Der neue Omm 33 (Villach) von Roco

Ohne große Wertung, aber mit einem positiven Grundgefühl zeigen wir ein paar Bilder vom neuen Omm 33 (Villach) von Roco, zunächst in der Version mit Bremserhaus.

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Größere Versionen aller Bilder (und zwar viel größere) gibt es wie gewohnt durch Draufklicken, weitere, darunter auch Vergleichsbilder mit anderen Modellen, hinter dem “Weiterlesen-”-Link.

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Pessimistische Prognosen

Nun, wo sich das Jahr gen Ende neigt und die Messe in Nürnberg schon bald beginnen wird, in Form vorabveröffentlichter PDFfe und hochglanzbedruckten Papiers Jubelmeldungen und verfrühte Diskussionen um die Qualitäten des Dargestellten zu generieren, gestattet mir bitte meine üblichen Prognosen:

  • Wieder wird niemand eins der drei am schmerzlichsten fehlenden Autos der 50er Jahre — VW 1200, Mercedes-Benz 170 V, Borgward Hansa 1500/1800 — als zeitgemäße Neukonstruktion bringen.
  • Und auch Büssing-Lastwagen dieser Epoche, ob mittelschwere Haubenwagen 4500..7500, leichte Unterflurwagen 4000..4500 U oder schwere Unterflurwagen 7500 U bzw. LU 7/LU 11, werden uns auch weiterhin abgehen.
  • Außer den aus mehreren Gründen unbefriedigenden Modellen von “Exact”-Train wird es weder vom Gms 30 (Oppeln) mit Handbremse noch vom Omm 37 (Duisburg) oder Omm 34 (Klagenfurt) neue Modelle geben.
  • Auch in diesem Jahr wird Preiser vielleicht einen formneuen, aber ganz sicher keine Wiederauflage eines seit Jahrzehnten vergriffenen Last- oder Feuerwehrwagen-Bausatzes vorstellen.  Und ausliefern werden sie keines der im letzten Jahrzehnt angekündigten und bisher noch nicht gelieferten Automodelle.
  • Falls Brawa oder Fleischmann neue preußische Fernbahn-Abteilwagen bringen sollten, werden es auch weiterhin solche Vorbilder sein, die es von Roco schon seit Jahrzehnten gibt, keinesfalls aber gemischtklassige etwa oder solche der frühen Bauformen mit mehreren Aborten auf einer Seite.
  • Auch zu dieser Messe wird Auhagen keine neuen Bauteile des famosen Fabrikbaukastens vorstellen.
  • Neue PKW älterer Vorbilder von Herpa werden nur dann was taugen, wenn sie nach Ost-Vorbildern gestaltet sind; bei Brekina ist es umgekehrt, da wird man wenn, dann nur West-Vorbilder brauchbar hinkriegen. Was beide freilich nicht davon abhalten wird, sich an dem, was sie erwiesenermaßen nicht (mehr) können, zu versuchen.
  • Fleischmann wird sich auch weiterhin beharrlich weigern, seinem typisch DR-Ost-mäßig verstrebten Pwg pr 14 ein entsprechendes West-Modell oder gar einen Pwg pr 12 als Formvariante zur Seite zu stellen.
  • Das Wiking-Neuheitenprogramm wird auch im kommenden Jahr zu mindestens 60% aus Doppelentwicklungen bestehen.
  • Neu vorgestellte schwere Transporter oder leichte LKW von Brekina werden genau wie neue Wiking-PKW auch weiterhin viel zu kleine Felgendurchmesser haben. Neue Wiking-LKW älterer Vorbilder hingegen werden wie schon seit den 60er Jahren die unseligen Einheitsräder tragen.
  • Auf alle neuen Lastwagen der 50er Jahre wird mindestens eins der folgenden Attribute zutreffen: 1. ausländisches Vorbild, 2. schwerste Baureihe ihres jeweiligen Herstellers, 3. untypische Chassis-, Kabinen- oder Aufbauvariante.
  • Niemand hat die Absicht, gute Fertigmodelle typischer Kräder der 50er Jahre zu bauen.

Soweit meine Glaskugel.  Daß ich mich arg freuen würde, ausnahmsweise mal danebenzuliegen, muß ich glaube ich nicht extra erwähnen …

Bremen liegt in Luxemburg

Der Gmhs Bremen (später Gmhs 35, noch später Glms 201) von Roco ist ja bekanntlich ein höchst erfreuliches Modell: schön detailliert und graviert, vor allem schön feine Bretterfugen, ziemlich schmales Fahrwerk, alles ganz schick und dabei enorm preiswert — aber leider gibt es außer dem genauso erfreulichen Pwgs 44 (zu dem demnächst mehr) keine weiteren Formvarianten. Tillig, vormals Sachsenmodelle, war da fleißiger und hat auch die Nachkriegsversion der DB bzw. genaugenommen DR-West und die teilmodernisierte Version der DR-Ost gemacht, dafür aber völlig anlaßlos die Proportionen versaubaddelt und sich damit ohne Not selbst disqualifiziert.

Teilmod ist ja nicht so mein Thema, aber West-Nachbauwagen will ich schon haben. Dazu mehr unten, erstmal bleibt ja der Spruch aus der Überschrift aufzulösen:

cfl-oppeln-bremen-stirn

Links der Oppeln von Klein Modellbahn als CFL-EUROP-Modell, der sich vom DB-Modell vorbildgerecht unterscheidet:

  • keine Stirnwandtritte und -griffe
  • Blechsegmente oben in den Stirnwänden, erkennbar an fehlenden Bretterfugen
  • Endfeldverstärkungen
  • Signalhalter an Stirn- und Seitenwänden (letztere erkennbar rechts vom EUROP-Rahmen)

Rechts der Roco-Bremen, ebenfalls als grauer CFL-EUROP-Wagen. Leider gibt es auch dafür keine Formvariante von Roco, also müssen die Umbauten halt selber gemacht werden: Schräge Stirnwandstreben wegschnitzen, Bretterfugen nachritzen, Blechsegment aus Cinefoil aufkleben, Signalhalter mit kleinen Stückchen aus Evergreen-T-Profil andeuten. Die Endfeldverstrebung kommt noch, wenn ich passende Profile gefunden (oder gebaut) habe. Den fehlenden Puffer habe ich erst beim Ansehen des Fotos bemerkt und bitte, ihn genau wie die noch abwesenden Türtritte und die fehlende Alterung beider Modelle wohlwollend zu ignorieren.

CFL-Bremen hätten wir also schon fast. SNCB kommt demnächst, ÖBB (wo es ebenfalls leicht abweichend aussehende Nachbauwagen, aber auch welche mit überdachtem Bremserhaus sowie teilweise auch Sprengwerk und anderen Türtritten gab) irgendwann auch mal. Bleibt die westdeutsche Nachbauserie:

gmhs-bremen-nachbau

Kein großes Meisterwerk, nur geduldiges Strebenwegschnitzen und Bretterfugenritzen — Frokelei der alten Schule also. Weg müssen die diagonalen Steben in den äußeren Feldern der Stirnwände und in den Schiebetüren; letztere werden ersetzt durch senkrechte, wie sie ja auch die meisten anderen deutschen G-Wagen hatten. Am Modell stammen die aus einem Ätzblech von Makette, vielen Dank an Timo für die edle Spende!

Was zu tun bleibt: Die Ausrüstung der Stirnwände mit Griffen und Tritten natürlich, auch hier der Ersatz für die fehlenden Puffer und Türtrittbügel und außerdem andere Bremsumsteller, weil die Nachbauserie eine andere Bremsbauart hatte (sagt Timo :-) ). Und schon wieder gibt’s einen Wagen, den nicht jeder hat. (Aber auch nicht keiner: mindestens Tobias hat schon einen gebaut.)

gmrhs30-schraeg

Und als Zugabe dann noch mein jüngst entsprechend aufgerüsteter Klein-Modellbahn-Oppeln, der ja leider ab Werk zutiefst häßlich angespritzte Stirnwandgriffe hat. An meinem Wagen sind es umfunktionierte Kupplergriffe vom Aw Lingen, das auch die Stirnwandtritte beigesteuert hat. Die Signalhalter sind wie immer bei mir Ätzteile von H0fine, an den Bremen gehören freilich eigentlich die Gußteile von Chistoph von Neumann stattdessen (hier bei EMB schön fotografiert).

Büssing 8000 Kipper: Jetzt auch mit Spachtel

So, weiter gehts mit dem Büssing-Kipper aus Resten. Erstmal ein Bild des aktuellen Zustands:

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Außer dem Grundieren der Aufbauten und dem Lackieren der Chassis, letzteres zunächst mit Rallyeschwarz aus der Spraydose und dann mit Glanzlack auf dem Pinsel für die Teile, die beim Vorbild gelegentlich mal geputzt werden, ist eigentlich nur eine größere Sache passiert: der Übergang zwischen den vorderen Kotflügeln und den Trittbrettern.

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Büssing 8000 Kipper (Basis Wiking)

Da muß ich wohl mal wieder Abbitte leisten. Der Büssing 8000, der gute alte Veteran aus dem Hause Wiking, kam mir immer vor wie ein viel zu kümmerlich geratenes Spielzeugauto. Alte Wiking-Laster sind 1:90, so “weiß” man ja. Stimmt ja auch — meistens.

zug-roh-l-full

Beim 8000 stimmt es aber nicht. Der Vergleich mit Vorbildfotos und -Maßen sowie mit dem Brekina-Modell ergibt zwar ein paar Abweichungen, aber wie man sehen wird, keine dramatischen:

  • Die Motorhaube ist ein bißchen kürzer.
  • Die Kabine ist hinten ein bißchen schmaler.
  • Die Räder, und in der Folge auch die Kotflügel, sind deutlich kleiner.
  • Die Breite über alles ist deutlich geringer.
  • Der Radstand und die Länge ist deutlich geringer.

Das klingt zugegebenermaßen jetzt nicht sooo toll. Aber wenn man dann noch weiß (oder wie ich neulich gelernt hat), daß es zwei verschiedene Büssing-8000-Serien gab, daß Wiking die ältere und Brekina die neuere nachgebaut hat, und daß die ältere tatsächlich eine etwas kürzere Motorhaube hatte — dann reift schnell der Entschluß, daß man aus dem Wiking-Modell was bauen muß.

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Fraktur ist Glückssache

Nein, natürlich ist Fraktur bzw. ihr korrekter Satz keine Glückssache.  Aber man könnte es meinen, wenn man die Regeln dafür kennt und dann offenen Auges durch die Welt läuft.

Die einfachste und zugleich wichtigste Regel des Fraktursatzes lautet: Am Wortanfang, außer bei Großschreibung, und im Wort wird aus dem “runden” s, das wir heute als das normale empfinden, ein “langes” s.  Das sieht dann so aus (oben falsch, unten richtig):transportgesellschaft-fraktur

Man sehe aber bitte genauer hin: außer den langen s unterscheiden sich die beiden Wörter auch durch einige Ligaturen.  Das sind zusammengegossene Buchstaben, oben im Beispiel ll, sch und ft. Und das muß auch so sein! Ligaturen wurden immer verwendet, wenn es sie gab.  Damals haben Laien keine Schriften gesetzt, und die Profis kannten die Regeln.

Ein Profi-Schriftenmaler hätte allerdings auch das obige Schild anders gemalt: um die a herum, zwischen s und p sowie zwischen ll und sch ist ein bißchen zu viel Platz.  Solche Schilder wird man also im Modell nicht wie ich das Beispiel oben mit dem Textverarbeitungsprogramm, sondern mit dem CAD- oder zumindest Malprogramm zusammenbasteln und dabei die Buchstaben an diesen Stellen enger zusammenschieben:  transportgesellschaft-fraktur-eng

Für die seltene Gelegenheit, daß man keine gemalten, sondern gesetzte und gedruckte Texte mit dem Computer nachbilden will, reicht freilich auch die Textverarbeitung: Buchstaben enger zusammensetzen, als die Lettern nun mal breit sind, kann man im Bleisatz halt nicht — genau deswegen gibt es ja Ligaturen.

Sehr schöne Frakturschriften mit allen nötigen Ligaturen, aber auch Antiquaschriften mit langem s und viele andere schöne Fonts findet man z.B. bei CAT-Fonts.

Der eigentliche Auslöser für diesen Artikel war aber ein anderer.  Die einfachste Regel von oben hat nämlich noch einen zweiten Teil: am Wortende, und auch in zusammengesetzten Wörtern am Teilwort-Ende, wird nämlich ein rundes s gesetzt:vereinsheim-fraktur Für irgendwas muß “s” ja gut sein :-)

So.  Und jetzt seht Euch mal diese Tür des Märklin-Büssing 650 an:

buessing-650-maeh-berufffeuerwehr

Einmal mit Profis …

Okay.  Eigentlich ist es mir egal, denn die Lackierung, die ja eher an eine Tauchlackierung erinnert, kommt eh runter — in der Hoffnung, daß darunter etwas weniger seifenschnitzereimäßige Gravuren versteckt sind.  Aber trotzdem finde ich diesen Fauxpas zu etwa gleichen Teilen amüsant und peinlich für den Hersteller.

Mehr zum Büssing 650 von Märklin dann demnächst …

Die Kraft, die aus dem Keller kommt

buessing-commodore-lu-11-60-r

Nein, es geht nicht nur um Unterflur in den neuesten überflüssigen Artikeln bei Modellbahnfrokler.  Es gibt dort je eine Übersichtsseite zu Büssing-Haubenwagen und -Frontlenkern, soweit sie für die Epoche 3 von Bedeutung sind.  Natürlich mit Frokeltips und illustriert mit Modellfotos, wenn auch noch mit viel zu wenigen — Ergänzungen folgen immer dann, wenn mal wieder ein Büssing-Modell fertig wird, also immer mal wieder über die kommenden paar Jahrzehnte ;-)

Zu Besuch in Murnau

Vor Jahren zeigte Johannes Auerbacher im DSO-Forum eine beeindruckende Artikelserie mit zahllosen tollen Bildern seines nicht minder tollen Bahnhofes Murnau und der Heimanlage, die er um dieses Fremodul gebaut hat.

murnau1

Das fanden wir damals schon zu schade, um den üblichen DSO-Forumstod — verlinkt auf Seite drölf, ohne Bilder dank verrotteter Links zu kostenlosen Bilderhostern — zu sterben.

Deswegen habe ich damals schon klargemacht, was ab heute Wirklichkeit wird: die Serie kommt auf Modellbahnfrokler! Allerdings nicht alles auf einmal, sondern heute erstmal nur der erste Teil: In Murnau wird Ng 8013 zu Ng 8014.

Fortsetzung folgt.  Hach, ick freu mir. :-)

Feldgrau? Das ist doch nur Grundierung!

Bitte keinen Schreck kriegen …

dreitonner-bofm

… wir machen jetzt nicht in Wehrmacht! (Also keiner der mir bekannten Modellbahnfrokler jedenfalls.) Solch feldgraue Lasterchen verschwanden aber genau wie die Nazis nicht 1945 spurlos von der Erdoberfläche, sondern suchten sich, im Regelfall natürlich umgefärbt, in der neuen Zivilgesellschaft eine Wirkungsstätte. Zumindest bei den Lastern ist dagegen ja auch nicht viel zu sagen, und so verdienen sie schon einen zweiten bis dreiundzwanzigsten Blick, die Wehrmachts-Dreitonner aus dem Vertrieb von Herpa und Busch — jetzt neu in unserer Rubrik Modellkritik!

Zehn Reifen für vier Röllchen

Um pa-Behälter-Zustellfahrzeuge geht es in einem neuen Übersichtsartikel drüben auf der Website. Da hat die geschätzte Großserienindustrie schon so einigen Mist abgeliefert, und die Kleinserie ist auch nicht ganz perfekt.

bzf-mag-v-sm

Aber man kann was draus machen.  Dazu dann — wie immer — mehr ein andermal …