sauberes rundes Loch reinbrüllenkratzen kann. Von unten erkennt man das Roco-G 10-Fahrwerk, wieder von der handbremslosen Version und deswegen an den Enden um je 2 mm verlängert. Das andere Ende ist auch schon begriffstangt — das Weiße über der Pufferbohle ist ein Millimeter PS, um Märklins zu hohe Pufferbohle auszugleichen.  Fehlen tun noch Signalhalter an diesem Ende, Türlaufschienen, Tritte, Puffer (“Ach.”) und Kupplungen.  Endspurt also. Gefällt mir trotzdem schon ganz gut so.

Frokelvester zum 5.: Zweiunddreißig Löcher

Wenn man keine G 10 mehr sehen kann, macht man halt mal Routinearbeiten an was anderem: Märklin Glt 23 (Dresden).  Alle Griffe freistehend (Kupplergriffe kommen noch, dann sind es 40 Löcher) und neue Signalhalter (Ätzteile von H0fine, wie bei Ermel üblich).  Türverschlüsse von Märklin sind schon ab, die von Aw Lingen noch nicht dran. Und hier noch Jörgs gar erschröcklich durchsichtig gewordener Ommi 51:

Frokelvester zum 4.: Der Griff!

Sowas wollte ich schon immer mal haben: G 10 ex-Handbremswagen, jetzt ohne Handbremse, mit einer Quergriffstange, damit man den vorspringenden Rahmen als Übergang beim Rangieren nutzen kann.  Dazu einfache Rangierertritte statt der Aufstiege zum Bremserhaus, die er früher mal hatte.  Der Wagenkasten stammt von Märklin, das (verlängerte) Fahrgestell vom Roco-G 10.  Ein Vorbildfoto findet sich im Artikel “Deutscher Staatsbahnwagenverband, Teil 2: Bedeckter Güterwagen mit 15 000 kg Ladegewicht nach Musterzeichnung A2”, in: Eisenbahn Journal 8/1989, Seite 100. Dahinter der G 10 ohne Handbremse von gestern.  Fehlen noch ein paar Tritte am ex-handgebremsten und Stirnsäulen an beiden, andere Radsätze, Nummern, Alterung.  Das Übliche halt.