Bin dann mal raus

So, ich mache es denn mal offiziell: ich werde mich von diesem Hobby bis auf Weiteres verabschieden.  Ich muß erstmal andere Dinge auf die Reihe bringen, hochtrabende Pläne realitätsabgleichen, Rückschläge verarbeiten und mir darüber klarwerden, was ich mit der nicht allzu üppigen Freizeit in Zukunft vorwiegend anfangen will.

Was bedeutet das konkret?  Daß ich nix mehr frokeln und so gut wie nix mehr schreiben werde.  Daß ich keine Fremotreffen mehr besuche.  Daß alle Frokelprojekte abgesagt sind.

Aber: die Webseite, das Blog, das Wiki, die Forums- und Vereinsmitgliedschaften laufen weiter.  Und zumindest Modellbahnfrokler.de mit allen Unter- und Gastseiten wird auch definitiv nicht abgeschaltet, solange ich die Servermiete bezahlen kann, und so teuer ist die nicht, daß das ein Problem werden könnte.  Die Gastautoren sind auch weiterhin eingeladen und aufgefordert, für Inhalte zu sorgen — und wer sich berufen fühlt, dazuzustoßen, der ist auch weiterhin herzlich willkommen!  Ich lese auch die Mail noch und kümmer mich um administrative Dinge.  Erwartet nur bitte keine prompte Bedienung — wobei das ja nun wirklich auch nix Neues ist ;-)

Wie lange wird diese Auszeit dauern?  Keine Ahnung.  Aber vermutlich nicht ewig, ich kenne mich doch.  Ganz los werdet Ihr mich nicht, tut mir leid.  Wann und mit welchen Themenschwerpunkten ich wiederkomme, ist aber undefiniert.  Klar ist nur: es werden weniger sein als bisher.  Bis auf Weiteres sogar genau null.

Und weil ich weiß, daß sich jetzt vielleicht der eine oder andere Sorgen um mich macht: Nein, ich stehe weder mit einem Bein im Grab noch im Gefängnis.  Ich bin nicht bankrott, nicht depressiv und nicht suizidal.  Ich hab nur schon seit einiger Zeit und voraussichtlich auch noch einige Zeit länger keinen Bock mehr auf dem Kram hier.  Sonst geht’s mir gar nicht so schlecht.

Danke fürs Lesen!

Supermodell of 1982

1982!  Der absolute Wahnsinn, was Roco da abgeliefert hat.  Sogar so gut, dass das Modell bis heute, nach Verschlimmbesserung, mehr oder weniger unverändert hergestellt wird.  Jetzt wird’s ketzerisch, ich würde sagen: bis heute das beste Großserienmodell dieser vielgebauten deutschen Dampflok. Ein Traum von Supermodell mit vielen extra angesetzten Einzelteilen.

Okay ich kaufe zwei vieren und löse auf … weiterlesen Supermodell of 1982

[D]H0nNerZTTa1k

Die treueren unter den älteren Lesern werden sich vielleicht erinnern: Zu den aktiven Zeiten der Usenet-Newsgroup de.rec.modelle.bahn gab es einen Chatroom, genauer einen NUTS-Talker, in dem sich alldonnersabendlich eine Runde Modellbahner traf, um nicht nur über Modellbahn zu klönen.  Das war der erste Mobatalk.  Und als der Server, auf dem der Plunder lief, abgeschaltet wurde, zog der Mobatalk in den Internet Relay Chat, kurz IRC, um.

(Die jüngeren und neueren Leser kratzen sich derweil gerade am Koppe und fragen sich, wovon der alte Mann da jetzt schon wieder erzählt. Keine Bange, wird gleich relevanter.)

Heute ist der Mobatalk schon wieder umgezogen.  Nach kaum zwei Jahrzehnten.  Nein, nicht zu Fratzbuch oder Wattsäpp, sondern nur auf einen anderen IRC-Server.  Welcher, steht auf der Chat-Seite, übrigens auch da rechts oder weiter unten prominent verlinkt.  Da steht auch, wie es geht, und einen Webchat zum Reinschnuppern gibt es auch.  Kuck doch einfach mal!

Wie es zum Umzug kam?

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Bachert mal wieder

Ich habe mich ja neulich über Wikings Magirus-Deutz-Hauberkabinen ausgelassen.  Kurzform: als Einzelkabine falsch, aber die „Doppelkabinen“ (Staffel- und Gruppenkabinen) der Feuerwehrwagen sind brauchbar, wenn man sich passende Vorbilder sucht.  Und so sind denn inzwischen auch die beiden interessanten Versionen, das Löschgruppenfahrzeug LF 16 und das Tanklöschfahrzeug TLF 16, hier als Rundhauber eingetrudelt und machen einen durchaus netten Eindruck:

Wiking-Rundhauber-LF und -TLF, wie sie aus der Schachtel kommen. Naja, fast: die gruseligen Wiking-Einheitsräder mußten schon fürs allererste Foto nicht perfekten, aber schöneren weichen: beim LF mit Straßenantrieb denen von Preiser, beim Allrad-TLF solchen von Brekina.

Nur leider sind beide Modelle, so wie sie da stehen, vorbildfrei. weiterlesen Bachert mal wieder

Hoch, lang – und fehlfarben

Nach der Begeisterung vor einiger Zeit über den hochlangen Mercedes-Krankenwagen aus dem Hause Busch ist er mir nun, zusammen mit seinem in Vorbild und Modell älteren Artgenossen von Starmada/Brekina, endlich zugelaufen.

Hundertdreiundzwanziger von Busch, Strichachter von Brekina/Starmada.

Und trotz einiger kleiner Stirnrunzeligkeiten gefallen mir die beiden KTW insgesamt ziemlich gut.  weiterlesen Hoch, lang – und fehlfarben

Mehr Böden wagen … äh, Wagenböden

Ich hatte ja neulich schon mal die aus Echtholz gelaserten Wagenböden von Kotol gezeigt und war davon auch vollumfänglich begeistert.  Naja, ich sag mal so …

Vorn Kotol, mittig Moebo, hinten zum Vergleich ein sehr guter Serienboden im Brawa R 20 (Stuttgart), der wegen seiner vorbildgerecht längs statt quer angeordneten Bohlen auch drinbleiben darf.

… das Bessere ist des Guten Feind.  Der graue Wagen (ein Pdkh 31 der P.K.P., hierzulande bekannter als schnöder R 10 (Stuttgart) von Roco) trug nämlich, so wie er nach meinem Fischzug in der elektrischen Bucht zappelnd im Netz lag, einen Wagenboden aus gelasertem Papier von Moebo.  Und der, mit seinen Abnutzungsspuren und seiner Mehrfarbigkeit, hat mich völlig überzeugt.

Moebo. Farbton „natur strapaziert“ :-)  Der Wagen muß aber trotzdem nochmal zerrupft werden, der Boden liegt viel zu hoch.  Wie man dem abhelfen kann, steht in diesem Beitrag.

Nein, Kotols Böden aus Echtholz sind deswegen nicht schlecht …

Kotol. Kann man auch nehmen, es sollte ja sowieso nicht alles gleich aussehen.  Die gravierten Befestigungsschraublöcher sehen auf wenig strapazierten Böden ja auch toll aus; auf ramponierten wird man sie eh kaum erkennen.

… aber meine Huckepack-Wagen bekommen Moebo-Böden, soviel ist jetzt wohl sicher.  Moment – Huckepack-Wagen?  Jawohl …

Krupp Titan von Brekina, auf einem Pikowagen unterwegs zwischen Hamburg und Frankfurt/Main, Sommer 1955. Bis dahin ist noch viel zu tun, vor allem die Wagenböden müssen viel weiter runter … so wäre das eine Lademaßüberschreitung :-/

… mehr dazu demnächst in diesem Theater!

Büssing-NAG 500 als KS 25 von „Best of Show“

Büssing-Feuerwehrfahrzeuge sind Raritäten, im Vorbild und im Modell.  Wegen des Ersteren wären sie im Zweiteren eigentlich vollständig verzichtbar, aber ich habe nun mal eine Schwäche für beides, Büssing und Feuerwehr, und kann deswegen der Kombination selten widerstehen.  Trotz erheblicher Zweifel so auch diesesmal nicht, als „Best of Show“, im Folgenden BoS, eine KS 25 auf Büssing-NAG 500 ankündigte.

Von einigen kleinserienbedingten Stirnrunzeligkeiten, auf die ich noch eingehen werde, sieht das doch eigentlich gar nicht so schlecht aus.  An der Detaillierung wäre zu arbeiten, aber das coole Vorbild lohnt den Aufwand.  Kann man schon mal kaufen, dachte ich mir so.  Und tat.  Heute ergeht nun mein Rat an die Leserschaft:

MACHT! DAS! NICHT!

Warum?  Die Antwort wird ein längerer Rant.

weiterlesen Büssing-NAG 500 als KS 25 von „Best of Show“

Verstärkung!

Eins der größeren Probleme beim Umbau von Güterwagen ist ja, an passende Profilchen für die Kastensäulen und Verstärkungsstreben zu kommen.  Doch Glückes Geschick, tirili, da gibts jetzt was vom AW Lingen:

Packungsinhalt AW Lingen #300 und #301

U- und L-Profile in mehreren Breiten als Neusilber-Ätzblech!  Schon seit längerer Zeit die Variante mit den Nieten/Schraubköpfen, wo auch ein paar Knotenbleche und faltbare Ecksäulen beiliegen, und jetzt ganz neu auch ohne Nieten, wie man sie für Endfeldverstärkungen braucht.  Es gibt zwar auch schon seit längerem fertige Endfeldverstärkungen …

Endfeldverstrebungen für G 10 (AW Lingen #302) an einem Märklin-G 10

…, aber die passen halt nicht überall.  Nun kann man sich also für jeden Wagen was Passendes frokeln — und natürlich auch preußische Pwg damit aussteifen:

Seitenwandstützen geschweißt (AW Lingen #300) probeweise aufgelegt auf einen Brawa-Pwg pr 14

Und wir erkennen: die Dinger sind, im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten gefrästen Profilen, endlich mal richtig filigran und passen gut zu aktuellen Spitzenmodellen.  Für den Märklinwagen im zweiten Bild sind sie beinahe ein bißchen zu fein, aber dafür kann ja keiner was außer Märklin ;-)  Ich jedenfalls bin begeistert.

Auf der Website des AW Lingen gibt’s die Dinger bei Entstehen dieses Artikels noch nicht, aber wohl demnächst beim Wagenwerk, genau wie diverse andere schöne Sachen, die ich hier auch weiterhin in loser Folge vorstellen werde — auch fertig verbaut dann natürlich irgendwann™.  Und nein, das ist keine bezahlte Promotion, sondern pure Begeisterung für die Produkte, auch wenn ich im Interesse der Transparenz eine gegenseitige Sympathie mit ihrem Produzenten nicht verschweigen möchte.

Gelaserte Wagenböden von Kotol

Eigentlich weniger als Superung für Wagen, sondern als Boden für herausnehmbare Ladungsmodelle hatte ich mir die aus Holz gelaserten Wagenböden von Kotol gedacht.  Dafür sind sie leider zu instabil.  Aber begeistert bin ich trotzdem:

Gelaserter Wagenboden mit LKW zum Größenvergleich

Sicherlich sind die Fugen zwischen den “Bohlen” und die Schraubimitationen leicht übertrieben, aber die Wirkung im Modell ist einfach super, schon im nichtgealterten Zustand.

Erstaunlich, wie plump so ein durchaus ordentlicher Modellgüterwagen (Rmms 33 (Ulm) von Piko) plötzlich wirken kann, oder?

Und so fand sich, ganz versehentlich, die Lösung für mein noch offenes Wagenbodenproblem bei den Verbandsbauart-Rungenwagen R 10 (Stuttgart) von Roco.  Und das ist doch auch schön.  Ganz billig sind die Böden zugegebenermaßen nicht, aber ihr Geld wert sind sie aus meiner Sicht auf jeden Fall.

Klarstellung: Kotol zahlt mir nix für die Werbung, auch nicht in Naturalien.  Müssen sie auch nicht, wenn sie so schöne Sachen liefern!