Feldgrau? Das ist doch nur Grundierung!

Bitte keinen Schreck kriegen …

dreitonner-bofm

… wir machen jetzt nicht in Wehrmacht! (Also keiner der mir bekannten Modellbahnfrokler jedenfalls.) Solch feldgraue Lasterchen verschwanden aber genau wie die Nazis nicht 1945 spurlos von der Erdoberfläche, sondern suchten sich, im Regelfall natürlich umgefärbt, in der neuen Zivilgesellschaft eine Wirkungsstätte. Zumindest bei den Lastern ist dagegen ja auch nicht viel zu sagen, und so verdienen sie schon einen zweiten bis dreiundzwanzigsten Blick, die Wehrmachts-Dreitonner aus dem Vertrieb von Herpa und Busch — jetzt neu in unserer Rubrik Modellkritik!

Ein Kommentar

  1. Hallo Erik,

    die zivile Nachnutzung von Kraftfahrzeugen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht stellt eine kleine, aber durchaus interessante Facette der deutschen Nachkriegsgeschichte dar.

    Einige Kübelwagen vom Typ 82 und 82 E waren – mittels Farbe demilitarisiert – auf deutschen Straßen unterwegs. Von Artitec gab es zivile Varianten des Typ 82 in grüner, blauer und roter Farbgebung. Auch ein umlackiertes Roco-Modell wäre möglich.

    So manches Kübelwagenfahrgestell wurde auch nachträglich mit einer Brezelkäfer-Karosserie versehen. Diese Fahrzeuge ähnelten dann dem Typ 82 E.

    Ich kann mich auch an eine Szene in einem Heimatfilm erinnern, in welcher ein Förster mit einem Kettenkrad einen steilen Waldweg hinaufbrettert. Ein H0-Modell gibt es von Artitec.

    Ein wenig Lesestoff:
    Der VW Käfer im Kriege und im militärischen Einsatz danach
    Das Werk der Briten — Volkswagenwerk und Besatzungsmacht 1945-1949
    Spurwechsel auf britischen Befehl — Der Wandel des Volkswagenwerks zum Marktunternehmen 1945–1949

    Viele Grüße

    Hans-Joachim

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